Für die Zukunft aller Kinder

Kreisverband des Deutschen Kinderschutzbunds präsentierte »Siegener Erklärung«

dk Siegen. Seit mittlerweile 25 Jahren setzt sich der Kreisverband Siegen-Wittgenstein des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) in der Region dafür ein, dass Kinder in materieller, sozialer und emotionaler Sicherheit aufwachsen und ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln und entfalten können – getreu dem Motto des Bundesverbandes: »Gemeinsam für die Zukunft aller Kinder«.

Anlässlich dieses Jubiläums fanden am Freitag und Samstag die Fachtagung und die Mitgliederversammlung des DKSB-Landesverbandes NRW im Siegener Medien- und Kulturhaus Lÿz statt, wo an Infoständen und in einer Podiumsdiskussion u.a. Spar- und Förderkonzepte wie etwa die Kooperation mit Wirtschaftsunternehmen oder die Bedeutung öffentlicher Zuschüsse thematisiert wurden.

In seiner Rede lobte Siegens Bürgermeister Ulf Stötzel die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und DKSB und hoffte, dass die eingeschlagenen Wege weitergegangen würden: »Denn sie dienen dem Wichtigsten was wir haben: unseren Kindern!«

Mit großer Sorge verfolgt der DKSB derzeit hingegen die allgegenwärtige Spardiskussion, da die Lebenssituation vieler Kinder in Nordrhein-Westfalen Veränderung und das bürgerschaftliche Engagement, welches in dem Verband eine lange Tradition hat, Unterstützung brauchten. Auf der Fachtagung am Freitag erarbeiteten daher 40 Experten unter der Federführung von Prof. Dr. Hans-Jürgen Schimke, Vorstandsmitglied des Landesverbandes NRW, die »Siegener Erklärung an die Handelnden in Politik, Wirtschaft und an die Öffentlichkeit«, welche am Samstag von den Delegierten der Mitgliederversammlung verabschiedet wurde.

Gefordert wird darin, den Sozialstaat nicht zu Lasten von Kindern und Eltern umzubauen, sondern eine Neubestimmung des Verhältnisses zwischen Individuum, Staat und Gesellschaft, um gleiche Lebenschancen für alle Kinder zu ermöglichen. Der Vorsitzende des DKSB-Landesverbandes NRW, Dieter Greese, betonte, dass man nicht nur auf die staatliche Finanzierung vertraue und keinesfalls darauf aus sei, öffentliche Mittel abzuschöpfen. Man setze vielmehr weiterhin auf die eigene Kraft und die langjährige Erfahrung, Bürger aktivieren zu können, um besonders Armutsproblematik und familiäre Instabilität, von denen immer mehr Kinder betroffen seien, zu bekämpfen.

Angesichts der finanziell schwierigen Lage verwies er aber auch auf den prägnanten Schlusssatz der Erklärung: »Unverzichtbar bleibt: Bürgerschaftliches Engagement kann sich nur da entfalten, wo eine strukturell abgesicherte und staatlich geförderte Daseinsvorsorge besteht.« Einen weiteren Appell zur Wahrnehmung sozialer Verantwortung, z.B. durch Spenden oder familienfreundliche Arbeitsbedingungen, richtete der Landesverbandsvorsitzende an die Wirtschaft: »Diejenigen, die die sozialen Probleme schaffen, müssen auch die Verantwortung übernehmen, dass die nachwachsende Generation stark wird in unserer Gesellschaft.«

Dieser Appell ist laut Ingrid Freter, Vorsitzende des DKSB-Kreisverbandes, im angelsächsischen Raum gang und gäbe, und auch schon mit Erfolg in Essen und Köln durchgeführt worden. Zumal die Zusammenarbeit mit dem DKSB auch für Unternehmen vorteilhaft sei, da sie imagefördernd und marktverbessernd wirke. Städte wie Essen und Köln seien mit Siegen zwar nicht vergleichbar, dennoch sei sie zuversichtlich, dass sich in der Region vor allem bei mittelständischen Unternehmen in Bezug auf Sponsoring etwas entwickle. Ein positives Beispiel sei dafür bereits das Jugend- und Bürgerzentrum »Dr. Ernst-Schuppener Haus« am Heidenberg, an dem sich zahlreiche Firmen mit Sachleistungen beteiligt hatten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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