Für 150 Jahre sehr gut gehalten

 Die Volksbank-Vorstände Kerstin Lauber und Kai Wunderlich freuen sich nicht nur über eine gute Bilanz, sondern auch auf das 150-jährige Bestehen. Foto: Björn Weyand
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bw - Den Tag für die Vorstellung der Geschäftszahlen des Jahres 2018 hatte der Vorstand der Volksbank Wittgenstein mit Bedacht ausgewählt: Auf den Tag genau 150 Jahre nach der Gründung der heimischen Genossenschaftsbank präsentierten Kerstin Lauber und Kai Wunderlich am Donnerstag eine Bilanz, die im Kern das wiedergibt, wofür die Volksbank Wittgenstein in all den Jahren gestanden hat: für Stabilität und für Wachstum. In diesem Sinne ist die Volksbank Wittgenstein ihrem Kurs auch im vergangenen Geschäftsjahr treu geblieben und steigerte dabei die Kreditvergabe an Unternehmen und Privatleute spürbar. Im Jubiläumsjahr zeigen die Zahlen eines, wie Vorstandsmitglied Kerstin Lauber betonte: „Die Idee damals, eine zweite Bank vor Ort zu gründen, war gut und es funktioniert bis heute.“ Das Genossenschaftsmodell ist im 21. Jahrhundert immer noch modern und kommt nicht aus der Mode – die Zahlen bestätigen das:

Die Bilanzsumme stieg im vergangenen Jahr noch einmal solide um 3,9 Prozent auf 196,7 Mill. Euro (2017: 191,3 Mill. Euro). Es ist ein neuer Höchstwert.

Das Kunden-Gesamtvolumen stieg auf 403 Mill. Euro (2017: 386 Mill. Euro).

Die Volksbank Wittgenstein weitete die Kredite an Unternehmen und Privatpersonen um 31,3 Mill. Euro aus. Absolut stieg das Kreditivolumen dadurch auf 94,7 Mill. Euro (2017: 89,7 Mill. Euro).

Bei den Kundeneinlagen verzeichnete die Genossenschaftsbank ein Wachstum in Höhe von 4 Prozent auf 168,1 Mill. Euro (2017: 161,5 Mill. Euro).

Die Zahl der Mitglieder ist stabil geblieben, trotz des demografischen Wandels: So hatte die Volksbank Wittgenstein am Ende des Jahres insgesamt 6189 genossenschaftliche Miteigentümer (2017: 6133).

Die Volksbank hat im vergangenen Jahr 23 Beratungen für potenzielle Existenzgründer durchgeführt. Durch neue Unternehmen sind 27 Arbeitsplätze entstanden.

Das stabile Wachstum hat gute Gründe. Stichwort Kredite: Hier spiegele sich zum einen die Investitionsfreude der Wittgensteiner Wirtschaft und zum anderen das steigende Interesse der Bürger an Wohneigentum wider. „Das regionale Engagement gehört zu unserem Kerngeschäft, das schlägt sich sowohl in unserer Kreditvergabe nieder als auch in unserem Einsatz für Vereine und örtliche Genossenschaften“, erläuterte Kai Wunderlich.

Gutes Stichwort: Die Volksbank hat im vergangenen Jahr mehr als 40 Vereine und Institutionen (Kindergästen und Schulen) mit Spenden und Zuwendungen in einer Höhe von insgesamt 35 000 Euro gefördert und unterstützt. Beispielhaft nannten die Vorstandsmitglieder etwa die Kinderferienspiele in Bad Berleburg und in Erndtebrück oder auch die Sanierung des Sportplatzes in Dotzlar. Dieses Engagement will das Kreditinstitut in seinem Jubiläumsjahr weiter fortsetzen (vgl. Extra-Bericht).

Stichwort Kundeneinlagen: Das Sparen liege in der Natur der Wittgensteiner, hob Kerstin Lauber hervor. Trotz der Niedrigzinsphase war die Volksbank für Privatpersonen und mittelständische Unternehmen weiterhin als sicherer Verwalter von Vermögenswerten gefragt. Auf Vorjahresniveau liegt der Jahresüberschuss. Kerstin Lauber: „Damit können wir, auch vor dem Hintergrund der herausfordernden Niedrigzinsphase, zufrieden sein.“ In den kommenden Wochen finden die Mitgliederversammlungen der Volksbank statt.

Abseits der normalen Dienstleistungen einer Bank bot das Geldinstitut im vergangenen Jahr auch wieder das eine oder andere Erlebnis – nicht nur für seine Mitglieder. Die Messe „Wir in Wittgenstein“ fand, „am kältesten Wochenende des Jahres“ (so Kai Wunderlich), in Schameder statt. Trotz der frostigen Temperaturen sei die Resonanz wieder gut gewesen, für die Teilnehmer hätten sich „sinnstiftende Gespräche“ ergeben, erinnerte sich Kai Wunderlich in seinem Rückblick. Sehr gut sei das Interesse der Jungen und Mädchen am alljährlichen Malwettbewerb gewesen, auch das Quiz kam gut an. Neben einer Reise nach Südengland und Wanderungen fand erstmalig der Wittgensteiner Wirtschaftstreff statt – die Veranstaltung soll im Rhythmus von anderthalb Jahren wiederholt werden.

Unterm Strich fällt die Bilanz also wieder positiv aus, so dass Kerstin Lauber zu dem Schluss kam: „Für unser Jubiläumsjahr sind wir gut aufgestellt.“ Und obwohl in der Nachbarschaft gerade eine weitere Fusion zur Volksbank Südwestfalen vollzogen wurde, besteht in der Wittgensteiner Genossenschaftsbank gar kein Handlungsdruck, wie Kerstin Lauber und Kai Wunderlich berichteten. Wieso auch? Die Volksbank Wittgenstein strotzt ja in ihrem 150. Jahr vor Vitalität und Gesundheit und das liege nicht zuletzt an der Nähe und der engen Bindung zum Kunden.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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