Firma Otto wird Teil von Engie

 Die Otto Luft- und Klimatechnik GmbH & Co. KG mit Stammsitz in Schwarzenau gehört künftig zur Engie Deutschland GmbH. Dadurch entsteht der mit Abstand führende deutsche Anlagenbauer in der Gebäudetechnik. Foto: Archiv
  • Die Otto Luft- und Klimatechnik GmbH & Co. KG mit Stammsitz in Schwarzenau gehört künftig zur Engie Deutschland GmbH. Dadurch entsteht der mit Abstand führende deutsche Anlagenbauer in der Gebäudetechnik. Foto: Archiv
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sz/bw - Equistone verkauft die Mehrheitsanteile an der Otto Luft- und Klimatechnik GmbH & Co. KG mit Stammsitz in Schwarzenau. Equistone hatte sich im Mai 2014 an dem führenden Spezialunternehmen für Luft-, Klima- und Kältetechnik sowie Gebäudeautomation beteiligt. Käufer ist die Engie Deutschland GmbH, ein führendes Unternehmen für Technische Gebäudeausrüstung, Facility Services, industrielle Kältetechnik und Energiedienstleistungen in Deutschland. Über die Details der Transaktion haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Dieser Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden. Die Engie Deutschland GmbH ist Teil der weltweiten Engie-Gruppe und erwirtschaftete mit rund 3000 Mitarbeitern im Jahr 2017 einen Umsatz von insgesamt 1,9 Mrd. Euro.

Das erfolgreiche Wittgensteiner Unternehmen sieht in dem Verkauf viel Potential, wie Otto gestern Abend in einer Stellungnahme gegenüber der SZ deutlich machte. Zur weiteren Entwicklung möchte Otto die Kompetenzen wesentlich über die Klimatechnik hinaus entwickeln und sieht in der Engie Deutschland GmbH einen Partner, der in diesem Prozess unterstützend tätig sein soll. Die Zukunft sieht das Unternehmen über einzelne Gewerke hinaus in technischen Gesamtlösungen (sogenannte „Smart Buildings“) bis hin zu komplexen Betreibermodellen in der Industrie 4.0. Digitaleres und vernetzteres Bauen für energetisch optimierte Infrastrukturen ist für das Unternehmen mit Stammhaus in Schwarzenau die nächste Herausforderung in der Unternehmensentwicklung.

Konkret planen Otto und Engie, eine Otto-Akademie zu gründen, um noch stärker als bisher schon auszubilden, zu schulen, weiterzuentwickeln und zu fördern. Die Partner wollen ferner die Philosophie der eigenen handwerklichen Fähigkeit im Bereich Montage weiter vorantreiben und über die Raumlufttechnik auf andere Gewerke ausweiten. Und: Otto will Schwarzenau „als Herz des Unternehmens“ weiter ausbauen. Im kommenden Jahr wird hier ein neues Bürogebäude für bis zu 60 Mitarbeiter entstehen (die SZ berichtete).

Kurzum: Im Ergebnis entstehe der mit Abstand führende deutsche Anlagenbauer in der Gebäudetechnik. „Ziel ist es, diesen Vorsprung gemeinsam auszubauen, um der führende Dienstleister für High-Tech-Infrastrukturen der Industrie 4.0 zu werden“, erläutert das Unternehmen aus dem Edertal. Die Otto Luft- und Klimatechnik GmbH & Co. KG wurde 1967 von Hartmut Otto sen. gegründet und ist heute Marktführer in Deutschland in diesem Bereich. Das Unternehmen unterhält neben dem Hauptsitz im Berleburger Ortsteil Schwarzenau weitere elf Standorte in Deutschland. Otto stattet Einkaufszentren, Krankenhäuser, Bürogebäude, industrielle Produktionslinien und Pharmalabore mit seinen Anlagensystemen und technischen Lösungen aus und berät und betreut Kunden aus Industrie, Gewerbe, Handel und der öffentlichen Hand.

Neben der Planung und der Umsetzung umfasst das Leistungsspektrum von Otto auch maßgeschneiderten Service sowie die Wartung und Montage. Insgesamt 700 Mitarbeiter, darunter ein hoher Anteil an Fach- und Montagepersonal, werden in diesem Jahr voraussichtlich einen Umsatz von rund 120 Mill. Euro erwirtschaften, heißt es in der Pressemitteilung. Equistone hatte 2014 die Anteile aus Familienhand übernommen, Hartmut Otto Jr. blieb als Sohn des Gründers am Familienunternehmen beteiligt. Als finanzstarker Partner hat Equistone im Zeitraum der Beteiligung gemeinsam mit dem Management den Wachstumskurs des Unternehmens erfolgreich fortgesetzt.

Durch die Eröffnung mehrerer Niederlassungen in Deutschland hat das Unternehmen seine Präsenz stark ausgebaut. Seit 2014 konnte Otto organisch wachsen und Umsatz und Ertrag um über 50 Prozent steigern; die Mitarbeiterzahl im von Fachkompetenz bestimmten Markt verdoppelte sich sogar. Dabei blieb die mittelständische Firmenkultur, die geprägt ist von Verantwortung und Vertrauen gegenüber Mitarbeitern und Kunden, erhalten.

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