Chirurgie jetzt Exzellenz-Zentrum für neues OP-Verfahren
Filigranes Operieren verfeinert

Dieses unorthodox aussehende Instrument macht Operationen einfacher, besser und gewebeschonender.
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  • Foto: Klinik
  • hochgeladen von Marc Thomas

sz Siegen. Das St.-Marien-Krankenhaus Siegen setzt in der Chirurgie neue Maßstäbe. Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie von Chefarzt Prof. Dr. Frank Willeke ist erstes Exzellenz-Zentrum in Europa für das Operieren mit abwinkelbaren laparoskopischen Operations-Instrumenten. Leitender Oberarzt Dr. Ibrahim Darwich hat die Technologie seit September bereits bei einer Reihe von komplexen Eingriffen genutzt, er leitet das Exzellenz-Zentrum.

Die neuen Instrumente gehören zur Sparte Schlüssellochchirurgie, sie greifen die natürlichen Hand-Bewegungen des Operateurs auf und gestatten es ihm, dadurch in Bereiche vorzudringen, die zuvor nur bedingt mit den konventionellen OP-Gerätschaften zu erreichen waren. Sie ermöglichen eine bisher nur aus der „robotischen“ Chirurgie bekannte Wendigkeit in engen anatomischen Körperregionen. Diese Instrumente sind zu jeder Zeit griffbereit, ein Vorteil in Notfallsituationen. Für Patienten von Vorteil: Es wird präziserer und gewebeschonender gearbeitet.

Siegener Klinik setzt sich an Spitze der Weiterentwicklung der Instrumente

Als europäisches Exzellenz-Zentrum setzt sich nun die Siegener Klinik an die Spitze der weiteren Entwicklung dieser Instrumente. „Man kann das mit einem ausgestreckten Zeigefinger vergleichen. Erst wenn man ihn abwinkeln kann, entfaltet er seine volle Funktion“, beschreibt leitender Oberarzt Dr. Ibrahim Darwich, der die Technik im St. Marien-Krankenhaus Siegen implementierte.

Seit der Einführung der Technik vor sechs Monaten sind mittlerweile neun Ärzte im St. Marien-Krankenhaus Siegen für den Einsatz qualifiziert worden. , Gemeinsam mit Chefarzt Prof. Willeke publizierte Dr. Darwich hierzu Beiträge in internationalen Fachpublikationen wie dem Journal „Colorectal Disease“ und „Surgical Technology International“.

Neue Dimension der Laparoskopie erschlossen

Das neue Instrument kann laut Dr. Darwich jedoch am Gelenk in alle Richtungen abgewinkelt werden, was es noch flexibler als den besagten Finger macht. Es überwindet den Makel der klassischen Schlüssellochchirurgie durch eine Gelenkstruktur, die horizontale, vertikale und diagonale Bewegungen des Endeffektors ermöglicht. Damit wird eine neue Dimension der Laparoskopie erschlossen, was gerade in der Fachwelt für großes Aufsehen sorgte.

Die Bewegungen passen sich den Finger- und Handgelenkbewegungen des Benutzers an und ermöglichen damit intuitive Bewegungsmuster. Die hohe Kontrollleistung über das Instrument ermöglicht letztendlich auch technisch komplizierte Operationen.

LIVSMED hat Neuentwicklung auf den Markt gebracht

Mit der Qualifikation als Exzellenz-Zentrum schließt dieser Bereich zur robotischen Chirurgie im St. Marien-Krankenhaus Siegen auf, das bereits seit über zwei Jahren als internationales Ausbildungszentrum etabliert ist. Ein südkoreanisches Unternehmen namens „LIVSMED“ hat die Neuentwicklung auf den Markt gebracht.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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