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Über 200 Teilnehmer trotz Corona
Fridays-for-Future-Bewegung zeigt in Siegen Gesicht

Der Flashmob zu der FFF-Hymne „Ingo for Future“ klappte nicht nur (meistens) im Gleichtakt, sondern auch im vorgeschriebenen Abstand.
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  • Der Flashmob zu der FFF-Hymne „Ingo for Future“ klappte nicht nur (meistens) im Gleichtakt, sondern auch im vorgeschriebenen Abstand.
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  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

sabe Siegen/Olpe. Sie kamen zu Tausenden, Corona hat ausgedünnt. Zumindest zahlenmäßig hat die Fridays-for-Future-Bewegung sichtlich Federn gelassen, dafür aber beim sechsten globalen Klimastreik unter dem Motto „Kein Grad weiter“ – auch in den Kreisen Siegen und Olpe – umso deutlicher Gesicht gezeigt. Und das trotz Maske.
„Natürlich sind es nicht die gleichen Teilnehmerzahlen wie im letzten Jahr, wir befinden uns mitten in einer Pandemie“, sagt Meo Röttgers von der Siegener FFF-Ortsgruppe. Waren es im vergangenen Jahr noch über 1500 Menschen, die in der Krönchenstadt für das Klima aufmarschierten, kam der bundesweit angelegte Großstreik für Klimagerechtigkeit gestern in Siegen gerade einmal auf etwas mehr als 200 Demonstranten. Corona ist bei diesem Sinkflug wohl der wichtigsten Faktor.

sabe Siegen/Olpe. Sie kamen zu Tausenden, Corona hat ausgedünnt. Zumindest zahlenmäßig hat die Fridays-for-Future-Bewegung sichtlich Federn gelassen, dafür aber beim sechsten globalen Klimastreik unter dem Motto „Kein Grad weiter“ – auch in den Kreisen Siegen und Olpe – umso deutlicher Gesicht gezeigt. Und das trotz Maske.
„Natürlich sind es nicht die gleichen Teilnehmerzahlen wie im letzten Jahr, wir befinden uns mitten in einer Pandemie“, sagt Meo Röttgers von der Siegener FFF-Ortsgruppe. Waren es im vergangenen Jahr noch über 1500 Menschen, die in der Krönchenstadt für das Klima aufmarschierten, kam der bundesweit angelegte Großstreik für Klimagerechtigkeit gestern in Siegen gerade einmal auf etwas mehr als 200 Demonstranten. Corona ist bei diesem Sinkflug wohl der wichtigsten Faktor. Demonstrationen in Viruszeiten, das geht für viele nicht zusammen. Für Röttgers nachvollziehbar. „Ich kann verstehen, dass viele Menschen vorsichtig sind.“
Deshalb gelte es für die FFF-Bewegung, jetzt neben den Straßendemonstrationen auch andere Kanäle zu bespielen, die verhinderten, dass das Virus – „noch mehr als jetzt“ – die Klimakrise überdeckt. „Wir haben uns breitflächig im Netz aufgestellt, verschiedene digitale Streiks organisiert, bedienen zukunftsfähige Strategien.“

"Es kommt auf die Inhalte an"

Röttgers stimmt die Anzahl an Menschen, die sich Corona-konform an dem Protestmarsch, ausgehend vom Bismarckplatz mit Endstation Siegufer, beteiligt haben, trotz allem zufrieden. Der Vergleich mit Rückblick auf die pandemiefreie Zeit geht ihm ab. Was viele Redner an der Siegbrücke angesprochen hatten – „FFF ist nicht die gleiche Bewegung, wie sie noch vor einem Jahr war“ – und dabei gleichzeitig zu neuem Mut, neuem Wille und neuem Kampfgeist für das Klima motivieren wollten, sieht Röttgers auch als eine Art Chance: „Es kommt auf die Inhalte an, die wir vermitteln wollen und nicht nur auf die Anzahl von Menschen. Darauf konzentrieren wir uns jetzt.“ Die Stimmung im Protestzug derer, die sich – trotz Corona und für das Klima – der Bewegung angeschlossen haben, beschreibt Röttgers dabei als „entschlossen“ und „sehr gut“ – der Flashmob an der Siegbrücke spiegelte, was der FFF’ler empfand. Menschen allen Alters, guter Laune, im Gleichtakt tanzend und eindringlich singend: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“

"Der Klimaschutz ist nicht tot"

Nach dieser kollektiven Forderung fing die SZ an der Siegbrücke ganz individuelle Stimmen mit ähnlichem Tenor ein. Studentin Stina Mattersteig (21) formulierte: „Ich bin hier, weil ich glaube, dass wir nicht mehr viel Zeit haben und – wenn wir so weitermachen wie bisher – einen ganz großen Fehler machen.“ Studentin Charlin Lüttger (23) sieht die Notwendigkeit ähnlich drängend. „Ich bin für den Klimastreik hier, weil es unfassbar wichtig ist, dass viele, viele Menschen auf die Straße gehen, für unsere Zukunft, für unser Klima, und einfach damit Generationen nach uns noch eine Erde haben, die lebenswert ist. Das heute hat gezeigt, der Klimaschutz ist nicht tot.“

Der Flashmob zu der FFF-Hymne „Ingo for Future“ klappte nicht nur (meistens) im Gleichtakt, sondern auch im vorgeschriebenen Abstand.
„Die Zeit rennt“. Darauf will Studentin Stina Mattersteig bei der Klima-Demonstration aufmerksam machen.
Autor:

Sarah Benscheidt (Redakteurin) aus Siegen

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