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Heimische Hotels reagieren unterschiedlich
Für „Familienbesucher“ über Weihnachten geöffnet

Zu den hohen Festtagen sind Übernachtungen im Hotel erlaubt – allerdings nur zum Zwecke von Verwandtschaftsbesuchen. Die meisten Schlüssel werden aber wohl auch über Weihnachten hängen bleiben.
  • Zu den hohen Festtagen sind Übernachtungen im Hotel erlaubt – allerdings nur zum Zwecke von Verwandtschaftsbesuchen. Die meisten Schlüssel werden aber wohl auch über Weihnachten hängen bleiben.
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  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

nja Siegen/Olpe. Weihnachten ist das Fest der Familie! Das wird, nach jetzigem Stand der Dinge, auch im Pandemie-Jahr 2020 vielerorts so sein: Treffen im engsten Angehörigenkreis mit höchstens zehn Personen sind erlaubt, wobei Kinder unter 14 Jahren nicht einmal mitzählen. Damit dieses Familienglück nicht nur jenen vergönnt ist, die nah beieinander wohnen, sondern z. B. auch Kindern und Kindeskindern, die zum Weihnachtsfest eine weitere Anreise, bei Mama oder Opa aber kein Gästezimmer haben, erlaubt NRW-Landesvater Armin Laschet zu den hohen Festtagen Übernachtungen im Hotel (die SZ berichtete). Wohlgemerkt nur zum Zwecke des Verwandtschaftsbesuchs. Zu überprüfen dürfte dieser Anlass allerdings wohl kaum sein.

nja Siegen/Olpe. Weihnachten ist das Fest der Familie! Das wird, nach jetzigem Stand der Dinge, auch im Pandemie-Jahr 2020 vielerorts so sein: Treffen im engsten Angehörigenkreis mit höchstens zehn Personen sind erlaubt, wobei Kinder unter 14 Jahren nicht einmal mitzählen. Damit dieses Familienglück nicht nur jenen vergönnt ist, die nah beieinander wohnen, sondern z. B. auch Kindern und Kindeskindern, die zum Weihnachtsfest eine weitere Anreise, bei Mama oder Opa aber kein Gästezimmer haben, erlaubt NRW-Landesvater Armin Laschet zu den hohen Festtagen Übernachtungen im Hotel (die SZ berichtete). Wohlgemerkt nur zum Zwecke des Verwandtschaftsbesuchs. Zu überprüfen dürfte dieser Anlass allerdings wohl kaum sein.

Aktuell dürfen nur Geschäftsreisende ins Hotel

„Es ist wichtig, dass diese Entscheidung nun vorliegt und die Betriebe Klarheit haben“, sagt Lars Martin, stellv. Hauptgeschäftsführer beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Westfalen. „Grundsätzlich begrüßten wir die Öffnung – Hotels und Gaststätten sind schließlich Teil der Lösung und nicht das Problem. Es ist gewiss sicherer, in einem gemäß Hygienekonzept gereinigten, geräumigen Hotelzimmer zu schlafen als in einer beengten Wohnung, vielleicht irgendwo auf einer Matratze. Womit ich nicht sagen will, dass es dort nicht sauber ist! Aber eine regelmäßige professionelle Reinigung bietet andere Standards.“
Derzeit dürfen nur Geschäftsreisende in den Hotels nächtigen. Dies seien nicht so viele wie in Zeiten vor dem Teil-Lockdown oder der Pandemie überhaupt. Tagungen fielen aus; hauptsächlich checkten derzeit Monteure ein. Ob es sich für Betriebe lohne, alleine für die Weihnachtstage zu öffnen, stehe auf einem anderen Blatt. Ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor sei dies sicherlich nicht.

Stadthotel Olpe hat kein Verständnis für Laschet-Entscheidung

Eine kleine Umfrage in der Branche zeigt kein einheitliches Stimmungsbild. Die Meinungen gehen durchaus auseinander, die Blickwinkel sind unterschiedlich. Kein Verständnis für Laschets Entscheidung hat z. B. Thomas Koch (Kochs Stadthotel Olpe): „Während unserer Hauptgeschäftsphase im November und Dezember dürfen wir trotz hoher Hygienemaßstäbe nur Geschäftsreisende empfangen. Und Weihnachten dürfen wir dann kurz mal weitergehend öffnen? Ich befürchte, das wird den Lockdown nach hinten verschieben.“ 52 Betten gibt es im Stadthotel. Sie werden Weihnachten leer bleiben: „Der Aufwand, auch für die Werbung, ist zu aufwendig. Heute haben wir offen für Kunden der Industrie, das kostet schon viel Kraft und Aufwand, und es bleibt finanziell nicht viel hängen. Es sind schwierige Zeiten.“

Finanziell rechnen wird sich der Weihnachtsbesuch nicht

„Ich finde es gut, wenn Familien auf diese Weise zusammenkommen können. Wir sind ja da.“ Dies ist die Einstellung von Thomas Stahl aus dem Krombacher Hotel Zum Anker. Finanziell bringen werde der Weihnachtsbesuch aber sicherlich nichts. Zwölf Einzel- und sechs Doppelzimmer gibt es im „Anker“, immer wieder schlafen in der jetzigen Phase vor allem Monteure großer Nordsiegerländer Betriebe in seinem Haus – aber deutlich weniger als sonst. Auch an früheren Weihnachtstagen habe er schon mal Gäste begrüßt, die auf Verwandtschaftsbesuch waren.

Hotel Lahnblick in Bad Laasphe bleibt zu

Mike Mescheder leitet das Hotel Lahnblick in Bad Laasphe, traut dem Braten noch nicht so ganz und hat für sein Haus die Entscheidung getroffen: „Wir haben seit Anfang November geschlossen und werden auf keinen Fall Weihnachten öffnen. Das rentiert sich nicht.“ An Übernachtungsgäste, die auf Familienbesuch waren, kann er sich aus den Vorjahren nicht erinnern. Begrüßen durfte er in nichtpandemischen Zeiten aber Urlauber, die eines der Hotel-Arrangements, z. B. bis ins neue Jahr hinein, gebucht und genossen haben. Das aber ist in diesen so merkwürdigen Zeiten leider Zukunftsmusik.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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