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Nach Corona-Beratungen von Bund und Ländern
Gartencenter dürfen wieder öffnen

Flauschiges Häschen sucht neuen Besitzer: Die Osterdeko darf bald nicht mehr nur hinter Flatterband stehen – das wird nicht nur die Kunden freuen. Auch Filialleiter Josef Hartmann ist erleichtert, dass er bald wieder sein ganzes Sortiment zum Verkauf anbieten darf.
  • Flauschiges Häschen sucht neuen Besitzer: Die Osterdeko darf bald nicht mehr nur hinter Flatterband stehen – das wird nicht nur die Kunden freuen. Auch Filialleiter Josef Hartmann ist erleichtert, dass er bald wieder sein ganzes Sortiment zum Verkauf anbieten darf.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

ap Siegen. Seit Monaten sind Gastronomie und Einzelhandel geschlossen – und bleiben es auch weiterhin. Friseure hingegen durften ihre Arbeit zum 1. März wieder aufnehmen. Nachziehen dürfen ab 8. März auch Buchhandlungen sowie Blumengeschäfte und Gartenmärkte – mit entsprechenden Hygienekonzepten und einer Begrenzung von einem Kunden auf 10 Quadratmeter. Der Grund: Sie werden zum Einzelhandel des täglichen Bedarfs gezählt.
Aufatmen kann somit jetzt auch Josef Hartmann von Blumen Risse in Kreuztal-Buschhütten. Seit dem 22. Februar konnten in...

ap Siegen. Seit Monaten sind Gastronomie und Einzelhandel geschlossen – und bleiben es auch weiterhin. Friseure hingegen durften ihre Arbeit zum 1. März wieder aufnehmen. Nachziehen dürfen ab 8. März auch Buchhandlungen sowie Blumengeschäfte und Gartenmärkte – mit entsprechenden Hygienekonzepten und einer Begrenzung von einem Kunden auf 10 Quadratmeter. Der Grund: Sie werden zum Einzelhandel des täglichen Bedarfs gezählt.
Aufatmen kann somit jetzt auch Josef Hartmann von Blumen Risse in Kreuztal-Buschhütten. Seit dem 22. Februar konnten in seiner Filiale zwar schon Schnittblumen, Topf- und Gemüsepflanzen sowie Saatgut wie Samen, Zwiebeln, Pflanzkartoffeln und das nötige Zubehör zum Gärtnern erworben werden – Dekorationsartikel, Trockenblumen oder Geschenkartikel durften jedoch nicht zum Verkauf angeboten werden. „Wir sind zwar froh, dass wir unser Geschäft eingeschränkt offenhalten durften“, nimmt Hartmann vorweg, „aber unsere Kunden sind völlig verunsichert.“

Regelungen für Gartencenter stoßen auf Unverständnis

Was gekauft werden dürfe, was nicht, warum das so sei und ob man im Markt überhaupt etwas bekomme, habe er den besorgten Kunden in den vergangenen Tagen und Wochen immer wieder aufs Neue erklären müssen. Stündlich hätten die Kassiererinnen Artikel zurück in die Regale räumen müssen, die fälschlicherweise – sei es bewusst oder unbewusst – auf dem Band gelandet waren, erzählt der Leiter des Buschhüttener Gartencenters.
Die ganzen Auflagen habe irgendwann keiner mehr so richtig verstanden, weder die Kunden, noch er selbst. „Wenn wir einen Deko-Hasen in eine bepflanzte Schale gesetzt haben, war das okay, aber einzeln durften wir ihn nicht verkaufen.“ Völliger Irrsinn, wie er findet.
Dabei ginge der Verkauf der bunten Porzellaneier, Häschen und Co. gerade jetzt in die heiße Phase. „Wir haben nur noch vier Wochen“, betont Hartmann. „Wer will schon die Deko erst an den Feiertagen aufstellen?“, fragt er.

Saison für Garten- und Pflanzarbeiten in vollem Gange

Aber auch die Saison für Garten- und Pflanzarbeiten sei bereits in vollem Gange. „Bei dem schönen Wetter zieht es viele nach draußen“, sagt Hartmann. „Ein regelrechter Hype“– das habe auch das vergangene Jahr schon gezeigt. Er erinnert sich an lange Schlangen vor der Tür seines Gartencenters bis hin zu Einlasssperren – all das könnte dieses Jahr genauso passieren. Unter anderem würden auch Gartenmöbel oft schon im Frühjahr ausgesucht. „Gucken konnte man, kaufen aber nicht.“

Auch das habe viel Unverständnis bei den Kunden ausgelöst. Click and Collect sei nur selten genutzt worden. „Viele weichen dann doch lieber auf den Online-Kauf aus“, so der Filialleiter. Die erfreuliche Nachricht: Trotz der Sortimentseinschränkungen der vergangenen Wochen habe er weder weniger Kunden noch geringere Umsätze verzeichnen müssen. „Das Ärgernis ist aber trotzdem da.“ In seinem Betrieb mit 6000 Quadratmetern könne man schließlich sicher einkaufen, ohne sich zu infizieren. „Das ist aber auch in anderen Branchen möglich, ganz klar.“
Für die (Wieder-)Öffnung aller Bereiche fühlt sich Josef Hartmann jedenfalls bestens gewappnet: „Es ist alles vorbereitet. Wir müssen nur das Absperrband wegmachen“, lächelt er.

Autor:

Alexandra Pfeifer

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