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Kliniken befürchten mehr Patienten
Fünf Corona-Tote in 24 Stunden

Intensivmedizin in Zeiten der Corona-Pandemie. Die Kliniken befürchten, dass die Zahlen auf den Intensivstationen steigen werden.
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  • Intensivmedizin in Zeiten der Corona-Pandemie. Die Kliniken befürchten, dass die Zahlen auf den Intensivstationen steigen werden.
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vö Siegen/Bad Berleburg. Eine erschreckende Zahl kurz vor Ostern für das Kreisgebiet: In Siegen-Wittgenstein gibt es laut Kreisverwaltung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie fünf weitere Todesfälle zu beklagen.

Zwei Seniorinnen und ein Senior aus Siegen, eine Seniorin aus Hilchenbach und eine Seniorin aus Neunkirchen sind verstorben. Damit erhöht sich die Zahl der Corona-Toten in Siegen-Wittgenstein mit Stand Mittwoch auf 140. Nähere Angaben zu den aktuell fünf Verstorbenen macht die Kreisverwaltung aus Datenschutzgründen nicht.
Keine ungeimpften Bewohner aus AltenheimenNur so viel: „Wir können aber definitiv sagen, dass es sich bei den Verstorbenen nicht um geimpfte Bewohner aus Altenheimen handelt“, erklärt Pressesprecher Torsten Manges auf Anfrage.

Siegen/Bad Berleburg. Eine erschreckende Zahl kurz vor Ostern für das Kreisgebiet: In Siegen-Wittgenstein gibt es laut Kreisverwaltung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie fünf weitere Todesfälle zu beklagen.

Zwei Seniorinnen und ein Senior aus Siegen, eine Seniorin aus Hilchenbach und eine Seniorin aus Neunkirchen sind verstorben. Damit erhöht sich die Zahl der Corona-Toten in Siegen-Wittgenstein mit Stand Mittwoch auf 140. Nähere Angaben zu den aktuell fünf Verstorbenen macht die Kreisverwaltung aus Datenschutzgründen nicht.

Keine ungeimpften Bewohner aus Altenheimen

Nur so viel: „Wir können aber definitiv sagen, dass es sich bei den Verstorbenen nicht um geimpfte Bewohner aus Altenheimen handelt“, erklärt Pressesprecher Torsten Manges auf Anfrage. Um noch einen wichtigen Satz anzufügen: Seit dem Start der Impfungen habe es keinen Todesfall im Kreisgebiet gegeben, der darauf zurückzuführen sei.

Der Großteil der Corona-Patienten in Siegen-Wittgenstein wird im Siegener Jung-Stilling-Krankenhaus behandelt, die meisten Intensivpatienten liegen im Kreisklinikum. Bei den fünf aktuellen Todesfällen handele es sich aber nicht um Patienten, die im Kreisklinikum verstorben seien, erläutert Sprecherin Lara Stockschläder. Zur Gesamtsituation – speziell mit dem Blick auf die Todesfälle durch Corona – lasse sich sagen, dass die Fallsterblichkeit im Kreis Siegen-Wittgenstein mit aktuell 140 Fällen „zum Teil deutlich unter der Fallsterblichkeit der Nachbarkreise“ liege. Im Kreisklinikum seien seit Beginn der Pandemie insgesamt 65 Patienten verstorben.

Verstorbene zumeist aus Hochrisikogruppe

Eine weitere Information in diesem Zusammenhang: Im Kreisklinikum könne aktuell kein schwerwiegenderer Verlauf durch die nun aktuell vorherrschende britische Mutation B1.1.7 festgestellt werden. Die Verstorbenen seien zumeist aus der Hochrisikogruppe zu beklagen. Dadurch, dass die britische Mutation B1.1.7 jedoch ansteckender sei und sich mehr Menschen mit dieser Virusvariante infizierten, „ist im Zuge einer steigenden Inzidenz auch mit einem erneuten Ansteigen der Todeszahlen zu rechnen“.

Die heimischen Kliniken befürchten, dass sich die Zahl der leeren Betten auf den Corona-Stationen noch mehr füllen werden.
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Zum aktuellen Zeitpunkt sei nicht auszuschließen, dass man sich auf weitere Patienten einstellen müsse, sagt Stefan Nitz, Sprecher der Diakonie. Derzeit seien die Corona-Patienten der Diakonie im Jung-Stilling-Krankenhaus untergebracht, das Haus in Freudenberg werde erst dann zum Thema, wenn die Kapazitäten dort nicht mehr ausreichten.

Nach Ostern deutlich mehr Corona-Patienten

Deutlich Position bezieht auch Dr. Christian Stoffers, Sprecher des Marien-Krankenhauses: „Aktuell beobachten wir eine zunehmende Unachtsamkeit in der Bevölkerung. Die warmen Temperaturen laden zu einem Treffen im Freien ein, und die Abstandsregeln werden über Bord geworfen. Erste Krankheitssymptome treten dabei jedoch zeitversetzt auf, und wir rechnen damit, dass etwa eineinhalb Wochen nach Ostern deutlich mehr Corona-Patienten in die Krankenhäuer müssen, darunter auch Menschen, die intensivpflichtig werden.“

Im Bereich der „normalen“ Corona-Station sehe das Marien-Krankenhaus noch etwas Luft, befürchte jedoch Engpässe insbesondere im Corona-Intensivbereich. Das Problem bestehe dabei nicht in der Anzahl der aufgestellten Intensivbetten mit Beatmungsgeräten, es drohe ein Engpass bei dem Fachpersonal mit der Expertise, eine Beatmung bei akutem Lungenversagen optimal durchführen zu können. „Salopp formuliert: Es handelt sich um Beatmungs-Know-how für Fortgeschrittene, das für die Behandlung notwendig ist und nicht ohne Weiteres abgerufen werden kann.“

Regelungen zur Eindämmung der Pandemie beachten

Christian Stoffers abschließend: „Wir appellieren daher eindringlich, die Regelungen zur Eindämmung der Pandemie unbedingt zu beachten und sich mit dem Virus kein gefährliches Ei ins Nest legen zu lassen beziehungsweise andere hiervor zu schützen.“

Intensivmedizin in Zeiten der Corona-Pandemie. Die Kliniken befürchten, dass die Zahlen auf den Intensivstationen steigen werden.
Die heimischen Kliniken befürchten, dass sich die Zahl der leeren Betten auf den Corona-Stationen noch mehr füllen werden.
Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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