FCK ist Außenseiter – wie Zypern ...

Heute Hinrunden-Kehraus im Leimbach-Stadion:

»Sportfreunde« wollen es besser machen als die deutsche Nationalelf / Heller-Einsatz fraglich

rege Siegen. Was passieren kann, wenn man einen vermeintlich leichten Gegner unterschätzt bzw. auf die leichte Schulter nimmt, wissen wir nicht erst seit dem enttäuschenden 1:1 der deutschen Nationalmannschaft vor zwei Tagen bei den Zyprioten. Auch andere »Große« wurden bei der laufenden EM-Qualifikation bereits zum Opfer der kleinen Fußball-Nationen. Weltmeister Frankreich musste sich in Schottland mit 0:1 geschlagen geben, und England kam zu Hause gegen Mazedonien nicht über ein 0:0 hinaus. Besser als die Deutschen, die Franzosen und die Engländer wollen es heute zum Hinrunden-Kehraus der Regionalliga Süd die Sportfr. Siegen machen, wenn sie ab 19 Uhr im Leimbach-Stadion der 2. Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern, für die es in dieser Saison noch nicht viel zu ernten gab, empfangen.

Die Pfälzer, die inzwischen von Ex-Nationalspieler Olaf Marschall trainiert werden (nach Hans-Werner Moser und Alois Reinhardt schon der dritte Coach in dieser Saison), zieren abgeschlagen das Tabellenende und warten nach 16 Spielen noch immer auf den ersten Sieg. Vor allem auswärts waren die »Betze-Buben« bisher ein Punktelieferant. Abgesehen vom 0:0 bei der 2. Mannschaft des FC Bayern München kehrten die FCK-Amateure immer mit leeren Händen zum Betzenberg zurück. Entsprechend sind die Rollen vor dem heutigen Meisterschaftsspiel im Siegerland verteilt: Die zuletzt zweimal in Folge siegreichen »Sportfreunde« werden den Rasen als klarer Favorit betreten, der Tabellenletzte reist als krasser Außenseiter an. Die »Rote Laterne« brennt bei den Pfälzern schon seit dem 4. Spieltag. Überreicht wurde sie Kaiserslautern übrigens von den Siegenern ...

»Wer schlecht spielt, wird ausgewechselt«

Die Siegerländer möchten sich nach der Sieben-Punkte-Woche nicht ausruhen, sondern die jüngste Erfolgsserie vor eigenem Publikum weiter ausbauen. Damit das gelingt, fordert »Sportfreunde«-Trainer Ralf Loose von seinen Spielern den gleiche Einsatz und die gleiche Leidenschaft wie vergangenen Samstag beim 3:0-Sieg in Karlsruhe. »Kaiserslautern ist sicher nicht mit dem größten Selbstvertrauen ausgestattet, aber die werden versuchen, kämpferisch alles zu geben. Deshalb müssen wir mit dem gleichen Engagement und genauso beherzt zu Werke gehen, wie das in den letzten Spielen der Fall war.« Für den Fall, dass er bei dem ein oder anderen Akteur Motivationsprobleme feststellen sollte, droht der Coach mit Konsequenzen: »Ich werde nur Spieler bringen, von denen ich überzeugt bin, dass sie zu 100 Prozent an ihre Grenzen gehen. Alle müssen Gas geben. Wer schlecht spielt, wird ausgewechselt«, will Loose es nicht dulden, falls der Schlendrian Einzug hält.

Bettenstaedt wohl erneut »Joker«

Personelle Veränderungen gegenüber dem KSC-Spiel sind unterdessen nicht zu erwarten. Wie schon in Karlsruhe will Loose mit einer Dreier-Abwehrkette agieren. »Die Abwehr war der Garant für den deutlichen Sieg. Wir werden gegen Kaiserslautern in der Abwehr mit der gleichen Formation spielen«, kündigte der Trainer an. Da ein Einsatz für Robert Vujevic noch zu früh kommen würde, dürfte im Mittelfeld ebenfalls alles beim Alten bleiben. Auch für die Abteilung »Attacke« sieht der Coach keinen Grund, den Kader zu ändern. Loose: »Til Bettenstaedt kommt zwar immer besser in den Trainingsrhythmus und ich traue ihm auch zu, von Anfang an zu spielen, aber konditionell ist er noch nicht auf Top-Niveau.« Der 20-jährige Torjäger wird also wohl nochmal mit der »Jokerrolle« vorlieb nehmen müssen, außer: Marcel Heller fällt aus.

Der wieselflinke Jung-Star ist mit muskulären von seinem Länderspiel-Debüt aus Celle zurück gekehrt und konnte bis gestern nicht mit der Mannschaft trainieren. Doch trotz der Probleme und der zweiten »englischen Woche« in Folge für Heller hat Loose den »U20«-Nationalspieler fest eingeplant: »Er muss gegen den FCK den gleichen Biss entwickeln wie gegen Österreich. Nach seinen tollen Spielen in Karlsruhe und gegen Österreich geht es gegen Kaiserslautern schließlich wieder bei 0:0 los.« Das gilt aber nicht nur für Heller, sondern für die gesamte »Sportfreunde«-Elf. »Wir müssen funktionieren wie ein Schweizer Uhrwerk«, hatte Bundestrainer Joachim Löw vor dem Qualifikationsspiel auf der Mittelmeerinsel gesagt. Dass das eher nicht funktioniert hat, wissen wir inzwischen. Vielleicht machen es die Sportfr. Siegen ja heute Abend besser ...

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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