Feuerwehr ist Teamarbeit

scp Eisern. Feuerwehr ist Teamarbeit und nichts für Einzelkämpfer – unter dieses Motto stellte Kreisbrandmeister Bernd Schneider anlässlich des Kreisfeuerwehr-Verbandstags in Eisern (die SZ berichtete) seinen Jahresbericht.

Bei den Einsätzen der Feuerwehren konnten kreisweit mindestens 123 Menschen gerettet werden. Diese Zahl sei nicht abschließend, so der Kreisbrandmeister, „da es am Einsatzort vordringlich um die Rettung geht und erst danach um die Dokumentation“. Doch mache die Zahl mehr als deutlich, wie wichtig funktionierende, zeitnahe Gefahrenabwehr sei und dass diese hier funktioniere.

3454 aktive Frauen und Männer verrichteten im vergangenen Jahr ihren Dienst in den elf Feuerwehren der Städte und Gemeinden des Kreises Siegen-Wittgenstein (Vorjahr: 3338). Enthalten sind in dieser Zahl die zurzeit 86 Mitarbeiter der hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache in Siegen. 145 Frauen (61 weniger als 2008) gehören laut Jahresbericht zu den Aktiven. Insgesamt bedeutet dies einen Zuwachs von 116 Feuerwehrleuten, was darauf hindeutet, dass der bundes- und landesweite Trend zu einem Rückgang in den Feuerwehren im Moment im Kreis nicht zutrifft. Vielleicht trug nach Einschätzung von Bernd Schneider auch die vielfältige Öffentlichkeitsarbeit zur Steigerung der Mitgliederzahlen bei. In den Ehrenabteilungen sind 768 ehemals Aktive weiterhin ihrer Feuerwehr verbunden.

In den Jugendfeuerwehren sind 1179 (2008: 1174), davon 197 Mädchen und 982 Jungen, als Mitglieder gemeldet. Erfreulich ist hier, dass es in einigen Städten und Gemeinden zu einem Zuwachs bei den Jugendfeuerwehren gekommen ist. Die Jugendwarte betreiben nicht nur feuerwehrtechnische Ausbildung, sondern zu einem großen Teil auch allgemeine Jugendarbeit. Von daher appellierte der Kreisbrandmeister an alle Verantwortlichen, die Jugendfeuerwehren weiter auszubauen: „In jeden Löschzug gehört eine Jugendgruppe“, so Bernd Schneider eindringlich. Neben der eigentlichen Nachwuchsarbeit werde jeder Jugendlicher, der sich bei der Jugendfeuerwehr engagiere, sozialen Umgang lernen: „Er lernt, sich für andere einzusetzen, und hat in der Jugendfeuerwehr eine sinnvolle Aufgabe.“

Die Feuerwehren hatten 2009 einiges zu tun. Insgesamt 1822 Einsätze, vom Kleinbrand über technische Hilfeleistung bis hin zur Tierrettung, führt die Statistik auf. Hinzu kommen 7996 Einsätze im Rettungsdienst sowie 1708 Krankentransporte bei der Feuerwehr Siegen. Insgesamt ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von gut 10 Prozent zu verzeichnen.„Als eine der wenigen Kreise im Land NRW haben wir in 2009 alle Führungskräfte und Ausbilder im Bereich Digitalfunk geschult sowie Funkgeräte für die Ausbildung beschafft“, so Schneider. In diesem Jahr werde die zentrale Beschaffung von digitalen Endgeräten beginnen, und in den kommenden zwei Jahren sollen dann alle Fahrzeuge und Funktionen mit Digitalfunk ausgestattet sein. Bleibe nur zu hoffen, dass der Netzausbau nunmehr durch Bund und Land forciert werde.Einmal mehr warnte der Kreisbrandmeister davor, aufgrund knapper Haushaltsmitteln funktionierende Feuerwehr-Einheiten zusammenzulegen oder gar zu schließen. Bernd Schneider: „Schon heute gelingt es häufig nicht, die sich durch die Beschlüsse der Stadt- und Gemeinderäte selbst auferlegten Schutzziele zu erreichen.“ Feuerschutz sei nach wie vor eine Pflichtaufgabe der Kommunen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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