Farbe bekennen für Toleranz

 Sowohl Ensible als auch die Berleburger Stadtjugendpflege und der Jugendförderverein hoffen zukünftig auf weitere gemeinsame Projekte. Foto: dw
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dw - Am Freitag, 5. September, und Samstag, 6. September (Einlass: jeweils ab 19 Uhr), findet das Backyards-Festival in Bad Fredeburg, Meschede und Schmallenberg statt. Die Veranstaltung wird dieses Jahr zum ersten Mal in dieser Form ausgerichtet. Die Idee hinter dem Festival ist, das verborgene, kreative Potential Jugendlicher an die Oberfläche zu holen. Unterstützt werden die Jugendlichen dabei von Ensible und Create Music. Create Music ist ein Förderprogramm der Musikakademie Heek, um Nachwuchstalente zu unterstützen.

Es werden sechs verschiedene Konzerte an unterschiedlichen Orten für Unterhaltung sorgen, sei es für Rock-, Hip-Hop- oder Reggae-Fans. Unter anderem findet auch die Veranstaltung Rock gegen Rechts im Sauerland-Bad in Bad Fredeburg statt, die auch aus Bad Berleburg unterstützt wird. Das machten die Initiatoren gestern in der Odebornstadt bei einem Pressegespräch deutlich.

Zunächst kam die Anfrage vom Verein Ensible aus Schmallenberg an die Stadtjugendpflege und den Jugendförderverein in Bad Berleburg, ob nicht auch hier ein Konzert im Zuge des Festivals stattfinden soll. „Ich war mit der Situation etwas überfordert, weil ich innerhalb von drei Stunden eine Entscheidung treffen sollte“, erzählte Heiko Jung, Vorsitzender des Jugendfördervereins, bei der Pressekonferenz.

Man habe sich dann darauf geeinigt, dass Bad Berleburg in diesem Jahr das Rock-gegen-Rechts-Konzert unterstütze, indem Bad Berleburg zum Beispiel einen Shuttle-Bus nach Bad Fredeburg anbiete. Außerdem kam man überein, dass unter Umständen nächstes Jahr ein ähnliches Konzert in Bad Berleburg veranstaltet werden soll.

Die Idee hinter Rock gegen Rechts ist es, sich gegen Diskriminierung und Rassismus auszusprechen und sich für mehr Toleranz einzusetzen. Da wollte sich Bad Berleburg natürlich auch beteiligen. „Es ist unsere Verantwortung, bei solchen Anfragen mit guten Beispiel voran zu gehen“, betonte Holger Saßmanshausen, Vorsitzender des Jugendfördervereins. Das erste Konzert „Rock gegen Rechts“ gab es bereits 2002. Es fand als Konsequenz auf einen Übergriff gegen ausländische Mitbürger statt und lieferte Jugendlichen die Gelegenheit, gegen Gewalt und Diskriminierung zu demonstrieren. Die Veranstaltung fand auch in den Folgejahren statt, sei aber mit der Zeit leider aus dem Veranstaltungskalender verschwunden, sagte Falko Schönian von Ensible gestern.

Nun wollten sie die Initiative im Zuge des Backyards-Festivals wiederbeleben. „Dieses Jahr gab es mehrere Impulse, zum Beispiel Übergriffe in Siegen oder rechte Konzerte, von denen wir gehört haben“, verriet Falko Schönian. Bei dem bevorstehenden Konzert in Bad Fredeburg treten die Gruppen Dumenta, Sleepless Nights, Custom Gauge und A Second Glance auf. Sie bieten ein musikalisches Programm von Punk bis Metal.

Der Kontakt zwischen Ensible und dem Jugendförderverein lief über die Kulturentwicklungsplanung der Städte Bad Berleburg und Schmallenberg. Eine Zusammenarbeit, über die sich alle Beteiligten freuen. „Wir sehen die Kooperation sehr positiv“, merkte Falko Schönian an. Sie alle hoffen, dass das Angebot des Shuttle-Busses rege genutzt werde. „Wir würden uns freuen, wenn einige Musik-Fans sich mit uns in den Bus nach Bad Fredeburg setzten“, sagte Katharina Benner-Lückel von der Stadt Bad Berleburg.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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