Finanzrahmen erweitern

ciu Siegen. Große Sprünge kann sich das Museum für Gegenwartskunst in Siegen nicht erlauben. Zu eng – das wird aus zahlreichen Gesprächen deutlich – ist offenbar der finanzielle Rahmen, in dem sich das Haus mit seinem Angebot bewegt. Finanziert wird der laufende Betrieb aus den Erträgen der Peter-Paul-Rubens-Stiftung; doch damit allein lässt sich gegenwärtig der jährliche Etat nicht ausgleichen.

Hinter den Kulissen wird nun daran gearbeitet, das Stiftungskapital aufzustocken – mit Geldern aus der öffentlichen Hand (Land, Landschaftsverband, Kreis und Stadt) und mit einem dann doppelt so hohen Anteil der Mäzenin Barbara Lambrecht-Schadeberg. Im Gespräch ist, wie zu erfahren war, eine Zustiftung von insgesamt 15 Mill. Euro, die gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt ein weiteres Mal aufgestockt werden soll. Ziel aller Verhandlungen ist es, das Museum für Gegenwartskunst langfristig finanziell abzusichern und dem Haus mehr Spielraum zu geben, Dinge in Bewegung zu setzen.

Museumsleiterin Dr. Eva Schmidt zur Siegener Zeitung: „Je höher beim Einwerben von Drittmitteln der Eigenanteil ist, desto größer ist die Chance, zusätzliche Gelder zu erhalten.“

Eines der Probleme des angedachten Finanzierungsmodells ist die prekäre Lage der kommunalen Kassen. Eine Möglichkeit, das Museum an Unteren Schloss zu unterstützen, sehen daher die Fraktionen von CDU, FDP und UWG (in ihren gemeinsamen „Zielvereinbarungen“ für die laufende Wahlperiode formuliert) in dem Erlös eines Verkaufs des Hauses Oranienstraße. Laut „Kulturkonzept“ sollten dann die dort verorteten Ausstellungen ins Siegerlandmuseum im Oberen Schloss und in die Städtische Galerie Haus Seel verlagert werden. Was Dr. Schmidt wiederum bedauerlich fände: „Die ,Oranienstraße‘ ist wichtig; hat eine eigene Identität.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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