Fröhlich feiern für mehr Zuversicht

Hochbetrieb herrschte am Wochenende auf den Eiserfelder Siegwiesen.  Foto: hoh

hoh Eiserfeld. Feste feiern macht gemeinhin Spaß, und wenn man damit dann noch einen helfenden Beitrag für einen guten Zweck leisten kann, bereitet es gleich doppelt so viel Freude. Das war auch am Samstag der Fall beim ersten Wiesenfest auf den Siegwiesen in Eiserfeld rund um den Adolf-Kunze-Turm, einen alten Feuerwehr-Steigerturm. Jeder kam dort auf seine Kosten und konnte bei meist sonnigem Wetter ein stimmungsvolles Fest genießen, dessen Erlös der „Tour der Hoffnung“ zu Gute kommt. Die „Tour der Hoffnung“ ist seit 1983 unterwegs und sammelt Spenden für krebskranke Kinder.

Insgesamt 16 Eiserfelder Vereine haben sich an dem Projekt des Wiesenfestes, dessen Schirmherr Klaus Vetter ist, beteiligt (die SZ berichtete). „Es war monatelange Arbeit“, erzählte Frank Weber vom Organisationsteam und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft „Miteinander helfen“. Doch die Mühe hat sich gelohnt. Schon vormittags kamen zahlreiche Besucher auf die idyllisch gelegenen Siegwiesen, um den schwungvollen Klängen des Musikvereins Eiserfeld, den sogenannten „111ern“, bei ihrem Frühschoppenkonzert zu lauschen. Sie hätten sich sehr gefreut, zum guten Zweck etwas beitragen zu können, betonte der Dirigent vor dem Publikum, bevor der letzte Marsch anstimmt wurde.

Vielfältige Essens- und Getränkestände boten die Möglichkeit für eine leckere Mahlzeit oder auch einen Ort für angeregte Gespräche. Die Kinder kamen kurz nach Mittag so richtig auf ihre Kosten. Denn dann startete der Eiserfelder Wiesen-olymp, ein umfangreiches Spiele-Programm, das zahlreiche Attraktionen bot. Im Mittelpunkt stand dabei der historische Steigerturm, der am Samstag zu einem sehr begehrten Kletterturm umfunktioniert wurde. Von Mitarbeitern der Jungschar Eiserfeld und weiteren Helfern sicher geschnürt und mit Gurt und Leine versehen, ging es für viele mutige Kids hurtig die Sprossen einer Leiter bis zur zweiten Etage des Turms hinauf.

Dort gab es dann noch einmal letzte Sicherheitsmaßnahmen und schon rutschte man mehr oder weniger fidel das zum nächsten Baum gespannte Drahtseil hinab. „Cool. Ich will nochmal!“, war da nicht selten zu hören, und die Schlange der Anstehenden wollte kaum enden. Besondere Würdigung über Lautsprecher erfuhr die „erste mutige Dame“, die nicht die Leiter, sondern lediglich das Gestell des Turms zum Klettern benutzte. Doch auch für diejenigen, denen ein bewundernder Blick von unten genügte und die lieber auf dem Boden blieben, gab es jede Menge andere Möglichkeiten: Professionelles Kinderschminken, Torwandschießen, Holzscheitwerfen, Hufeisenwerfen, Schubkarrenrennen und einiges mehr. Das sogenannte „Lebendkicker“, ein abgegrenztes Spielfeld, in dem Kinder in die Rolle einer Kicker-Figur schlüpfen, lockte vor allem Jungen an.

An anderer Stelle begeisterten mehrere Ponys, die bereitwillig mit immer neuen „Passagieren“ ihre Runden über die Wiesen drehten. Zielgenau und treffsicher hingegen musste man beim Pfeil- und Bogenschießen sein. Wenngleich hin und wieder ein paar Pfeile daneben gingen – mit etwas Hilfestellung trafen hier einige Kinder so richtig ins Schwarze. Da kam auch von den „Großen“ die vorsichtige Nachfrage: „Darf ich auch mal schießen?“Frank Weber war sehr zufrieden mit dem Fest. „Wir sind überrascht, wie gut alles geklappt hat. Und auch mit dem tollen Wetter wollte uns jemand was Gutes tun!“ Gutes getan hat sicher jeder Besucher des Festes, indem er seinen Beitrag für etwas mehr Hoffnung und Zuversicht gegeben hat. Mit einem gemütlichen Beisammensein am Abend klang der lebhafte, kunterbunte Tag langsam aus. Die nächste Veranstaltung steht aber schon wieder bevor: Am 13. August kommt die „Tour der Hoffnung“ durch Eiserfeld.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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