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DEHOGA startet Plakat-Aktion
Gäste sollen sich in Restaurants trotz Corona sicher fühlen

Lars Martin (Dehoga) betont: „Man kann wieder gepflegt essen und trinken gehen, ohne sich Sorgen um eine mögliche Ansteckung machen zu müssen.“
  • Lars Martin (Dehoga) betont: „Man kann wieder gepflegt essen und trinken gehen, ohne sich Sorgen um eine mögliche Ansteckung machen zu müssen.“
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

mir Siegen/Eiserfeld. Die sommerlichen Geschäfte im Biergarten waren ganz okay, die Gastronomen sind einigermaßen zufrieden, die Hoteliers eher nicht, weil Firmenkunden nicht mehr so viel reisen und stattdessen die Zoom-Meetings per Video für sich entdeckt haben.
Diese (Kurz-)Bilanz vorab, die im Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) organisierten Geschäftsleute haben eine weitere Botschaft: „Mit Sicherheit gut ausgehen“, das ist der Slogan einer am Dienstag vorgestellten Plakat-Aktion. Der Sinn dahinter ist die Initiative, einen weiteren Lockdown zu verhindern helfen.
Gastronomen werben um Vertrauen„Saubere Hände schaden nie“, sagt Thomas Kahmer vom Hotel Siegboot in Eiserfeld, er ist Kreisvorsitzender des Verbandes.

mir Siegen/Eiserfeld. Die sommerlichen Geschäfte im Biergarten waren ganz okay, die Gastronomen sind einigermaßen zufrieden, die Hoteliers eher nicht, weil Firmenkunden nicht mehr so viel reisen und stattdessen die Zoom-Meetings per Video für sich entdeckt haben.
Diese (Kurz-)Bilanz vorab, die im Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) organisierten Geschäftsleute haben eine weitere Botschaft: „Mit Sicherheit gut ausgehen“, das ist der Slogan einer am Dienstag vorgestellten Plakat-Aktion. Der Sinn dahinter ist die Initiative, einen weiteren Lockdown zu verhindern helfen.

Gastronomen werben um Vertrauen

„Saubere Hände schaden nie“, sagt Thomas Kahmer vom Hotel Siegboot in Eiserfeld, er ist Kreisvorsitzender des Verbandes. Seine Kollegen und er wollen Vertrauen schaffen bei den Menschen: Seht her, wir halten uns strikt an die Corona-Regeln. Zweiter Hintergrund: Die Gastro-Experten wollen wachrütteln, beim Eintragen in Listen oder dem Tragen von Masken haben sie zusehends Unverständnis unter den Gästen bemerkt.

To-go-Angebote kein vollständiger Ersatz

Den Landrat haben die Hoteliers und Gastronomen bewusst mit ins Boot geholt. Und Andreas Müller sieht in der Aktion eine angemessene Reaktion auf die Corona-Pandemie: „To-go-Angebote ersetzen nicht das Regelgeschäft, die Branche muss etwas tun, um die Jobs zu erhalten, das ist doch klar. Vorsicht, Vernunft und Verstand sind jetzt ganz wichtig.“

Hygiene wird großgeschrieben

Lars Martin, stellv. Hauptgeschäftsführer des Verbandes mit rund 300 Mitgliedern in Siegen-Wittgenstein, hat noch eine Botschaft: „Man kann wieder gepflegt essen und trinken gehen, ohne sich Sorgen um eine mögliche Ansteckung machen zu müssen.“ Die allermeisten Kollegen achteten sehr genau darauf, dass die aktuell notwendigen Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden. Unter allen Umständen wollen Martin und seine Kollegen einen Super-Spreader in der Branche vermeiden, bisher ist das gelungen.

Das richtige Tragen der Maske

Andrea Dielmann (Hotel Ewerts/ Deuz) sagt es plakativ: „Wer gut ausgehen will, ist bei uns Profi-Gastgebern gut aufgehoben. Wir sind sicherer als mancher private Gastgeber.“ Ja, Lars Martin vom Verband nickt zustimmend: „Die jetzt infizierten Menschen sind hauptsächlich Reiserückkehrer.“
Sebastian Weiß (Restaurant Bar/Siegen) stellt die Vernunft als Regel im Gastgewerbe nach vorne. „Wir dürfen es nicht durchgehen lassen, wenn eine Maske unter der Nase sitzt, das sind wir unseren Gästen schuldig, die sich daran halten.“ Thomas Kahmer pflichtet ihm bei: „Wenn jetzt wieder alles nach innen umzieht, werden wir noch mehr darauf achten.“ Gäste ohne Gesichtsschutz gibt es allerdings immer wieder, hat Jörg Vosselmann (Gästehaus Wilgersdorf) erlebt. Die fragen den Wirt danach, und der Gastgeber hat natürlich Einfach-Masken zur Hand.

Weihnachtsfeiern fallen wohl häufig aus

Herbst und Winter stehen vor der Tür. „Es wird nur wenige Weihnachtsfeiern geben, das wird richtig weh tun“, sagt Lars Martin für die gesamte Branche. Auch die übrigen planbaren Veranstaltungen, „bei denen man was verdienen kann“, sind rar. Weniger Hochzeiten und kaum Konfirmationsessen hat es zum Beispiel gegeben. Thomas Kahmer schaut skeptisch auf November und Dezember, die früher stärksten Monate im Jahr: „2020 werden wir nur auf 60 Prozent Umsatz kommen, weil wir weniger Tische und Stühle stellen dürfen. Ein Samstag mit 100 Essen? Geht nicht mehr.“

Firmen sind zurückhaltend

Wie steht es um die Hotels? Stefan Rübsamen (Hotel Doerr/Feudingen) spricht von nur noch wenigen Veranstaltungen, die Firmen seien zurückhaltend. Auch aus Sorge, die eigenen Leute könnten sich bei einer Betriebsfeier anstecken. Für Weihnachten habe man Reservierungen aus der Vor-Corona-Ära vorliegen. Jetzt stelle sich die Frage, ob die sich angesichts reduzierter Möglichkeiten realisieren ließen: „Kriegen wir das unter den Corona-Regeln hin? Es wird Einbußen geben, ohne Zweifel.“ Sebastian Weiß stimmt zu: Gerade erst hat eine Abteilung eines Krankenhauses einen reservierten Termin storniert. Aus Angst vor dem Virus.

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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