Neues Jugendparlament erfolgreich gestartet
Früh gestalten

Der 17-jährige Arne Callies, eines der fünf Vorstandsmitglieder des Jugendparlaments, interviewte hier, im Sommer 2020, den Siegener Bürgermeister Steffen Mues.
  • Der 17-jährige Arne Callies, eines der fünf Vorstandsmitglieder des Jugendparlaments, interviewte hier, im Sommer 2020, den Siegener Bürgermeister Steffen Mues.
  • Foto: JuPa
  • hochgeladen von Marc Thomas

gro Siegen. Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: So musste die fünfte Sitzung des Jugendparlaments der Stadt Siegen auf neuem Wege – per Online-Konferenz – stattfinden. In der öffentlichen Sitzung wählten die jungen Politiker den Vorstand sowie die Vertreter für den Jugendhilfeausschuss und den Kinder- und Jugendrat für die nächsten zwei Jahre. Auch Bürgermeister Steffen Mues, Politiker aus dem Rat der Krönchenstadt, Vertreter der Bezirksschülervertretung und weitere Interessierte nahmen mit Spannung an der Konferenz teil.

Der neue Vorstand, bestehend aus Sarah Wilpert, Lucine Kalenderoglu, Mona Diallo, Arne Callies und Jan Boller, plant in diesem Jahr einige Aktionen, die sich mit wichtigen Themen beschäftigen. So stehen der ÖPNV, die Unterstützung der LGBTQ-Bewegung, der Umweltschutz und eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit im Fokus der engagierten Jugendlichen. Außerdem sollen die Gruppierung „Siegen nazifrei“ und das Projekt „Wege der Kinderrechte“ unterstützt werden.

Allerdings erschwert die Corona-Pandemie auch die Arbeit des Jugendparlaments. Durch die erst kürzlich stattgefundenen Wahlen bilden das Parlament zwar viele neue, junge und engagierte Siegener Gesichter, die sich untereinander jedoch kaum kennen. Dennoch wollen die Jugendlichen digital an ihren Ideen weiterarbeiten, sich in Ruhe kennenlernen und Ideen austauschen, um die Siegener Jugend auch 2021 mit voller Kraft zu vertreten. Verschiedene Interviews mit Referenten zu den Themen Nahostkonflikt, Verschwörungsideologien und Antisemitismus wurden bereits geführt, mitgeschnitten und können über Youtube abgerufen werden.

Themenfestlegung in eigenen Reihen

Insgesamt besteht das Jugendparlament aus 27 Mitgliedern, die auf 14 verschiedene weiterführende Siegener Schulen gehen. Das Gremium von Jugendlichen für Jugendliche wurde 2012 ins Leben gerufen. Neben dem Vorstand werden alle zwei Jahre jeweils zwei Mitglieder des Parlaments als Berater in den Jugendhilfeausschuss und den Kinderjugendrat NRW gewählt. Die Nachwuchspolitiker bestimmen selbst, mit welchen Themen sie sich beschäftigen. Sie sind unabhängig und überparteilich, treffen sich regelmäßig und planen gemeinsam viele Aktionen und Projekte. Dabei werden die Mädchen und Jungen in Arbeitsgruppen mit verschiedenen Themenschwerpunkten eingeteilt, um die Meinungen der Siegener Jugend besser vertreten zu können.

Man muss kein Mitglied sein, um in den Gruppen mitarbeiten zu können. Mitmachen können alle interessierten Jugendlichen zwischen zehn und 20 Jahren, die eine weiterführende Siegener Schule besuchen oder in Siegen wohnen.

Die Jugendlichen haben für die Zukunft einen großen Wunsch: 2022 feiert das „JuPa Siegen“ sein zehnjähriges Bestehen. Alle Beteiligten hoffen, dass dies gebührend gefeiert werden kann und in Zukunft noch mehr Projekte und Ideen umgesetzt werden können.


Stimmen weiterer Parlaments-Mitglieder:

Jan Boller: „Als ich das erste Mal vom ,JuPa’ gehört habe, fand ich die Idee, selbst etwas verändern zu können, sofort echt gut. Besonders wichtig war und ist mir der ÖPNV, auch wenn es da doch etwas schwieriger ist, etwas zu erreichen. Sich in frühen Jahren politisch einzusetzen finde ich deshalb wichtig, weil so auch die Interessen von Jugendlichen vertreten werden können. Ich würde mir wünschen, dass wir auch 2021, trotz der anhaltenden Pandemie, weiterhin aktiv bleiben können und einige Aktionen wie beispielsweise die ,Aktion gegen Rechts’ starten und unterstützen können.“

Arne Callies: „Ich interessiere mich für Politik und finde, dass das ,JuPa’ ein guter Start ist, sich in das Thema einzuarbeiten. Außerdem ist es mir wichtig, dass auch jüngere Menschen Mitspracherecht haben und nicht unterdrückt werden. Als Vorstandsmitglied versuche ich einen Überblick über das große Ganze zu haben und die verschiedenen Arbeitsgruppen im Parlament weiterzubringen. Auch finde ich, umso früher man mit etwas anfängt, umso besser kennt man sich damit aus. Wenn man also in Zukunft mehr Mitspracherecht haben möchte, sollte man sich so früh wie möglich mit der Politik beschäftigen.“

Sarah Wilpert: „Mein erstes Ziel ist es, dass wir gut durch die Pandemie kommen. Wir haben eine Menge neue Mitglieder und man muss sich erstmal in Ruhe kennenlernen und Ideen austauschen. Ich mag es, Dinge zum Positiven zu verändern. In der Politik muss man für seine Projekte arbeiten, viel organisieren und den nötigen Willen haben, Dinge durchzusetzen. Das gefällt mir. Auch sind wir diejenigen, die mit den Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, in der Zukunft leben müssen. Wir müssen Verantwortung übernehmen und lernen, Politik zu verstehen. Es geht immerhin um unsere Zukunft.“

Autor:

SZ Redaktion aus Siegen

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