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Kein Spielzeug mehr im Dialyse- und Schlafraum
Familie Al Kador hat eine neue Wohnung

Jetzt können Jana und Mayar spielen, ohne auf die für sie wichtigen medizinischen Geräte achten zu müssen.
  • Jetzt können Jana und Mayar spielen, ohne auf die für sie wichtigen medizinischen Geräte achten zu müssen.
  • Foto: Sarah Panthel
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sp Kaan-Marienborn. Endlich können Jana (7) und Mayar (4) nach Herzenslust spielen, ohne dabei ständig das medizinische Material und die Geräte im Blick zu haben, die für sie überlebensnotwendig sind. Die beiden Geschwister sind schwer nierenkrank. Jede Nacht benötigen sie eine Dialyse.
Im Dezember vergangenen Jahres berichtete die Siegener Zeitung über Familie Al Kador und davon, dass sie dringend eine größere Wohnung benötigt: Zum einen damit die Dialysegeräte, die Infusionsständer, die Pakete mit den Fläschchen, Verbänden, Schläuchen etc. einen eigenen Platz außerhalb des Kinderzimmers bekommen, und zum anderen damit Mutter Rahaf die Blutwäsche hygienisch einwandfrei durchführen kann.

sp Kaan-Marienborn. Endlich können Jana (7) und Mayar (4) nach Herzenslust spielen, ohne dabei ständig das medizinische Material und die Geräte im Blick zu haben, die für sie überlebensnotwendig sind. Die beiden Geschwister sind schwer nierenkrank. Jede Nacht benötigen sie eine Dialyse.
Im Dezember vergangenen Jahres berichtete die Siegener Zeitung über Familie Al Kador und davon, dass sie dringend eine größere Wohnung benötigt: Zum einen damit die Dialysegeräte, die Infusionsständer, die Pakete mit den Fläschchen, Verbänden, Schläuchen etc. einen eigenen Platz außerhalb des Kinderzimmers bekommen, und zum anderen damit Mutter Rahaf die Blutwäsche hygienisch einwandfrei durchführen kann.

Blutwäsche im Kinderzimmer

Nach der SZ-Berichterstattung kommen viele Hilfsangebote

Der Raum für die medizinische Behandlung muss besonders sauber sein – das aber war in der Wohnung am Giersberg in Siegen nicht möglich. Das bestätigte auch die behandelnde Klinik aus Marburg. Zu wenig Quadratmeter standen der Familie zur Verfügung, um Kinderzimmer und Schlafzimmer, in dem die Kinder nachts mit der künstlichen Niere behandelt werden, zu trennen.
Wolfgang von Königsmarck, ein Freund der Familie, hatte die Siegener Zeitung damals um Hilfe gebeten. Rund ein Dutzend Personen meldete sich nach der Veröffentlichung des Artikels bei ihm. „Es kamen sehr viele und gute Reaktionen“, so von Königsmarck. Alle Anrufer und Schreiber wollten der Familie helfen. Die einen spendeten selbstgestrickte Socken, die anderen Porzellan aus einer Haushaltsauflösung und wieder andere unterstützen die Familie finanziell. Was aber am Wichtigsten war: Den Al Kadors wurden neue Wohnungen angeboten – einige waren allerdings zu weit außerhalb des Siegener Zentrums. Den Eltern war wichtig, dass die Kinder weiterhin in ihrem Kindergarten bleiben konnten.

Wohnung in Kaan-Marienborn als neues Zuhause für Familie Al Kador

Nach Wohnungsbesichtigungen und vielen Gesprächen stand dann fest, dass eine 105 Quadratmeter große Wohnung an der Hauptstraße in Kaan-Marienborn ab April das neue Zuhause der Al Kadors ist. Jetzt haben die Kinder ein voneinander getrenntes Spielzimmer und ein Schlafzimmer. „Das bleibt zu, damit es sauber bleibt“, erklärt Vater Mhammed-Hamdo Al Kador zu Letzterem.
Die Familie hat die meisten Sachen bereits ausgepackt, ein paar Feinschliffe fehlen noch. Die Vier fühlen sich wohl. Sogar ein Büro haben sie jetzt, in dem Mhammed-Hamdo den Online-Unterricht für seine Ausbildung verfolgen und lernen kann. Und in einem kleinen Garten am Haus spielten jetzt die Kinder, „und Papa grillt immer“, freut sich Mutter Rahaf.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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