Marburg als Vorbild für Siegen
Flotter radeln mit einer App

Eine grüne Welle erzeugt die App, die in Marburg an Kreuzungen Fahrradfahrern schnelleres Fortkommen ermöglicht.
  • Eine grüne Welle erzeugt die App, die in Marburg an Kreuzungen Fahrradfahrern schnelleres Fortkommen ermöglicht.
  • Foto: Foto: Patricia Grähling, Stadt Marburg
  • hochgeladen von Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin)

ihm Siegen. Mit einem Konzept, das den Radverkehr auf den vorhandenen Straßen deutlich beschleunigen könnte, beschäftigte sich der Kreisverkehrsausschuss. Eine App fürs Smartphone, die dem Radfahrer an Kreuzungen schnelleres Vorankommen erlaubt. Die Stadt Marburg hat die „SiBike“ im Modellversuch getestet und für alltagstauglich befunden.

"SiBike von Siemens

Die Abkürzung „Si“ in „SiBike“ steht nicht etwa für Siegen, sondern für Siemens. Diese Firma nämlich hat die Steuerung entwickelt, die Ampeln fahrradfreundlicher macht. Michael Hagenbring berichtete aus Marburg über die Erfahrungen.
Das Prinzip: Die App erfasst, wo, in welche Richtung und mit welcher Geschwindigkeit sich der Radler in der Stadt bewegt. Fährt er auf eine Kreuzung zu, wird die Ampel so geschaltet, dass er möglichst fließend weiterfahren kann. 30 Prozent weniger Halte auf der Teststrecke haben die Marburger für die Radler erreicht. Der Bus- und Pkw-Verkehr sei dabei nur wenig beeinträchtigt worden, versicherte Hagenbring. Allerdings: Das hängt von der Programmierung ab. Wenn man wolle, könne man den Autoverkehr auch ganz hart ausbremsen.

Keine Datenspeicherung

Die Kosten für das System, das in Marburg auch mit einem Bike-Sharing-Modell verbunden ist, seien verhältnismäßig niedrig. Eigene Radwege seien nicht zwingend erforderlich, ebenso wenig Radampeln. Ampelsteuerungen gibt es ohnehin, die Ampeln müssten mit einem zentralen Verkehrsrechner verbunden sein, der die Daten verarbeite. Apropos Daten: In Marburg habe es durchaus Diskussionen über den Datenschutz gegeben. Deshalb habe man mit Siemens vereinbart, dass keinerlei Datenspeicherung erfolgt.
Zu wünschen übrig lässt offenbar noch die Akzeptanz der App. Nur 1200 Nutzer gibt es derzeit, Michael Hagenbring setzt auf Werbung und Information – vor allem unter den vielen Studenten.

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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