Freude pur über neues Bad

mir Geisweid. Wie gut, dass es das Konjunkturpaket II gibt, aus dem die Stadt Siegen 2,67 Mill. Euro schöpfen kann für die Sanierung des Geisweider Freibads. Weitere 250 000 Euro steuert der Förderverein zu. Ohne Geldsorgen im Nacken gab es denn auch gestern in der Doppel-Sitzung Bezirksausschuss/Sport- und Bäderausschuss keine Nörgeleien, auch keine Kritik, nur Lob in vollen Zügen. Vor allem für die Verwaltung und deren Planung, die in den vergangenen Wochen sogar noch um ein paar Details optimiert werden konnte. Kein Wunder, dass beide Gremien dem Projekt geschlossen zustimmten.

Vor Ort sahen sich die Ausschüsse alles genau an. Behinderte können, dank des geringen Gefälles, künftig direkt ans Becken gelangen. Auch die Duschen bleiben ebenerdig. Dort stauen sich weder Wasser noch sonstige Hinterlassenschaften. Klar, das Sportbecken erhält auch einen behindertengerechten Zugang per Lifter. Das Erlebnisbecken wiederum wird mit Strömungskanal und Wasserpilz ausgestattet, dazu kommen Nackendusche und eine große Rutsche.

In Sachen Energie wird einiges getan im neuen Bad. Eine Solarabsorberanlange auf dem Dach wird das Badewasser künftig erwärmen. Ferner gibt es künftig eine Energierückgewinnung. Und es wird weniger Wasser verbraucht. Bisher durfte die Stadt dazu in großem Stil das obere Langenbachtal anzapfen. Von den bisher benötigten 250 cbm täglich werden künftig nur noch 10 Prozent gebraucht.

Redner aller Fraktionen zeigten sich voll des Lobes. Traute Fries (SPD) sprach nochmals die Verzögerung vom Frühjahr an, als der Rat nicht so schnell entscheiden wollte, wie das die Verwaltung gewünscht hatte. Durch die längere Planungszeit habe man einiges optimieren können. Die Sorgfalt sei zu aller Nutzen, auch wenn 2010 keine größere Badesaison stattfinden sollte.

Für die CDU sprach Manfred Reitz der Verwaltung ein dickes Lob aus. Die Planung verlange Respekt. Vor allem die Verlagerung der Technik in den Boden seitlich zum Sportbecken fand seinen Beifall. Dass der Kiosk ins Hauptgebäude verlagert werden solle, sei akzeptabel. Der dazu noch benötigte Pavillon ist altersbedingt abgängig. Außerdem stehe er am falschen Platz, meinte Reitz: „Die Badesaison 2010 ist erledigt. Wir sind ein halbes Jahr zu spät mit dem Projekt, das sollte man der Öffentlichkeit sagen.“Auch die Grünen stimmten mit ein in die Belobigungen. Dass Wasser gespart werde, fand Ulrich Krombach beachtenswert. Auch bei den Betriebskosten tut sich einiges. 70 Prozent weniger Energiekosten für das Heizen erwartet man. Die Stromkosten werden sich allerdings erhöhen, vor allem wegen des Betriebs der Nackenduschen, Wasserpilze etc.Noch ein Blick auf die Kostenkalkulation von insgesamt 2,9 Mill. Euro. Das neue Schwimmer- und Sprungbecken, der Nichtschwimmer-Erlebnisbereich und der Wasserspielgarten kosten allein schon rund 1,7 Mill. Euro. Wasserversorgung und -aufbereitung sowie Heizung schlagen mit 731 000 Euro zu Buche; Tiefbau und Betonarbeiten werden mit 422 00 Euro beziffert, die Grünanlagen mit 50 000 Euro.Einzelne Maßnahmen stehen für spätere Jahre in der Warteschleife. Zum Beispiel die Sanierung der Liegeterrasse „Am Ruhrst“ (150 000 Euro), eine neue Sitzterrasse am Schwimmerbecken (50 000 Euro), Spielzonen für Kinder, Jugendliche und Ältere (50 000 Euro) und andere Dinge mehr.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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