Öffnung für Grundschulen und Abschlussklassen präzisiert
Feste Lerngruppen und im Wechselmodell

Aufatmen: Die Grundschüler dürfen nach wochenlangem Distanzunterricht wieder ins Klassenzimmer – in den Wechselunterricht. Der Laptop kann also noch nicht auf Dauer zugeklappt werden.
  • Aufatmen: Die Grundschüler dürfen nach wochenlangem Distanzunterricht wieder ins Klassenzimmer – in den Wechselunterricht. Der Laptop kann also noch nicht auf Dauer zugeklappt werden.
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  • hochgeladen von Marc Thomas

ch Siegen/Olpe/Düsseldorf. Bald ist es soweit, die Kinder können es kaum erwarten: Sie dürfen nach wochenlangem Distanzunterricht wieder ins Klassenzimmer. In NRW sollen Grundschüler und Förderschüler der Primarstufe ab 22. Februar in festen Lerngruppen und im Wechselmodell wieder in die Schulen zurückkehren. Ferner schalten ab diesem Datum auch die Abschlussjahrgänge, die sogenannten Q 1- und Q 2-Jahrgänge (11. und 12. Klasse), wieder in den Präsenzmodus. Das erklärte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Donnerstag in Düsseldorf.

Sie präzisierte: Die Rückkehrer sollen alle im selben Umfang Präsenz- und Distanzunterricht erhalten. Im Wechselmodell seien Stundentafeln und Kernlernpläne weiter gültig. „Beim Präsenzunterricht werden Deutsch, Mathematik und Sachunterricht im Vordergrund stehen“, so die Ministerin. Die Notbetreuungen bleiben dabei im übrigen erhalten.

Grundschulen zuerst in Präsenzunterricht

Sie kündigte weiter an: Wenn die Corona-Zahlen im Land unter die Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen sinken, werden zuerst die Grundschulen wieder in den vollen Präsenzunterricht gehen. Nächster Schritt sei dann, dass die anderen Jahrgänge in Wechselmodelle „oder gleich in den Präsenzunterricht“ gingen. Die Fragen zum „Wann?“, „Wer?“ oder „Wie?“ ließ die Liberale unbeantwortet: „Das werden wir dann entscheiden!“

„Hoffentlich haben wir dann genug Vorlauf und Vorgaben für unsere Planungen im Schulalltag“, gab Dr. Holger Zeigan, stellv. Schulleiter des Gymnasiums am Löhrtor in Siegen, zu bedenken. Immerhin: Am Donnerstag sind alle Schulen zeitig vom Düsseldorfer Ministerium per Mail über die Beschlüsse der Merkel-Ministerpräsidenten-Runde informiert worden, so Zeigan, der erfreut zur Kenntnis nahm, dass Lehrer und andere Beschäftigte in den Schulen ab sofort zwei Mal pro Woche einen Corona-Schnelltest auf Landeskosten durchführen können.

„Doch etwas Wesentliches fehlt mir: Was ist mit den Fünft- bis Siebtklässlern? für die älteren Jahrgänge können wir das Lernen sehr gut auch im Distanzunterricht organisieren. Bei den Jüngeren kommt es aber vor allem auf das soziale Miteinander an. Da geht gerade viel flöten!“ Verloren gehen im zweiten Schulhalbjahr zudem die Klassenfahrten: die sind mitten in der Pandemie weiterhin bzw. bis zum 15. Juli, abgesagt.

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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