Flüchtlinge kommen am Sonntag

Die Schlossbergklinik in Bad Laasphe wird zur zentralen Unterbringungseinrichtung, das steht jetzt fest. Mehr noch: Schon am Wochenende werden 300 Flüchtlinge hier einziehen. Foto: Holger Weber
  • Die Schlossbergklinik in Bad Laasphe wird zur zentralen Unterbringungseinrichtung, das steht jetzt fest. Mehr noch: Schon am Wochenende werden 300 Flüchtlinge hier einziehen. Foto: Holger Weber
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sz - Die Unterkunft für Asylbewerber in der Schlossbergklinik in Bad Laasphe muss schon am Wochenende an den Start gehen, wie die Bezirksregierung Arnsberg am Freitagvormittag mitteilte. Die Planungen für die Schaffung einer neuen Unterbringungseinrichtung für Asylbewerber in der ehemaligen Schlossbergklinik in Bad Laasphe waren gerade erst angelaufen (die Siegener Zeitung berichtete exklusiv). Angesichts der dramatischen Zunahme der Zugänge seit dem vergangenen Wochenende durch die in großer Zahl über Ungarn und Österreich nach Deutschland einreisenden Flüchtlinge habe sich die Unterbringungssituation auch in Nordrhein-Westfalen weiter verschärft.

Vor diesem Hintergrund musste die Bezirksregierung Arnsberg kurzfristig die Vorbereitungen für eine vorzeitige Inbetriebnahme der Unterbringungseinrichtung durch das Deutsche Rote Kreuz schon am Wochenende (12. und 13. September) in Gang setzen. Zunächst werden 300 Asylbewerber in der ehemaligen Schlossbergklinik untergebracht, die später eine Kapazität von 500 Plätzen haben soll. Die erforderlichen Verhandlungen für einen Mietvertrag mit dem Eigentümer werden zurzeit beschleunigt durchgeführt. Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann und Landrat Andreas Müller wurden per Telefon am Donnerstag gegen 15.30 Uhr durch Regierungsvizepräsident Volker Milk über die neue Situation informiert, teilte die Bezirksregierung mit.

Das Land betreibt zurzeit fünf Erstaufnahmeeinrichtungen, 21 so genannte zentrale Unterbringungseinrichtungen und knapp 140 Notunterkünfte mit einer Gesamtkapazität von gut 40.000 Plätzen, um die nach Nordrhein-Westfalen kommenden Asylbewerber aufzunehmen. Am Donnerstag wurden in Nordrhein-Westfalen rund 2500 Neuzugänge verzeichnet. Davon kamen knapp 1000 Flüchtlinge per Zug oder Bus aus über Ungarn, Österreich und dann über München nach Nordrhein-Westfalen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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