Finanzierung ist gesichert

So soll das neue Selbstlernzentrum der weiterführenden Schule aussehen.  Computergrafik: Architekt

sz Weidenau. Das neue Selbstlernzentrum mit Mensa am Evangelischen Gymnasium Weidenau soll noch in diesem Jahr fertig werden. Mit großer Freude konnten die Verantwortlichen der Schule gemeinsam mit dem Architekten dies jetzt bekanntgeben. Die Pläne sind weitgehend fertig und auch die Finanzierung des 840 000 Euro teuren Projektes ist sichergestellt. Gemeinsam mit dem Architekten Hans Werner Strunk wird in den nächsten Tagen den Entwürfen der letzte Feinschliff gegeben. Baubeginn ist in etwa zwei Monaten.

Zwischen Schulgebäude und Schülercafé soll das Bauwerk entstehen, das sich in die aktuelle Bebauung gut einfügt. Dabei hat die Planungsgruppe aus Eltern, Lehrern und Schülern vor allem auf architektonische Stimmigkeit und nachhaltiges Bauen geachtet. Dies war auch Roland Schöler wichtig, der sich als Elternvertreter und Leiter der Planungsgruppe in den vergangenen Jahren besonders für das Projekt eingesetzt hat. In der Mensa im Erdgeschoss der zweistöckigen Erweiterung können zukünftig 120 Lehrer und Schüler ihr Mittagessen einnehmen. Angesichts des umfangreichen Nachmittagsunterrichts an der Schule haben auch die Schülervertreter immer wieder die Mensa gefordert. Bislang verfügt die Schule nur über ein Provisorium mit 40 Plätzen, die deutlich nicht ausreichen. Im Obergeschoss des Neubaus wird für die 800 Schülerinnen und Schüler auf 170 m² ein modernes Selbstlernzentrum mit 8000 Medien und 30 Arbeitsplätzen eingerichtet. Dort können Schüler zukünftig selbstverantwortlich lernen. Diese Stärkung der Eigenverantwortlichkeit kommt besonders angehenden Studenten oder Berufsanfängern zugute. Zur Finanzierung der Schulerweiterung wurden in den vergangenen fünf Jahren von den Schülern, Eltern und Lehrern 200 000 Euro gesammelt. Darauf ist die Schulleiterin Dorothea Woydack besonders stolz. Der Kirchenkreis Siegen, als Träger der Schule, übernimmt 350 000 Euro der Kosten und 100 000 Euro kommen aus dem Schulprogramm des Landes NRW. Mit dem namhaften Spendenbetrag von Barbara Lambrecht-Schadeberg, die darin „mein privates Engagement für eine gute Schule meiner Heimat sieht“, steht die Finanzierung auf sicherem Boden, freuen sich dankbar Schulleitung und Kirchenkreis gleichermaßen. Weitere Spenden, auf die die Schule durchaus noch hofft, sollen helfen, Nachhaltigkeit und Lernatmosphäre zu optimieren.

Bestätigt fühlen sich nun Schule und Planungsgruppe, die sich um viele Sach- und Finanzierungsfragen gekümmert haben. Mit Beharrlichkeit und einem langen Atem haben sie in den vergangenen Jahren an ihrer Vision festgehalten, mit der Erweiterung die Schule zukunftsfähig zu machen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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