SZ

Clara Sofie Kreutter aus Bad Berleburg
Forderung: Berufsverbot für Stierkämpferin

Stierkämpferin Clara Sofie Kreutter ist gebürtige Bad Berleburgerin. Tierschützer fordern mittlerweile ein Berufsverbot für die Torera.
  • Stierkämpferin Clara Sofie Kreutter ist gebürtige Bad Berleburgerin. Tierschützer fordern mittlerweile ein Berufsverbot für die Torera.
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  • hochgeladen von Jan Krumnow (Redakteur)

vö Ledaña/Bad Berleburg/Meschede. Clara Sofie Kreutter droht weiteres Ungemach: Die Stierkämpferin aus Bad Berleburg sieht sich nach der Anzeige der Tierschutzorganisation Peta (die Siegener Zeitung berichtete) mit einer weiteren Anzeige konfrontiert. Die private Tierhilfe „Wippergütchen“ aus Meschede spricht in einem Schreiben an das Veterinäramt des Kreises Siegen-Wittgenstein von „Tiermisshandlung und -quälerei durch Frau Kreutter“ und stellt „einen Antrag auf Prüfung der Einleitung eines möglichen Berufsverbots und Tierhalteverbots“.

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Ledaña/Bad Berleburg/Meschede. Clara Sofie Kreutter droht weiteres Ungemach: Die Stierkämpferin aus Bad Berleburg sieht sich nach der Anzeige der Tierschutzorganisation Peta (die Siegener Zeitung berichtete) mit einer weiteren Anzeige konfrontiert. Die private Tierhilfe „Wippergütchen“ aus Meschede spricht in einem Schreiben an das Veterinäramt des Kreises Siegen-Wittgenstein von „Tiermisshandlung und -quälerei durch Frau Kreutter“ und stellt „einen Antrag auf Prüfung der Einleitung eines möglichen Berufsverbots und Tierhalteverbots“.

Da Clara Sofie Kreutter ihr Studium der Pferdewissenschaften in Wien erfolgreich abgeschlossen habe, gebürtig aber aus Bad Berleburg komme, sei anzunehmen, dass der Kreis Siegen-Wittgenstein in diesem Fall die zuständige Veterinärbehörde sei, vermutet Unterzeichnerin Katja Tiepelmann. Ob das tatsächlich so ist, konnte die SZ am Sonntag nicht in Erfahrung bringen – wird aber am Montag Gegenstand weiterer Recherchen sein. Clara Sofie Kreutter präsentiere sich stolz mit zahlreichen Fotos und Videos ihres Stierkampftrainings und ihres Stierkampfdebüts hoch zu Ross in den sozialen Medien, so Tierschützerin Katja Tiepelmann weiter.
Das Thema Stierkampf sei seit Jahren weltweit umstritten und selbst in Spanien gebe es mittlerweile große Proteste gegen diese mittelalterliche und absolut überholte „Tradition“, die zumindest schon mal zu einem vollkommenen Stierkampfverbot auf den Kanaren geführt habe. Tierschützer und Tierrechtler aus aller Welt seien bemüht, „dass diese blutige Tradition des Abschlachtens von Tieren zur Belustigung von Zuschauern und zur Profilierung einzelner Torreros und Torera bald der Vergangenheit angehört“.

Tiepelmann: Kreutter nicht für den Umgang mit Pferden geeignet

Wer so emphathie- und skrupellos mit Tieren umgehe, ausschließlich um sich selbst zu profilieren, sei absolut ungeeignet, mit Tieren jeglicher Art zu arbeiten und umzugehen, findet Katja Tiepelmann deutliche Worte. Clara Sofie Kreutter nehme durch ihre Teilnahme an dieser Veranstaltung zudem bewusst in Kauf, dass ihr Pferd während des Kampfes in der Arena schwer verletzt werden könnte, „was nochmal mehr dafür spricht, dass Frau Kreutter nicht für den Umgang mit Pferden geeignet ist“.
Als langjährige Reiterin, Pferdeliebhaberin und Halterin von insgesamt sechs Pferden und Ponys sowie 38 Rindern und seit vielen Jahren im Tierschutz engagierte Person, sei sie zutiefst schockiert – wie viele andere Menschen auch – über eine derartige Kaltblütigkeit, Rohheit, Empathielosigkeit und die öffentliche Misshandlung und Tötung von Tieren durch eine junge deutsche Reiterin und Pferdewissenschaftlerin, schreibt die Erstatterin der Anzeige aus Meschede.

Clara Sofie Kreutter bezeichne ihre grausamen Taten an den Tieren öffentlich als „Kunst“. Für sie stehe sinngemäß nicht das Töten des Stieres im Vordergrund, sondern die Kunst, mit dem Pferd eine Einheit zu bilden und unbeschadet aus dem Kampf heraus zu gehen – eine Begründung, die in Bezug auf den sadistischen Umgang mit der Kreatur ihresgleichen suche, in einem „Kampf“, der von vornherein nur einen Gewinner kenne.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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