FDP verzichtet auf Wahlaussage

 Karl-Wilhelm Flender (l.) und Heinz-Georg Grebe erläuterten am Donnerstag, warum die FDP in der Bürgermeisterwahl in Erndtebrück neutral bleiben wird. Foto: Björn Weyand
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bw - Es ging Schlag auf Schlag in den vergangenen Wochen: Erst verkündete die UWG in Erndtebrück, sie werde den unabhängigen Einzelbewerber Thomas Müsse mit Blick auf die anstehende Bürgermeisterwahl im September unterstützen, dann positionierte sich die CDU mit ihrem Kandidaten Heinz-Josef Linten. Und was ist mit der FDP? Die wunderte sich darüber, denn eigentlich habe es im bürgerlichen Lager in Erndtebrück die klare Absprache gegeben, gemeinsam einen Pool mit möglichen Bewerbern zu bilden, aus dem die drei Fraktionen dann einen gemeinsamen Kandidaten auserkoren hätten. Das verrieten Fraktionsvorsitzender Heinz-Georg Grebe und Karl-Wilhelm Flender in einem Pressegespräch der FDP.

Flender wäre der Kandidat gewesen, den die FDP in die avisierten Gespräche mit CDU und UWG mitgebracht hätte. Dies sei seit Ende 2013 klar gewesen, erklärten die beiden liberalen Ratsmitglieder. Und eigentlich habe Einigkeit mit den beiden anderen Fraktionen geherrscht. Dann nahm das Rennen seinen eingangs erwähnten Verlauf. „Wir finden es schade, da haben wir als bürgerliches Lager eine Chance verpasst“, erläuterte Karl-Wilhelm Flender, der nun nicht als vierter Kandidat ins Rennen gehen wird. Er hätte nur zur Verfügung gestanden, wenn er vom kompletten bürgerlichen Lager die Rückendeckung bekommen hätte. „Wir als FDP haben uns an alle Absprachen gehalten“, betonte Heinz-Georg Grebe. Die Freidemokraten wollen das Vorgehen der anderen Fraktionen aber nicht bewerten, „wir werden auch nicht schmollen“.

Aber einen der nun drei Kandidaten (Henning Gronau für die SPD, Heinz-Josef Linten für die CDU, Thomas Müsse als unabhängiger Einzelbewerber) werden sie nicht unterstützen. Weder werde es somit einen Kandidaten der FDP geben, noch werde die FDP einen der Kandidaten empfehlen. „Wir bleiben da neutral“, gab sich Karl-Wilhelm Flender wie die Schweiz, „der mündige Bürger hat das Wort bei der Wahl.“ Das gelte auch bei einer aus Sicht der beiden Freidemokraten nun sehr wahrscheinlichen Stichwahl, für die sich die Situation auch nicht verändern werde, so Grebe und Flender.

Die FDP wird sich raushalten. Das gilt allerdings nicht für Sachthemen. Denn jetzt werde es mit Blick auf den Haushalt spannend. Da müssten die anderen jetzt schon mal Farbe bekennen, stellte Grebe fest.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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