Ganztagsangebot gut angenommen

Birlenbacher Schule verzeichnet 43 Anmeldungen/Kaan-Marienborn soll 2007 folgen

sz Birlenbach. Die Offenen Ganztagsgrundschulen in Siegen boomen. Sieben an der Zahl gibt es mittlerweile in der Krönchenstadt, sechs davon stehen in der Trägerschaft der Stadt Siegen. Umgewandelt wurden in diesem Jahr die Birlenbacher Schule, die Spandauer Schule sowie die Obenstruthschule. Zuvor boten die Nordschule, Gilbergschule und Lindenbergschule Förderung und Freizeitaktivitäten bis in die Nachmittagsstunden hin an. In allen sechs städtischen Offenen Ganztagsgrundschulen sind aktuell 362 Kinder angemeldet. Selbst die Birlenbacher Schule, die in einem eher ländlichen Stadtbezirk anzutreffen ist, zählt 43 Mädchen und Jungen, die zumindest bis 15 Uhr betreut werden.

Der Birlenbacher Grundschulleiter Otto Flick, Schulamtsdirektor Wolf Kuhnke, Siegens Beigeordneter Steffen Mues, Volker Schubert als Vertreter des Ev. Kirchenkreises, der die Trägerschaft über das Angebot übernommen hat, sowie Horst Fischer und Hans-Hermann Weber von der städtischen Jugendverwaltung sowie Frank Wächtler als Leiter des Jugendtreffs Westhang stellten die Neuerung im provisorischen Speiseraum vor. 43 Anmeldungen – das waren über Erwarten viel, so der Schulleiter. Kalkuliert worden war mit 25 Anmeldungen. Flick: »Wir überlegen, ob wir nun mehr Personal brauchen.« Schließlich solle den Bedürfnissen der Kinder möglichst gut entsprochen werden. Vor allem unter den Erst- und Zweitklässlern befänden sich Schülerinnen und Schüler, die nach dem in der Regel vierstündigen Unterricht erst einmal eine Pause brauchten. Andere setzten sich lieber sofort an die Hausaufgaben. Um den verschiedenen Rhythmen zu entsprechen, müsste die Gruppe geteilt werden. Daraus resultiere vermutlich der besagte erhöhte Personalbedarf.

Bei den Hausaufgaben unterstützt werden die Jüngeren von Lehrern sowie einer Sozialpädagogin. Die älteren Kinder kooperieren dabei mit der Jugendhilfe des Treffs am Westhang. Zweimal pro Woche sind die Mädchen und Jungen der dritten und vierten Klassen im Jugendtreff zu Gast, dreimal läuft es umgekehrt. Zwischen Unterricht und Nachmittagsbetreuung liegt das Mittagessen. Wer will, kann dabei auf Mahlzeiten aus dem Fliednerheim, zurückgreifen. Aber auch diejenigen, die ihr Mittagessen von daheim mitbringen, sind in die Gemeinschaft integriert. Der Schulleiter: »Wir legen Wert auf eine Tischgemeinschaft.« Bis 15 Uhr wird gefördert. Danach beginnt die Zeit der Arbeits- oder Aktionsgemeinschaften. Das Angebot ist vielfältig, reicht vom Bogenschießen über den Computerkurs, die Kunst AG und Tanz bis hin zu Aikido. Schulleiter Flick: »Vor allem die türkischen Eltern wollten ihre Kinder unbedingt anmelden.« Aber beileibe nicht nur sie. Und so sind die Gruppen bunt gemischt.

Schulamtsdirektor Wolf Kuhnke ist ein gewisses Stadt-Land-Gefälle bei der Inanspruchnahme des Offenen Ganztagsangebotes bewusst. »Pro Kommune ist eine Offene Ganztagsgrundschule aber sinnvoll«, meint er mit Blick auf das Kreisgebiet. Auch wenn auf dem Land durchaus lange Schulwege damit verbunden sein könnten. Kuhnke: »Wenn erst einmal eine Ganztagsgrundschule da ist, bricht in der Regel der Damm.«

In Siegen ist – wie gesagt – die Akzeptanz wesentlich höher als erwartet. An der Lindenbergschule, so Steffen Mues, seien derzeit mit 91 Anmeldungen Kapazitätsgrenzen erreicht. Bestärkt fühlt sich der Beigeordnete in seinen nächsten Schritten. So wird ab 2007 die Grundschule Kaan-Marienborn voraussichtlich ein Offenes Ganztagsangebot machen. Auch in Geisweid wird nach einen geeigneten Schule gesucht.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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