Frauen – gestern und heute

Mit „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ endete der musikalische Spaziergang durch die Geschichte (nicht nur) der Frauen. Foto: anne
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anne Siegen. Warum sind Frauen etwas Besonderes? Sie sind schön, anmutig, geschickt, liebevoll, ja, einfach unersetzlich für die Männerwelt. Dabei ist es manchmal gar nicht so einfach mit dem weiblichen Geschlecht. Zu diesem Schluss kommt man jedenfalls nach der Veranstaltung des Ensembles Appassionata. Am Freitagabend traten Heike Scholl-Braun (Leitung), Petra Koch, Katharina Richter, Claudia Schumacher, Bärbel Rosenow, Manuela Haus, Mia Nacken und Isabel Schwaak als Chor, aber auch solistisch oder mit Unterstützung des Duos „In erster Linie charmant“ (Stefan Braun, Hanno Engelmann) im Siegener Lÿz auf. Ihr Motto: „Frau, wie man(n) sie liebt“.

Mit musikalischen Frauenporträts versuchten die Musiker, ein bisschen hinter die Geheimnisse der Frauenwelt zu schauen. Anton Werner, Anja Braun und Peter Pfaffen begleiteten die Sänger dabei am Klavier und gestalteten auch manches Arrangement sehr gelungen. Heraus kam ein bunter Abend voll Witz, Charme und gutem Gesang.

Alles fing in den 20er-Jahren mit dem „Eifersuchtsduett“ aus Kurt Weills Dreigroschenoper an. Ja, ein bisschen eifersüchtig und zickig kann „frau“ eben auch sein. Aber das musste wohl in der Zeit so sein, als Frauen sich für ihre Rechte einzusetzen begannen und sich das Frauenbild wandelte. Dennoch konnte „mann“ nicht widerstehen, vor allem nicht bei dem koketten Lied „Meine Lippen, sie küssen so heiß“. In den 30-ern kamen dann Chansons und Schlager in Mode, in denen nach Aussage des humorvollen und unterhaltsamen Moderators Hanno Engelmann bereits die „Kurschattenproblematik“ angesprochen wurde. Zumindest in dem bekannten „Oh, Donna Clara“. Das Männerduo war den Füßen der tanzenden Dame eben völlig erlegen. Ein absoluter Knaller war „Ein Neandertaler“: Heike Scholl-Braun pries gekonnt die Vorzüge des Ur-Mannes an und flirtete mit der steinzeitlich gekleideten Schaufensterpuppe.

Genug davon, der Fortschritt holte Mann und Frau in den 50-ern mit VW Käfer und Fernsehen ein. Da durfte Frau auch frecher auftreten und gleichzeitig vom großzügigen „Big Spender“ träumen. In den 70-ern und 80-ern gab es noch mehr Frauenpower, wie unschwer in „I Will Survive“ zu erkennen war. Auch die schillernde Kleidung aus der ABBA-Zeit fand mit „Dancing Queen“ ins Lÿz. Und ab ging es zu den 90-ern und den großen Musicals der Zeit. Besonders das fetzige „Somebody To Love“, in dem sich Bärbel Rosenow als Rockröhre bewies, begeisterte. Für die heutige Zeit stand der wunderschöne Song „Gabriella“.

Der Abschluss gehörte dann dem stimmungsvollen „Für mich soll’s rote Rosen regnen“, und tatsächlich wurden Rosen nicht nur an die Sänger verteilt, sondern auch an das Publikum. Klar, dass die Zuhörer die Ausführenden nach diesem Abend nicht ohne Zugabe gehen lassen wollten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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