Mutmaßlicher sexueller Übergriff
Finnentroper soll Frau missbraucht haben

Der 50-jährige Angeklagte ist sich keiner Schuld bewusst.
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juka Siegen/Finnentrop. Ein 50-jähriger Finnentroper muss sich seit Dienstag vor dem Siegener Landgericht verantworten, die Anschuldigungen gegen ihn wiegen schwer: S. soll am 26. Mai 2019 gegenüber einer über 20 Jahre jüngeren Frau sexuell übergriffig geworden sein, sie dabei auch verletzt haben.

Die Anklage geht davon aus, dass die Frau bei dem Mann zu Besuch gewesen sei und es zu einvernehmlichem Geschlechtsverkehr kommen sollte. Als dem Angeklagten dies allerdings nicht reichte, habe die Geschädigte den Heimweg antreten wollen, führte der Staatsanwalt am Dienstag aus. Daran soll S. die Frau aber gehindert, an den Haaren gepackt und an die Wand gedrückt haben. Obwohl das Opfer wohl mehrfach ausgeführt habe, nun nach Hause gehen zu wollen, habe der Mann nicht von ihr abgelassen, sie schließlich sogar ins Schlafzimmer gedrängt, sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen und sie dabei verletzt haben. Die Frau soll dabei unter anderem Hämatome am Handgelenk und am Hals davongetragen haben, bevor ihr die Flucht gelang.

,,Ich weiß nicht, warum sie mich beschuldigt''

Der Angeklagte ist sich hingegen keiner Schuld bewusst. Die Frau, die er bereits Monate vor der mutmaßlichen Tat in einer Kneipe kennengelernt und mit der er zuvor schon intim geworden war, habe alleine mit ihm sein wollen, die ersten Handlungen seien auch von ihr ausgegangen. „Sie hat nicht ,nein’ gesagt“, beteuerte S. am Dienstag. Als die Frau schließlich nach Hause wollte, habe er sie noch an die Tür begleitet.

„Ich habe aber gespürt, dass sie noch nicht gehen wollte“, führte der 50-Jährige aus. Gewalt habe er keine ausgeübt, auch habe sie nichts von Schmerzen gesagt. „Ich weiß nicht, warum sie mich beschuldigt. Ich habe ein halbes Jahr darüber nachgedacht“, erklärte S. auf Nachfrage von Richterin Elfriede Dreisbach. Er sei auch völlig überrascht gewesen, als plötzlich die Polizei auftauchte. „Wir wollten uns eigentlich an einem anderen Tag wieder treffen, ich habe ihr sogar noch geschrieben, ob sie gut nach Hause gekommen ist“, beteuerte der Angeklagte, der bei der mutmaßlichen Tat unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand und auch Bier in nicht geringer Menge konsumiert hatte.

Aussage unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Das mutmaßliche Opfer sagte am Dienstag vor Gericht aus, allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. In dem Verfahren sind noch zwei weitere Verhandlungstermine anberaumt, das Urteil soll am 13. August fallen.

Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

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