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Neue Gastronomie im Kulturbahnhof
"Fünf10": Herzlichkeit inklusive

Karl-Ludwig Völkel, Alexander Nikolay (AWo), Kreuztals Stadträtin Edelgard Blümel und Landrat Andreas Müller freuten sich über die gelungene Sanierung im Kulturbahnhof und freuen sich auf das neue Gastroangebot des inklusiven Restaurants.
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  • Karl-Ludwig Völkel, Alexander Nikolay (AWo), Kreuztals Stadträtin Edelgard Blümel und Landrat Andreas Müller freuten sich über die gelungene Sanierung im Kulturbahnhof und freuen sich auf das neue Gastroangebot des inklusiven Restaurants.
  • Foto: Anja Bieler-Barth
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nja Kreuztal.  Dreieinhalb Monate Planungs- und Umbauzeit fanden am Freitagabend einen freudigen Abschluss: Im Kreuztaler Kulturbahnhof wurde mit einem Empfang die (Wieder-)Eröffnung des inklusiven Gastronomiebetriebs der Arbeiterwohlfahrt Siegen-Wittgenstein/Olpe unter dem Namen „Restaurant und Bar Fünf10“ gefeiert. Wie berichtet, musste das „Fünf10“ zum Jahresende aus seiner bisherigen Bleibe im Geisweider Technologiezentrum TZ ausziehen.  Anfangs habe er ein schlechtes Gewissen gehabt, erinnerte sich Siegen-Wittgensteins Landrat Andreas Müller an den Moment, als er die AWo auf den notwendigen Auszug aus dem TZ vorbereitet habe: „Das schlechte Gewissen ist nun aber verschwunden – Sie haben sich hier eindeutig verbessert“, betonte er gestern Abend voller Freude.

nja Kreuztal.  Dreieinhalb Monate Planungs- und Umbauzeit fanden am Freitagabend einen freudigen Abschluss: Im Kreuztaler Kulturbahnhof wurde mit einem Empfang die (Wieder-)Eröffnung des inklusiven Gastronomiebetriebs der Arbeiterwohlfahrt Siegen-Wittgenstein/Olpe unter dem Namen „Restaurant und Bar Fünf10“ gefeiert. Wie berichtet, musste das „Fünf10“ zum Jahresende aus seiner bisherigen Bleibe im Geisweider Technologiezentrum TZ ausziehen.  Anfangs habe er ein schlechtes Gewissen gehabt, erinnerte sich Siegen-Wittgensteins Landrat Andreas Müller an den Moment, als er die AWo auf den notwendigen Auszug aus dem TZ vorbereitet habe: „Das schlechte Gewissen ist nun aber verschwunden – Sie haben sich hier eindeutig verbessert“, betonte er gestern Abend voller Freude.
Wer weiß, wie die rund 300 Quadratmeter vor der Rundumsanierung im Frühherbst noch aussahen, der darf sich nun die Augen reiben: Helle Holztöne, ein modernes Lichtkonzept, eine Loungeecke, die weitläufige Theke und der lichte Restaurantbereich – insgesamt 127 Sitzplätze plus 60 in der Außengastronomie: Dies alles lädt ab diesem Samstag zum Verweilen ein. Zwei Jahre lang stand die städtische Filet-Immobilie zuvor bekanntlich leer.

Fitmachen für ersten Arbeitsmarkt

18 AWo-Mitarbeiter sind es zurzeit, 20 sollen es bald werden, bei zehn von ihnen handelt es sich um Männer und Frauen mit Behinderung, berichteten AWo-Geschäftsführer Dr. Andreas Neumann und Betriebsleiter Alexander Nikolay. Hand in Hand werde in allen Arbeitsbereichen, die Restaurant und Bar benötigen, an einem Strang gezogen. Ziel ist es dabei natürlich auch, die Menschen mit Handicap fit für den ersten Arbeitsmarkt zu machen.  Das Interesse an der neuen Gastronomie, die Frühstück und Mittagsbuffet, Catering sowie freitags- und samstagsabends einen Barbetrieb mit Snacks anbietet, sei schon groß, freute sich Nikolay und sprach von bislang 34 Eventbuchungen für 2020, darunter neun Hochzeiten und auch schon eine Weihnachtsfeier.

Nachhaltigkeit ein Thema

Dr. Neumann freute sich, dass nun auch Laufkundschaft am „Fünf10“ vorbeikomme. Seitdem das inklusive Restaurant 2013 in Geisweid eröffnet worden sei, habe man es stetig fortentwickelt, sagte Karl-Ludwig Völkel, Vorstandsvorsitzender des AWo-Kreisverbands. Das neue Ambiente sei stilvoll und barrierefrei und biete den idealen Rahmen für das inklusive Gastrokonzept. Den Partnern Stadt Kreuztal und Krombacher Brauerei dankte er für das Vertrauen. Das Restaurant solle eine „nachhaltige Bereicherung für Kreuztal sein“. Nachhaltigkeit werde insgesamt groß geschrieben, sagte Nikolay u. a. mit Blick auf den Umstand, dass das neue „Fünf10“ als „erster Gastronomiebetrieb in Südwestfalen das Greentable-Zertifikat“ – es wird von einer Non-Profit-Initiative verliehen – erhalten habe. Das Stammteam aus Geisweid wechselte mit nach Kreuztal. Schon dort hätten die vielen Stammgäste – 40 waren auch zur Kreuztaler Eröffnung eingeladen – die „charmante Freundlichkeit und Herzlichkeit“ geschätzt.

Stadt als Eigentümerin investierte

„Die Gesamtinvestition der Stadt in Höhe von 108 000 Euro für Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen im Bestand und für die Investition in eine neue Theke im Gastraum haben sich – nun sichtbar für uns alle – gelohnt“, freute sich Kreuztals Stadträtin Edelgard Blümel in Vertretung von Bürgermeister Walter Kiß. Es sei ein Ort geschaffen worden, „der frei ist von Barrieren, Vorurteilen und Ausschlussmechanismen“. Die Mitarbeiter würden in ihren sozialen Kompetenzen gestärkt: „Die Maßnahme begleitet sie in ihrem Bestreben, ein emanzipiertes und erfolgreiches Leben zu führen, sie ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe und ökonomische Unabhängigkeit.“ Ein erfolgreiches Integrations- und Ausbildungsprojekt werde fortgesetzt – die Arbeit zeige, wie wichtig es sei, „die Vielfalt zu akzeptieren und ein gesellschaftliches Miteinander unabhängig von Behinderung, Sprache, Religion oder ethnischer Herkunft zu pflegen und voranzutreiben“. Die Stadt Kreuztal sei stolz darauf, mit der Verpachtung der Immobilie ein solches Vorzeigeprojekt unterstützen zu dürfen.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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