Flender stellt Insolvenzantrag

 In der Werkshalle der Rudolf Flender GmbH & Co. KG gibt es jede Menge zu tun, die Auftragsbücher sind nach Angaben der Geschäftsführung voll. Jetzt muss das Geschäft allerdings wieder profitabel werden. Foto: kalle
  • In der Werkshalle der Rudolf Flender GmbH & Co. KG gibt es jede Menge zu tun, die Auftragsbücher sind nach Angaben der Geschäftsführung voll. Jetzt muss das Geschäft allerdings wieder profitabel werden. Foto: kalle
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sz/ch - Die Rudolf Flender GmbH & Co. KG hat am Montag beim Amtsgericht Siegen Insolvenzantrag gestellt; das gab der alteingesessene Röhrenhersteller am Dienstag bekannt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Martin Buchheister aus Lüdenscheid bestellt, wie der kaufmännische Geschäftsführer, Michael Böhnke, gegenüber der SZ ausführte. Sein Geschäftsführungsteam und vor allem die 192 „nach wie vor hoch motivierten Mitarbeiter arbeiten jetzt mit Hochdruck daran, Produktion und Auslieferung trotz der schwierigen Lage möglichst uneingeschränkt aufrecht zu erhalten“, so Böhnke weiter. Ziel aller Anstrengungen sei natürlich die Fortführung des im Jahr 1910 gegründeten Unternehmens.

Der Mittelständler ist in einer schwierigen Lage, wie Böhnke und Buchheister gestern den Mitarbeitern im Rahmen einer Belegschaftsversammlung erklärten. Nach einem Wechsel in der kaufmännischen Geschäftsführung im Dezember vergangenen Jahres wurde ein Modernisierungs- und Sanierungskonzept auf den Weg gebracht.

Böhnke: „Trotz dieser richtigen Weichenstellung zeigten sich insbesondere zwei auswärtige Geschäftsbanken mit der Kreditbesicherung unzufrieden. Die kurzfristige Kündigung von für das Tagesgeschäft unverzichtbaren Kreditlinien führte nun sehr schnell zur Zahlungsunfähigkeit und war damit der aktuelle Anlass für den Insolvenzantrag.“ Immerhin, das Insolvenzverfahren eröffne neue Chancen: „Begleitet von unserer verlässlichen örtlichen Hausbank und erfahrenen Experten werden wir alles unternehmen, um den Betrieb gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter im Rahmen einer Sanierung neu aufzustellen und dauerhaft zu sichern“, gab sich Böhnke zuversichtlich.

Der Grund für die Zuversicht: Der Insolvenzverwalter könne auf moderne Produktionsmittel und volle Auftragsbücher setzen. Böhnke: „Wir haben u. a. in der Fertigung jede Menge Verbesserungspotenzial, das werden wir auch heben!“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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