Feuerwehr rettete Langläuferin

 Nach kilometerlangem Fußmarsch durch den Tiefschnee erreichten die erschöpften Feuerwehrleute aus Banfe und Hainchen die verletzte Frau. Um dem Hubschrauber Hinweise zu geben, legten die Männer zum Teil ihre Jacken und Helme ab. Foto: privat
  • Nach kilometerlangem Fußmarsch durch den Tiefschnee erreichten die erschöpften Feuerwehrleute aus Banfe und Hainchen die verletzte Frau. Um dem Hubschrauber Hinweise zu geben, legten die Männer zum Teil ihre Jacken und Helme ab. Foto: privat
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howe - So einen Einsatz hat wohl noch kein Feuerwehrmann erlebt. Am Sonntagnachmittag gegen 14.30 Uhr rückte der Löschzug Banfetal der Freiwilligen Feuerwehr Bad Laasphe zu einem ungewöhnlichen und schwierigen Technische Hilfeeinsatz aus. Eine 60-jährige Frau aus dem Netpher Land war bei herrlichem Winterwetter mit ihren Langlaufbrettern im Wald bei Heiligenborn unterwegs, als sie zu Fall kam. Die Dame stürzte so schwer, dass sie sich das Bein brach.

Das Problem nach SZ-Informationen: Zwar konnten die Rettungskräfte alarmiert werden, die auch rasch in der Nähe des Wanderparkplatzes am Heiligenborn eintrafen, doch niemand konnte vor Ort den Unglücksort exakt lokalisieren. Die Verletzte lag irgendwo einige hundert Meter tiefer im Wald.

Zeitgleich alarmierte die Leitstelle die Löschgruppe Hainchen der Freiwilligen Feuerwehr, die als weitere Ortskundige herangezogen wurde. Die Feuerwehrkameraden aus Banfe luden Notarzt und Rettungskräfte ein und befuhren mit dem allrad-betriebenen Löschgruppenfahrzeug LF 10 und Schneeketten einen Waldweg. Dieser Weg neigte sich an einer Stelle zum Hang, sodass ein weiteres Befahren zu gefährlich war. Zu Fuß stapften nun die Einsatzkräfte durch 35 Zentimeter tiefen Schnee, um zu der verletzten Frau zu gelangen. Derweil trafen vor Ort zwei Skibobs des LBC Banfetal vom Sohl bei Fischelbach ein. Wie die SZ erfuhr, waren die Fahrer per Telefon gebeten worden, zur Unterstützung Hilfe zu leisten. Dank der Skibobs und daran angehängter Schlitten gelang es dann, nicht nur die Verletzte zu erreichen, die gut zwei Kilometer vom Wanderparkplatz Heiligenborn entfernt lag.

Zugleich konnten die teils erschöpften Feuerwehrmänner, die zuvor zu Fuß den beschwerlichen Weg durch den Tiefschnee zurückgelegt hatten, abgeholt werden. Auch ein Rettungshubschrauber war am Sonntagnachmittag im Einsatz. Er zog über dem Heiligenborner Wald seine Kreise, konnte aber weder die Verletzte noch die Einsatzkräfte orten. Zur Unterstützung hatten die Feuerwehrleute aus Hainchen und Banfe ihre Jacken und Helme auf freie Schneeflächen verteilt, um auf sich aufmerksam zu machen. Dennoch musste der Hubschrauber unverrichteter Dinge wieder abdrehen.

„Das war ein hochdramatischer Einsatz“, schilderte der stellv. Löschzugführer des Banfetal-Löschzugs, Carsten Diehl. Zwei Stunden nach der Alarmierung sei die Frau aus dem Wald geborgen worden. „Wir kamen nicht bei.“ Der hohe Schnee und die nicht eindeutig zu benennende Lage der Verletzten hätten die Einsatzkräfte vor Probleme gestellt.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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