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Ausbildung zum Brandmeister und Rettungssanitäter
Feuerwehr ist Familie

Antreten zur Ausbildung: 18 Monate wechseln sich jetzt Theorie- und Praxisphasen ab, in denen der Feuerwehrnachwuchs eine Grundausbildung zum Lebenretten bekommt.
  • Antreten zur Ausbildung: 18 Monate wechseln sich jetzt Theorie- und Praxisphasen ab, in denen der Feuerwehrnachwuchs eine Grundausbildung zum Lebenretten bekommt.
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sabe Siegen. Fragt man Christian, Meikel, Dustin, André und Alexander danach, was sie mit ihrem Beruf verbinden, kommen die Antworten wie aus der Pistole geschossen, wirken aber trotzdem kein bisschen einstudiert. „Stolz“, „großes Glück“, „Verantwortungsbewusstsein“. Sie sind fünf von elf jungen Männern, die bei der Feuerwehr Siegen eine Ausbildung zum Brandmeister und Rettungssanitäter machen. 18 Monate wechseln sich jetzt Theorie- und Praxisphasen ab, in denen sie eine Grundausbildung zum Lebenretten bekommen. Es geht um Fachkompetenz auf allen Ebenen. Theoretisch, praktisch, körperlich, seelisch. Auch diese fünf jungen Männer werden Extremsituation ausgesetzt sein, Krisen und Katastrophen erleben. Sie werden die sein, die in der Not gerufen werden.

sabe Siegen. Fragt man Christian, Meikel, Dustin, André und Alexander danach, was sie mit ihrem Beruf verbinden, kommen die Antworten wie aus der Pistole geschossen, wirken aber trotzdem kein bisschen einstudiert. „Stolz“, „großes Glück“, „Verantwortungsbewusstsein“. Sie sind fünf von elf jungen Männern, die bei der Feuerwehr Siegen eine Ausbildung zum Brandmeister und Rettungssanitäter machen. 18 Monate wechseln sich jetzt Theorie- und Praxisphasen ab, in denen sie eine Grundausbildung zum Lebenretten bekommen. Es geht um Fachkompetenz auf allen Ebenen. Theoretisch, praktisch, körperlich, seelisch. Auch diese fünf jungen Männer werden Extremsituation ausgesetzt sein, Krisen und Katastrophen erleben. Sie werden die sein, die in der Not gerufen werden.

Feuerwehr, das ist kein normaler Bürojob. Feuerwehr ist Familie.
Dustin Wirth
angehender Brandmeister

„Wir löschen nicht nur Feuer“, sagt der 24-jährige Dustin Wirth, der wie alle anderen Vorerfahrungen im Metier hat, an der Uni Köln sogar Rettungs- und Ingenieurwesen studierte. Während seines Praxissemesters kam er nach Siegen, blieb mit der Wache in Kontakt und kam schließlich zurück. Er schätze das familiäre Klima hier, sagt er. Das Kollegiale. Dass man sich kenne. Dafür fährt er gerne die halbe Stunde von Morsbach nach Siegen. Er fährt sie schließlich für seinen Traumjob. „Feuerwehr“, sagt er, „das ist kein normaler Bürojob. Feuerwehr ist Familie.“

Kindheitstraum geht in Erfüllung

So oder so ähnlich gehen auch die Geschichten der anderen. „Happy“, sagt etwa der 34-jährige Christian Mroz, der neben seinem damaligen Job in der Gießereiindustrie 15 Jahre ehrenamtlich beim Katastrophenschutz (THW) gearbeitet hat, „sind wir alle.“ An den Moment als der Brief aus der Wache die Auserwählten nach dem harten Auswahlverfahren mit rund 200 Anwärtern über ihren Erfolg und damit ihren Ausbildungsplatz informierte, können sich alle noch ganz genau erinnern. „Ich hatte Tränen in den Augen“, sagt Christian Mroz. Und das zustimmend-schmunzelnde Kopfnicken der Kameraden verrät: Da war er nicht der einzige. Kein Wunder (mag es ein Klischee sein): Für die fünf jungen Männer ist mit dieser Ausbildung ein Kindheits- und Jugendtraum in Erfüllung gegangen. „Natürlich freut man sich über die großen Spielzeuge“, sagt Meikel Schneider und lacht. „Aber vor allem glaube ich, dass man für diesen Beruf ein Helfersyndrom haben muss.“ Und das besitzen sie alle fünf. Sehr ausgeprägt. Wie Schneider haben auch die anderen bereits ehrenamtlich bei Hilfsorganisation gearbeitet, er selbst als Notfallsanitäter. Man kennt also die 24-Stunden-Schichten, die in ferner Zukunft warten, weiß ob der Extremsituationen, der man im Arbeitsalltag ausgesetzt werden kann.

Belastung ist die Schattenseite 

Denn natürlich gebe es Situationen, so hat man es erst jüngst bei den Überschwemmungen in Westdeutschland gesehen, die nicht nur körperlich, sondern auch psychisch unglaublich belasten. Aber auch hierfür, so sagen es die Männer, gibt es Module in der Ausbildung, außerdem die PSU, also die psychosoziale Unterstützung, als feste institutionelle Nachsorge in der Feuerwehr. Trotzdem, so wissen sie es aus höheren Semestern, gibt es auch die, die einknicken und abbrechen, weil sie den belastenden Einsätzen nicht standhalten. Das ist die Schattenseite ihres Berufes, die Christian, Dustin, Meikel, André und Alexander nicht nur kennen, sondern der sie sich auch ganz bewusst stellen wollen. „Für uns ist das eine Berufung, nicht nur ein Beruf“, sagt Christian Mroz. Und alle sind sich einig. Mit dem Ausbildungsangebot setzt die Feuerwehr Siegen mit Leiter Matthias Ebertz eine Erfolgsgeschichte mit „Eigengewächsen“ fort und bietet die Ausbildung unter Betreuung von Jochen Göbel, Ingo Gutsch und Arne Stötzel nun schon zum fünften Mal seit 2008 auf der Feuer- und Rettungswache in Siegen an. Der Nachwuchs konnte so mit insgesamt 45 Einsatzkräften vor Ort gehalten und ausgebildet werden.

Autor:

Sarah Benscheidt (Redakteurin) aus Siegen

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