»Filet-Fußball« fehl am Platz

»Sportfreunde« kämpfen

auch heute gegen Frankfurt

um das sportliche Überleben

in der Regionalliga /

Anstoß um 15 Uhr

Siegen. Auf fußballerische Filetstücke werden die Fans der Sportfr. Siegen wohl auch in den nächsten Wochen verzichten müssen, denn im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga Süd gibt es keine Schönheitspreise zu gewinnen. Das nackte Ergebnis zählt – nicht mehr und nicht weniger. Nach der 2:4-Niederlage in Darmstadt stellt sich mehr denn je die Frage, ob nun das große Nervenflattern kommt oder ob die Siegerländer kühlen Kopf bewahren und bis zum 7. Juni die noch fehlenden Punkte einfahren?

Für Siegens Trainer Ingo Peter ist dies sogar die entscheidende Frage: »Die Nerven sind das größte Problem. Die Spieler müssen jetzt zeigen, dass sie bereit sind, jede Woche an ihr Limit zu gehen, und dass sie es nervlich schaffen. Akteure wie Custos, Nauroth oder Kotula sind genau so schnell wie Bundesliga-Spieler, der größte Unterschied sind die Nerven. Die müssen jetzt einfach mal richtig cool sein!«

Cool sollten aber nicht nur die Aktiven, sondern auch die Passiven – sprich: die Zuschauer – sein. Meckerer und Nörgler sind am Sonntag ab 15 Uhr fehl am Platze, denn das Team braucht lautstarke Unterstützung – wenn’s sein muss auch 90 Minuten lang. So jedenfalls sieht’s der 1. Vorsitzende der »Sportfreunde«, Rolf Steinemann: »Die Unterstützung der Darmstädter Fans war für mich beispielhaft. Die ganze Stimmung hat mit dazu beigetragen, dass Darmstadt gewonnen hat. Jetzt sind auch in Siegen alle gefordert. Kritik und Panikmache helfen uns nicht weiter.« Ins gleiche Horn bläst Peter: »Wir brauchen in unserer Situation Ruhe, ganz viel Willenskraft und ganz viel Unterstützung, denn wir haben nur noch Brechstangen-Spiele vor uns.«

Der Coach hofft ferner, dass die Kicker ihre Lehren aus dem Darmstadt-Spiel gezogen haben. »Die Spieler wissen, was sie falsch gemacht haben. Diese Fehler müssen abgestellt werden. Die Akteure dürfen sich nur nicht hängen lassen, denn es bringt überhaupt nichts wenn wir uns selbst bejammern«, wünscht Ingo Peter sich vor dem Spiel gegen die seit dem 9. November 2002 (!) sieglosen Amateure von Eintracht Frankfurt eine »Jetzt erst recht«-Stimmung in seinem Team. Das gilt übrigens auch für den zuletzt arg gescholtenen Cem Islamoglu. Ingo Peter: »Cem ist Profi und will höherklassig spielen. Deshalb muss er nach so einer Leistung wie der in Darmstadt nun auch wieder zurückkommen. Ich kann nicht sagen, dann geh’ doch mal drei Wochen ins Sanatorium und komm’ dann wieder.«

Folgerichtig ist damit zu rechnen, dass der »Hicke« heute ab 15 Uhr erneut zur Anfangsformation gehören wird. Sollte der Coach die »Sportfreunde«-Abwehr dennoch etwas umkrempeln, so könnte das einen anderen Grund haben: Sascha Bäcker hat mit Knieproblemen zu kämpfen. Er wird nach aktuellem Stand der Dinge wohl 14 Tage ausfallen. Ansonsten hat Ingo Peter keine größeren Veränderungen geplant.

»Ich fange jetzt nicht an rumzuspinnen und bringe jemanden, der in einem Oberliga-Spiel zwei Tore schießt. Timo Schlabach ist zwar nah dran, doch für die Regionalliga reicht’s noch nicht ganz. Auch Joshua Caleb Norkus hat gezeigt, dass er uns noch helfen kann, aber erst einmal sind jetzt die gestandenen Regionalliga-Spieler gefragt«, so der Trainer, der beim 3:2-Sieg der Siegener Reserve gegen den SV Lippstadt zu den Augenzeugen zählte.

Einer der routiniertesten Kicker, die das rot-weiße Dress tragen, ist Romas Cirba, doch auf den Litauer werden die Siegener übermorgen definitiv verzichten müssen, denn Cirba kann frühestens nächste Woche wieder ins Training einsteigen, und auch John van Buskirk wird noch zwei bis drei Wochen brauchen, bis seine Belastbarkeit wieder für mehr als nur die »Joker«-Rolle reicht.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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