Feichtenbeiners Devise: »Sieben Siege sollt Ihr holen!«

Das »Unternehmen Klassenerhalt« beginnt:

Sportfr. Siegen morgen im Direkt-Duell bei Schweinfurt 05 / Trainer möchte noch 21 Punkte holen / Große Sorgen um Keeper Andreas Koch

geo Siegen. Morgen um 14.30 Uhr beginnt auch für die Siegener »Sportfreunde« (21 Punkte) das »Unternehmen Klassenerhalt« in der Regionalliga Süd, nach dem bereits zwei unmittelbare Konkurrenten der »Sportfreunde« am letzten Wochenende in Nachholspielen eindrucksvoll punkteten und somit die ersten Regionalliga-Duftmarken im neuen Jahr setzten.

Einer davon war der FC Schweinfurt 05 (19), der sich durch den 1:0-Paukenschlag bei Tabellenführer FC Bayern München/A. bis auf zwei Zähler an die Siegener »Sportfreunde« heranpirschte und sie morgen im Willy-Sachs-Stadion im Direkt-Duell nun sogar überflügeln möchte. Damit ist die Ausgangslage und die Brisanz für die bereits heute nach Nordbayern anreisenden Siegener klar: verliert man in Schweinfurt, stürzt Siegen auf den vorletzten Platz ab – das wäre ein überaus folgenschwerer Fehlstart der »Sportfreunde« auf dem erhofften Weg zurück in sichere Tabellengefilde!

Siegens Trainer Michael Feichtenbeiner möchte indes nicht, dass sich seine Spieler zu sehr mit Blicken auf die Tabelle und die Ergebnisse der Konkurrenten beschäftigen: »Das lenkt nur ab. Wir müssen uns auf unsere Sache konzentrieren. Und die heißt: Wir müssen 42 Punkte holen, um den Klassenerhalt sicher zu schaffen!« Für dieses Unterfangen bleiben dem Coach und seinem Kader noch 15 Spiele. Bemerkenswert: um auf die bislang 21 Zähler zu kommen, benötigten die Spieler 19 Partien. Die »Schlagzahl« müsste sich nach dieser Rechnung also deutlich erhöhen. Feichtenbeiners Rechenspiele gehen im übrigen sehr einfach auf, wenn sein Team nur die Marschroute des Schwaben befolgt: »Am liebsten sind mir sieben Siege aus den 15 Spielen. Dann wären wir durch.«

Doch manches ist halt leichter gesagt als getan, wenn man als viertschlechteste Auswärts-Mannschaft der Regionalliga Süd bei zehn Gastspielen in der Fremde nur magere fünf Zähler mit ins Siegerland bringt. Feichtenbeiner möchte den Hebel beim Bewältigen der Auswärts-Dauerkrise übrigens in der Abwehr ansetzen, ist ihm doch aufgefallen, dass nur ein Verein auswärts mehr Bälle aus dem eigenen Netz fischte als die Siegener dies tun mussten (zwei Gegentreffer pro Spiel).

Dies lässt vorsichtige Rückschlüsse auf die taktische Ausrichtung und Aufstellung der Mannschaft zu, der Feichtenbeiner in Schweinfurt vertraut. Tatsächlich ist der zur Verfügung stehende Kader nach zwischenzeitlichen Ausfällen in der Vorbereitung gerade rechtzeitig wieder angewachsen, so dass morgen einige Siegener Spieler die Partie sogar von der Tribüne aus verfolgen müssen.

Von dieser neu entfachten Konkurrenzsituation erhofft sich der Trainer einen wichtigen Schub hinsichtlich der Anstrengungen der Spieler, die letztlich spielen dürfen. Dazu werden Marco Stark und Marco Weißhaupt gehören. Feichtenbeiner hielt sich hinsichtlich der weiteren Aufstellung hingegen aber derart bedeckt, dass Spekulationen dazu als mutig bis sehr mutig eingestuft werden dürfen. In der Vierer-Abwehrkette scheint nur die Position auf der rechten Abwehrseite offen. Die Tendenz spricht für Björn Weikl, seine »Mitbewerber« sind Tobias Zott und Oliver Unsöld. Daneben werden Stark, Cem Islamoglu und Eric Lukin auflaufen. Auf Grund der offenbar neu entfachten Stärke der Schweinfurter im Mittelfeld könnte Feichtenbeiner von der selbst ausgerufenen »Raute« im Mittelfeld abweichen und ein 4-5-1-System ins Feld schicken – eine Variante, die in der Vorbereitung speziell für solche Spiele getestet wurde. Das spräche für Til Bettenstaedt als einzige Spitze und Timo Schlabach sowie Andreas Nauroth als Außenläufer mit überwiegendem Offensivpotenzial. Marco Weißhaupt als Dirigent sowie die aufeinander eingespielten Peter Nemeth und Patrick Neumann (eher defensiv) kämen dann für die anderen Aufgaben in Frage.

Hinter den zehn Feldakteuren spielt sich freilich Entscheidendes ab, denn Stammtorwart Andreas Koch ist verletzt, sein Einsatz morgen höchst fraglich. Der Herdorfer laboriert an einer Muskelverletzung im Oberarm, möglicherweise ein Muskelfaserriss im Bizeps. Koch musste bereits in den letzten Partien pausieren. Hier kam Sven Eckhardt zum Einsatz, der im Falle eines Koch-Ausfalls erste Wahl wäre. Der 28-jährige 1,93-m-Mann mit dem bewusst spärlich frisierten Haupthaar vertrat Andreas Koch bereits zwei Mal in Deutschlands dritthöchster Spielklasse und hinterließ auch in den letzten Testspielen einen sehr guten Eindruck. Allerdings war auch Eckhardt lange verletzt, Spielpraxis kann er nicht in Hülle und Fülle aufweisen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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