SZ

Verein „Bockstation im Hubachtal“
Freunde und Nachbarn in Eiserfeld schließen sich zusammen

In den Eiserfelder Farben Gelb und Blau: einige der Gründungsmitglieder, darunter der 1. Vorsitzende des neuen Vereins „Bockstation im Hubachtal“, Malte Utsch (l.), der bereits verschiedene Aktionen durchgeführt und noch weitere geplant hat.
  • In den Eiserfelder Farben Gelb und Blau: einige der Gründungsmitglieder, darunter der 1. Vorsitzende des neuen Vereins „Bockstation im Hubachtal“, Malte Utsch (l.), der bereits verschiedene Aktionen durchgeführt und noch weitere geplant hat.
  • Foto: sp
  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

sp Eiserfeld. Den besten Zeitpunkt für eine Vereinsgründung haben sie sich nicht ausgesucht. Aber 32 Eiserfelder wollten etwas „Handfestes“ und aus einer ursprünglich losen Gruppe von Nachbarn und Freunden ist jetzt ein neuer eingetragener Verein geworden: „Bockstation im Hubachtal“.
Die Anfänge gehen auf den Eiserfelder Weihnachtsmarkt 2018 zurück. Die Organisatoren fragten ein paar junge Leute, die vor allem im Hubachtal wohnen, nach ihrer Unterstützung. Ein Name für die Hütte musste her, man wurde kreativ und kam auf die „Bockstation“, in der „Ziegenmilch“ (Milch mit Eierlikör) verkauft wurde. Ein erneuter Einsatz beim Weihnachtsmarkt 2019 folgte.Der Name blieb, die Kontakte auch und der Gedanke: „Jetzt wollen wir Nägel mit Köpfen machen.

sp Eiserfeld. Den besten Zeitpunkt für eine Vereinsgründung haben sie sich nicht ausgesucht. Aber 32 Eiserfelder wollten etwas „Handfestes“ und aus einer ursprünglich losen Gruppe von Nachbarn und Freunden ist jetzt ein neuer eingetragener Verein geworden: „Bockstation im Hubachtal“.
Die Anfänge gehen auf den Eiserfelder Weihnachtsmarkt 2018 zurück. Die Organisatoren fragten ein paar junge Leute, die vor allem im Hubachtal wohnen, nach ihrer Unterstützung. Ein Name für die Hütte musste her, man wurde kreativ und kam auf die „Bockstation“, in der „Ziegenmilch“ (Milch mit Eierlikör) verkauft wurde. Ein erneuter Einsatz beim Weihnachtsmarkt 2019 folgte.Der Name blieb, die Kontakte auch und der Gedanke: „Jetzt wollen wir Nägel mit Köpfen machen.“ Ein Anwalt wurde hinzugezogen, um den Verein offiziell eintragen zu lassen. Darin sehen die Mitglieder viele Vorteile, beispielsweise wenn es um Rechnungen, Förderungen oder auch Versicherungsfragen geht. Malte Utsch ist der 1. Vorsitzende des Vereins. Aber nur auf dem Papier, wie er betont. Man wolle die Verantwortung auf alle Schultern verteilen, keine Hierarchien haben.

"Vereinsleben muss sich der Familie anpassen"

Überhaupt setze man auf neue Strukturen, die der Zeit angepasst seien, erklärt der 33-Jährige. „Das Vereinsleben muss sich der Familie anpassen, nicht die Familie dem Verein.“ Das sei wichtig, weil unter den rund 30 Mitgliedern viele junge Mütter und Väter seien. Der neue Verein setzt auf Spontaneität. Zwar finde einmal im Monat an einem Samstag ein Treffen statt, aber „wir haben festgestellt, dass feste Termine oft ein Hindernis sind“. Stattdessen wird per Whatsapp gefragt, wer sich treffen will, um „etwas zu starten“. Das habe bislang auch gut funktioniert, sagt Utsch. Für Aktionen seien immer genügend Leute zusammengekommen. Die Mitglieder sollen nicht zu viele Verpflichtungen haben, aber auch nicht nur passiv dabei sein. Deshalb erhofft sich der Verein durch einen vergleichsweise höheren Beitrag von 5 Euro im Monat eine engere Bindung zu den Mitgliedern. Was aber ist das Ziel des Vereins?„Der Zweck des Vereins ist die Förderung des sozialen Miteinanders im Wohngebiet Hubachtal“, heißt es in der Satzung. Den Schwerpunkt sieht der Verein im Hubachtal, aber alle Eiserfelder seien als Mitglieder – oder auch als Besucher bei Veranstaltungen und Aktionen – willkommen. Außerdem sei man offen für Kooperationen und die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Kirchengemeinden. „Wir sind ein Teil in der großen Gemeinschaft.“

Traditionen wahren und neue schaffen

Der Verein will Aktionen für alle Generationen organisieren, Traditionen wahren und neue schaffen. Am 1. Mai soll eine Wanderung stattfinden und eine weitere immer wiederkehrende Aktion ist in Planung. „Der Gedanke eines eigenen Vereinsgebäudes schwebt uns vor“, ergänzt der 1. Vorsitzende. Zurzeit muss allerdings vieles ausfallen. Ein Straßenfest zum Beispiel, um den Verein vorzustellen, konnte wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Stattdessen können nur Kleingruppen zusammenkommen. Um zu informieren und um für sich zu werben, ist der Verein auf Facebook und Instagram vertreten, die Internetseite soll demnächst sichtbar werden. „Internetpräsenz ist wichtig, aber wir wollen auch einen klassischen Schaukasten aufstellen, damit wir ältere Menschen informieren können.“ Die größten Kosten, die der Verein – noch bevor er offiziell einer war – bis jetzt tragen musste, war die mobile Hütte für den Weihnachtsmarkt. Das aktuellste Projekt: das Aufstellen und Verbessern von Sitzbänken im Wald.In den Eiserfelder Farben Gelb und Blau: einige der Gründungsmitglieder, darunter der 1. Vorsitzende des neuen Vereins „Bockstation im Hubachtal“, Malte Utsch (l.), der bereits verschiedene Aktionen durchgeführt und noch weitere geplant hat.Die Gründung des Vereins, so Utsch, sei weitestgehend positiv aufgenommen worden. Aber sie seien auch belächelt worden, hätten Sachen gehört wie „ihr habt doch einen Knall“ oder „in zwei Jahren gibt es euch nicht mehr“. Der 1. Vorsitzende ist sich aber sicher: „Verein – das ist kein Auslaufmodell.“

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

7 folgen diesem Profil
ThemenweltenAnzeige
Die Siegener Zeitung begrüßt den Lenz mit einem Sonder-Abo: Sparen Sie drei Monate lang mit unserem Frühlings-Abo.

SZ+ informiert schnell und gut
Mit dem Frühlings-Abo drei Monate sparen

Der Frühling hat - kalendarisch- begonnen und die Siegener Zeitung begrüßt den Lenz mit einem Sonder-Abo: Sparen Sie drei Monate lang mit unserem Frühlings-Abo. Verlässliche Informationen trotz unruhiger Corona-LageIn diesem einmal mehr besonderen Jahr sehnen sich viele Menschen noch mehr nach den ersten Frühlingsboten. Ist doch mit den steigenden Temperaturen, den kräftiger werdenden Sonnenstrahlen und dem Aufblühen der Natur im zweiten Jahr der Corona-Pandemie noch mehr Hoffnung verbunden als...

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen