LWL unterstützt mit 4,5 Mrd. Euro
Förderung behinderter und pflegebedürftiger Menschen

Insgesamt hat der LWL im vergangenen Jahr 4,7 Mrd. Euro ausgegeben. Der Löwenanteil floss in die Förderung behinderter und pflegebedürftiger Menschen.
  • Insgesamt hat der LWL im vergangenen Jahr 4,7 Mrd. Euro ausgegeben. Der Löwenanteil floss in die Förderung behinderter und pflegebedürftiger Menschen.
  • Foto: Pixabay
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

sz Siegen/Olpe/Münster. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat im vergangenen Jahr rund 4,7 Milliarden Euro (2018: 4,5 Milliarden Euro) ausgegeben. Die Verbandsmitglieder, die 18 Kreise und neun kreisfreien Städte in Westfalen-Lippe, zahlten wie im Jahr zuvor insgesamt einen Mitgliedsbeitrag von rund 2,2 Milliarden Euro an den Kommunalverband. Die Differenz zwischen Ausgaben und Einzahlung stammt im Wesentlichen aus zusätzlichen Bundes- und Landesmitteln. Im vergangenen Jahr unterstützte der LWL mit dem größten Teil des Geldes behinderte und pflegebedürftige Menschen. Insgesamt flossen rund 2,7 Milliarden Euro in diese sozialen Aufgaben. Damit bewegt sich die Summe auf Vorjahrsniveau. Menschen mit Behinderung sollen durch die finanzielle Unterstützung möglichst gleichberechtigt und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, wie es das Bundesteilhabegesetz fordert.

Selbstbestimmtes Leben

Zu einem selbstbestimmten Leben gehört auch das Wohnen in den eigenen vier Wänden: Der LWL fördert daher das ambulant betreute Wohnen als Alternative zum stationären Leben im Wohnheim. Im vergangenen Jahr unterstützte der Kommunalverband 32 340 Menschen (2018: 31 139) dabei, alleine oder mit anderen in den eigenen vier Wänden leben zu können. 2019 zahlte der LWL für 22 015 Wohnheimplätze (2018: 22 090). Außerdem finanzierte er 37 518 (2018: 36 935) Arbeitsplätze in Werkstätten für Menschen mit wesentlicher Behinderung. 6304 Kinder mit Behinderungen (2018: 6202) besuchten 2019 einen Förderschulkindergarten oder eine Förderschule des LWL. Rund 72 Millionen Euro (2018: 68 Millionen Euro) zahlte der Landschaftsverband dafür, dass 9119 behinderte Kinder (2018: 8834) zusammen mit ihren Altersgenossen ohne Behinderung eine von 3323 Regel-Kitas besuchen konnten.
An Entschädigungsleistungen zahlte das LWL-Amt für soziales Entschädigungsrecht 2019 rund 126 Millionen Euro (2018: 129 Millionen Euro). Zu den Leistungsempfängern gehörten unter anderem Kriegsopfer und Hinterbliebene. Ein Blick in die beiden heimischen Kreise:

Kreis Siegen-Wittgenstein

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 142,6 Millionen Euro aufgewendet. Der Sozialbereich umfasst ca. 142,2 Millionen Euro. Das Inklusionsamt gab für soziale Teilhabe 78,7 Millionen Euro aus, für Förderschulen 2,8, fürs Landesjugendamt 56,2, fürs Inklusionsamt Arbeit 2,08, für das Amt für soziales Entschädigungsrecht 2,35, für das Landesbetreuungsamt 0,05 und für die Kultur 0,4 Millionen Euro aus.
Kreis Olpe
Hier wurden im Jahr 2019 insgesamt 78,5 Millionen aufgewendet. Das Inklusionsamt gab für soziale Teilhabe immerhin 40,7 Millionen Euro, für Förderschulen 2,7, für das Landesjugendamt 33,3, fürs Inklusionsamt Arbeit 0,4, für das Amt für soziales Entschädigungsrecht 1,4, fürs Landesbetreuungsamt 0,04 und für die Kultur 0,01 Millionen Euro aus.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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