Für Wisente im Schneckentempo?

 Nein, noch gibt es diese Schilderkombination zwischen Bad Berleburg und Kühhude nicht. Aber eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30, um Unfälle von Fahrzeugen mit Wisenten zu vermeiden, wird beim Kreis derzeit geprüft. Fotomontage: SZ
  • Nein, noch gibt es diese Schilderkombination zwischen Bad Berleburg und Kühhude nicht. Aber eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30, um Unfälle von Fahrzeugen mit Wisenten zu vermeiden, wird beim Kreis derzeit geprüft. Fotomontage: SZ
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bw - Die Zahl der Menschen, die schon die frei lebende Wisent-Herde im Tal zwischen Bad Berleburg und Kühhude beobachten konnten, ist nicht gerade gering. Dort halten sich die Tiere sehr gerne auf – und sie kreuzen auch die Kreisstraße. Für Landrat Paul Breuer ist genau das Grund genug, um eine Verschärfung des Tempolimits auf der Strecke wie auch für einen Teil der Kreisstraße von Wingeshausen über Jagdhaus nach Fleckenberg untersuchen zu lassen. Diese Überprüfung habe er angewiesen, bestätigte der Landrat der SZ.

Seine Gedankenspiele rufen die SPD-Kreistagsfraktion auf den Plan, die in einer Pressemitteilung die Frage aufwarf: „Bald nur noch im Schneckentempo durch Wittgenstein?“ Genau diese Frage soll der Landrat in der nächsten Sitzung des Kreisverkehrsausschusses den Sozialdemokraten Anfang Dezember beantworten. Für einige Straßenabschnitte gehe es um angeblich „drastische Geschwindigkeitsbegrenzungen“, heißt es von Seiten der Genossen. Die Kreistagsfraktion will erfahren, ob das Gefahrenpotenzial bei der Begegnung von Kraftfahrzeugen mit Wisenten größer sei, als es bei einem Zusammentreffen mit anderem Wild der Fall ist.

SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Sittler stellt fest, dass es in den Wittgensteiner Wäldern ja viel mehr Schwarz- und Rotwild als Wisente gebe. So fügt der Richsteiner mit einer Spitze hinzu: „Möglicherweise muss die Bevölkerung in Zukunft mit Tempo 30 auf etlichen weiteren Landstraßen unserer Region mit häufigem Wildwechsel rechnen. Es sei denn, der Landrat hält die Wisente für schützenswerter als die übrigen Wildtiere.“

Der Schutz aller Tiere sei wichtig, stellte der Landrat gegenüber der SZ fest. „Aber es geht hier nicht um den Schutz der Wisente, sondern um den Schutz der Verkehrsteilnehmer“, verriet der Kreishaus-Chef die Hintergründe für das mögliche schärfere Tempolimit auf den Strecken zwischen Bad Berleburg und Kühhude sowie von Wingeshausen bis Fleckenberg. Das Verhalten der Wisente sei ja ganz anders als das anderer Wildtiere: „Sie springen nicht über die Straße, sondern sie bleiben stehen.“ Das sei eine ganz andere Gefahr als bei anderen Arten, „dem müssen wir Rechnung tragen“.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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