Familie bittet Merkel um Hilfe

 Seit mehr als einem Monat sitzt nun der Siegener Özel Sögüt im Gefängnis. Foto: Privat

sz - Am Donnerstag wird Bundeskanzlerin Angela Merkel in die Türkei reisen. Dort wird sie sich mit Präsident Erdogan treffen. Es ist der erste Besuch Merkels nach dem Putschversuch vom 15. Juli. Auf der Tagesordnung steht eine Vielzahl von Punkten.

Thema ist vermutlich auch der Fall des Birlenbachers Özel Sögüt. Der Geschäftsmann sitzt seit dem 7. Dezember im Gefängnis in Antalya. Ihm werfen die türkischen Behörden Terrorismus vor. Dem Mann wurde bislang der Kontakt zu Angestellten des deutschen Konsulats und seiner Familie in Deutschland untersagt. Der Besuch von Merkel weckt deswegen Hoffnungen bei der Ehefrau Ayse Sögüt: „Ich und meine Kinder vermissen ihn sehr. Wir hoffen, dass die Bundeskanzlerin uns hilft“, sagte sie vor Merkels Reise nach Ankara. „Mein Mann hat noch nie jemandem etwas angetan. Er hat doch nur Bioenergie- und Solaranlagen vertrieben, mehr nicht,“ betont Sögüt immer wieder. Mit Terrorismus oder dem Putsch habe ihr Mann nichts zu tun, beteuerte die Birlenbacherin.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Willi Brase forderte explizit Hilfe für den Unternehmer aus dem Siegener Stadtteil. „Ich bitte Sie darum, den Fall von Herrn Sögüt im Rahmen Ihres Besuchs in der Türkei am 2. Februar anzusprechen und sich für einen Zugang von Konsularbeamten zu dem deutschen Staatsbürger und die Aufhebung der Kontaktsperre zu seiner Frau einzusetzen“, schrieb Brase in einem Brief an die Bundeskanzlerin vor ihrer Abreise. Siegens Bürgermeister Steffen Mues setzt ebenfalls Hoffnungen auf den Besuch der Bundeskanzlerin. Die Themen Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit sollten zur Sprache gebracht werden, findet Mues. 

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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