Familienstreit ums Erbe entbrannt

 Nach dem Tod von Prinz Richard hing die Flagge mit dem Familienwappen auf Schloss Berleburg auf Halbmast. Inzwischen ist hinter den Kulissen offenbar ein heftiger Familienstreit entbrannt. Archivfoto: Janina Althaus
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tika - Nach dem Tod von Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg war im vergangenen Jahr eine intensive Zeit der Trauer auf Schloss Berleburg eingetreten. Einige Monate hatten sich die Hinterbliebenen – verständlicherweise – aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Inzwischen ist diese Phase beendet, hinter den Schlosskulissen ist allerdings offenbar ein heftiger Familienstreit um den Nachlass von Prinz Richard entbrannt. Nach SZ-Informationen hat inzwischen ein Cousin des Verstorbenen eine Wirtschaftsgut-Klage eingereicht. „Für die Regelung der Folgen des Todes von Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg sind bestimmte Passagen des Testamentes seines Vaters Gustav-Albrecht Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg zu beachten. Die Anwendung eines aus dem Jahre 1943 stammenden Testamentes auf Sachverhalte des Jahres 2017 wirft an verschiedenen Stellen schwierige Rechtsfragen auf. Diese Rechtsfragen befinden sich in Klärung und für die Zeit bis zu deren Klärung sind angemessene Regelungen getroffen worden“, erläuterte Forstdirektor Johannes Röhl in einer Pressemitteilung.

Konkret geht es nach SZ-Informationen um Bestrebungen verschiedener Familienmitglieder, die eine Beteiligung am Erbe von Prinz Richard fordern. „Die Familie hat viele Mitglieder. Und derzeit fühlen sich diverse dieser Mitglieder in unterschiedlicher Intensität dazu berufen, etwas zu diesem Thema zu sagen oder darüber zu philosophieren, welcher Teil vom Kuchen ihnen zusteht“, erklärte Jochen König. Der Anwalt vertritt die Hinterbliebenen um Prinz Richards Sohn Gustav Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, der seines Zeichens in der Erbnachfolge an erster Stelle steht. „Grundsätzlich haben wir kein Interesse daran, dass die Thematik in der Öffentlichkeit breitgetreten wird. Es geht darum, einen ohnehin schon üblen Familienstreit zu einem guten Ende zu führen“, machte Jochen König deutlich. Konkret geht es darum, das aus dem Jahr 1943 stammende Testament in die Gegebenheiten des Jahres 2017 zu „übersetzen“. „Was damals Vorstellung des Erblassers war, ist heute nicht mehr eins zu eins umsetzbar. Wir müssen uns gewissermaßen in den Erblasser hineinversetzen – und da gibt es ob vieler Parteien auch viele Interpretationen“, erklärte der Anwalt der Familie vielsagend.

Zuletzt hatte die Gerüchteküche rund um den Schlossberg auch deshalb gekocht, weil die „Regenbogenpresse“ eine Falschinformation in die Welt gesetzt hatte. Nach der Hochzeit von Theodora Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein in Bad Laasphe hatte ein entsprechendes Magazin berichtet, dass sie nun auf Schloss Berleburg einziehen will. „Das ist völliger Unsinn“, gab Jochen König keinen Raum für Spekulationen. Die allerdings hatte es offenbar auf Schloss Berleburg gegeben. „Wir haben keinerlei Interesse daran, dass die Mitarbeiter der Rentkammer verunsichert sind“, betonte der Jurist aus Duisburg vielsagend. Dies machte auch Johannes Röhl deutlich: „Der Forstbetrieb einschließlich der Nebenbetriebe wird unverändert durch die Wittgenstein-Berleburg’sche Rentkammer fortgeführt. Auch im Übrigen stehen keine Veränderungen im Schloss an. Anderslautenden Gerüchte bitten wir, keinen Glauben zu schenken.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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