Fischer lösen illegales Wehr auf

 Eine kleine Wassergewinnungsanlage hatte sich ein Berleburger Privatmann gebaut – allerdings aus einem öffentlichen Gewässer. „Einen groben Eingriff in die Natur“ nannte Dieter Schaumann dieses illegale Wehr. Foto: privat   Bei der Reinigungsaktion des Fischereivereins lösten Rolf Weber und Thomas Funke (v.l.) auch ein illegales Wehr auf. Foto: bea
  • Eine kleine Wassergewinnungsanlage hatte sich ein Berleburger Privatmann gebaut – allerdings aus einem öffentlichen Gewässer. „Einen groben Eingriff in die Natur“ nannte Dieter Schaumann dieses illegale Wehr. Foto: privat Bei der Reinigungsaktion des Fischereivereins lösten Rolf Weber und Thomas Funke (v.l.) auch ein illegales Wehr auf. Foto: bea
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bea - Bei den regelmäßigen Reinigungsaktionen der Eder, Odeborn oder Lahn staunen die Helfer des Fischereivereins Wittgenstein manchmal nicht schlecht, was die Bevölkerung in diesen Gefilden hinterlässt. „Lediglich eine Leiche war noch nicht dabei“, meinte der Gewässerwart Dieter Schaumann am Samstag zynisch.

Doch für reichlich Entsetzen sorgte in diesem Jahr viel mehr, was aus der Odeborn fehlte. Über dem Flussabschnitt Breitenbach bei der Bad Berleburger Biberbrücke auf der Herrenwiese verlief plötzlich eine fast 30 Meter lange Rohrkonstruktion, die zum Teil sogar im Uferboden verlegt war. Ein Blick zum Ursprung des Rohres offenbarte einen in mühevoller Feinarbeit aufgeschütteten Staudamm, der einen Teil des Wassers in einen kleinen künstlichen Nebenfluss umleitete. Hier hatte sich ein Bad Berleburger am Ufer eine Parzelle angelegt, betrieb mit dem Wasser ein kleines Wasserrad, bewässerte privat gesäte Kräuter und unterhielt einen kleinen Hühnerstall – und das ohne Pachtvertrag auf einem Grundstück der Stadt Bad Berleburg.

„Einen groben Eingriff in die Natur“ nannte Dieter Schaumann dieses illegale Wehr. Tatsächlich fiel die private Wasserentnahmestelle nicht erst jüngst auf: Im Dezember meldete der damalige Vorsitzende Rolf Weber den Fall bereits der Stadt. Am Samstag machten Rolf Weber und Kamerad Thomas Funke kurzen Prozess, beseitigten das Rohr und lösten den bereits versehrten Damm auf. „So etwas ist traurig“, so kommentierte Schaumann die Wasserentnahme.

Von Raumland bis zum Schüllarhammer und von Schwarzenau bis Beddelhausen waren am Samstagvormittag 30 Helfer im Einsatz. Die Menge an beseitigtem Müll machte diesmal aber nur die Hälfte der Vorjahresausbeute aus. Der größte Fund waren zwei Bierkästen an der Eder in Schwarzenau.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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