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Mediziner beobachten deutlichen Anstieg von Typ 2
Folgt auf Corona eine Diabetes-Pandemie?

Durch einen kleinen Piks in den Finger kontrollieren Diabetiker den Zuckerwert im Blut. Davon gibt es seit Ausbruch der Corona-Pandemie immer mehr. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft rechnet damit, dass es bis 2040 ungefähr zwölf Millionen Betroffene in Deutschland geben wird.
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  • Durch einen kleinen Piks in den Finger kontrollieren Diabetiker den Zuckerwert im Blut. Davon gibt es seit Ausbruch der Corona-Pandemie immer mehr. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft rechnet damit, dass es bis 2040 ungefähr zwölf Millionen Betroffene in Deutschland geben wird.
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  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

ap Siegen. Führende Diabetes-Experten aus Großbritannien warnen vor einer drastischen Zunahme von Diabetes-Typ-2-Patienten in den kommenden Jahren – und zwar als direkte Folge der Corona-Pandemie. „Ich finde das plausibel“, sagt Dr. Heinrich Franz, Chefarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie im Siegener St.-Marien-Krankenhaus. Auch in unserer Region sei diese Entwicklung zu beobachten – und zwar nicht nur bei Erwachsenen.
Wenn man daran denkt,
dass Schulschwimmen
und alle andere Sportarten
nur sehr eingeschränkt möglich
sind, könnte man vermuten,
dass der Anstieg bei
Jüngeren auch pandemiebedingt ist.
Dr.

ap Siegen. Führende Diabetes-Experten aus Großbritannien warnen vor einer drastischen Zunahme von Diabetes-Typ-2-Patienten in den kommenden Jahren – und zwar als direkte Folge der Corona-Pandemie. „Ich finde das plausibel“, sagt Dr. Heinrich Franz, Chefarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie im Siegener St.-Marien-Krankenhaus. Auch in unserer Region sei diese Entwicklung zu beobachten – und zwar nicht nur bei Erwachsenen.

Wenn man daran denkt,
dass Schulschwimmen
und alle andere Sportarten
nur sehr eingeschränkt möglich
sind, könnte man vermuten,
dass der Anstieg bei
Jüngeren auch pandemiebedingt ist.
Dr. Heinrich Franz
Chefarzt im Marienkrankenhaus

Falsche Ernährung und Bewegungsmangel

Der heimische Mediziner führt den Anstieg unter anderem auf eine falsche Ernährung und Bewegungsmangel während der Corona-Zeit zurück. „Es handelt sich um eine Stoffwechselerkrankung, die durch diese Faktoren begünstigt wird und zu einer Insulinresistenz der Körperzellen führt“, erklärt Franz. Das heißt: Die Bauchspeicheldrüse produziert zu viel des Hormons, wodurch das Organ irgendwann so überlastet ist, dass es schließlich immer weniger Insulin ausschüttet. Im Gegensatz zu Typ 1 entwickelt sich diese Diabetes-Form normalerweise erst über die Jahre im Erwachsenenalter. Doch aktuell seien es auch immer mehr Kinder und Jugendliche, die daran erkrankten, sagt der Chefarzt aus Siegen. „Wenn man daran denkt, dass Schulschwimmen und alle anderen Sportarten nur sehr eingeschränkt möglich sind“, so Franz, „könnte man vermuten, dass der Anstieg bei Jüngeren auch pandemiebedingt ist.“ Gesicherte Zahlen gebe es dazu jedoch (noch) nicht.

Durch einen kleinen Piks in den Finger kontrollieren Diabetiker den Zuckerwert im Blut. Davon gibt es seit Ausbruch der Corona-Pandemie immer mehr. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft rechnet damit, dass es bis 2040 ungefähr zwölf Millionen Betroffene in Deutschland geben wird.
Dr. Heinrich Franz
Autor:

Alexandra Pfeifer

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