FCK-Trainer Jeff Strasser hat keinen Herzinfarkt erlitten

Kaiserslautern (dpa) - Trainer Jeff Strasser vom 1. FC Kaiserslautern hat vor dem Abbruch des Spiels in Darmstadt nach Angaben seines Clubs keinen Herzinfarkt erlitten.

Dies könne nach ersten Untersuchungen im Krankenhaus in Darmstadt ausgeschlossen werden, teilte der abstiegsbedrohte Fußball-Zweitligist am Donnerstag mit. Inzwischen hat Strassers Co-Trainer Alexander Bugera dessen Arbeit beim Tabellenletzten zumindest vorläufig übernommen.

«Im Laufe des heutigen Tages erfolgen weitere kardiologische Untersuchungen, um eine eindeutige Diagnose stellen zu können», hieß es weiter über Strassers Gesundheitszustand. Der Trainingsbetrieb werde zunächst von Bugera geleitet. Wer beim Heimspiel des FCK am Samstag (13.00 Uhr) gegen Fortuna Düsseldorf die Mannschaft betreuen werde, stehe noch nicht fest. Ex-Profi Bugera (39) hat keine Fußballlehrer-Lizenz und bräuchte von der Deutschen Fußball Liga (DFL) eine Ausnahmegenehmigung, um den Abstiegskandidaten zu coachen.

Der 43 Jahre alte Strasser war am Mittwochabend in der Halbzeit des Kellerduells als medizinischer Notfall ins Krankenhaus gebracht worden. Daraufhin pfiff Schiedsrichter Bastian Dankert das Spiel zwischen dem Tabellen-16. und dem FCK vor 17 400 Zuschauern am Böllenfalltor nicht mehr an.

Wann das Spiel wiederholt wird, will die DFL «in aller Ruhe» überlegen. Gut möglich ist, dass nur die zweite Halbzeit gespielt wird. Der SV Darmstadt 98 bat Tageskarten-Besitzer, die Tickets der Begegnung aufzubewahren und kündigte zeitnahe Informationen zum Prozedere an.

Der FCK bedankte sich via Twitter bei den Fans «für Euer großes Verständnis, den großen Zuspruch und die sehr bewegenden Reaktionen heute im Stadion. Vielen Dank auch für die vielen Genesungswünsche, die uns über alle Kanäle erreichen».

Der Luxemburger Strasser hatte im September die Nachfolge von Chefcoach Norbert Meier angetreten und einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019 unterschrieben. Kaiserslautern steckt in der größten Krise seiner Historie: Dem viermaligen deutschen Meister und Fritz-Walter-Club droht der Absturz in die 3. Liga. Mit zur zwei Siegen und zwölf Punkten stehen die Pfälzer am Tabellenende und traten in den 45 Minuten in Darmstadt sichtlich verunsichert auf.

Die Führungskrise beim Traditionsclub soll indes Martin Bader beheben: Der langjährige Sportdirektor des 1. FC Nürnberg (zuletzt bei Hannover 96) wird nach Informationen der «Rheinpfalz» neuer Sportvorstand. Der FCK hatte sich Anfang Januar von Thomas Gries getrennt. Der Verein äußerte sich bislang nicht dazu.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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