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RE9 Siegen-Köln fällt aus
GDL-Ortsgruppenchef zum Bahnstreik: „Alle sind motiviert“

Keine leichten Zeiten für Bahnfahrer: Die Lokführer streiken innerhalb kurzer Zeit zum dritten Mal, der RE9 nach Köln wird nicht fahren.
  • Keine leichten Zeiten für Bahnfahrer: Die Lokführer streiken innerhalb kurzer Zeit zum dritten Mal, der RE9 nach Köln wird nicht fahren.
  • Foto: SZ-Archiv
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

mir Siegen/Düsseldorf. Der dritte Lokführerstreik auf den Zügen der Deutschen Bahn binnen kurzer Zeit steht ins Haus, seit Mittwoch 17 Uhr rollen kaum noch DB-Güterzüge durchs Land. Für Bahnreisende ganz besonders wichtig: Die Personenzüge sollen ab Donnerstag, 2 Uhr, bestreikt werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der RE9 von Siegen über Betzdorf nach Köln und weiter nach Aachen voll bestreikt.
RE9 fällt aus: Direktbus von Siegen nach Köln
"Wir Lokführer sind nicht allein, wir sind motiviert"
Die Gewerkschaft der Lokführer will voller Ernsthaftigkeit agieren, wie der Ortsgruppenchef Köln, Philipp Grams, der SZ am Telefon versichert hat. „Zur RE9 kann ich vor dem Start des Streiks nichts sagen. Ja, wir haben alle unsere Mitglieder zum Streik aufgerufen, alle sind motiviert.

mir Siegen/Düsseldorf. Der dritte Lokführerstreik auf den Zügen der Deutschen Bahn binnen kurzer Zeit steht ins Haus, seit Mittwoch 17 Uhr rollen kaum noch DB-Güterzüge durchs Land. Für Bahnreisende ganz besonders wichtig: Die Personenzüge sollen ab Donnerstag, 2 Uhr, bestreikt werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der RE9 von Siegen über Betzdorf nach Köln und weiter nach Aachen voll bestreikt.

RE9 fällt aus: Direktbus von Siegen nach Köln

"Wir Lokführer sind nicht allein, wir sind motiviert"

Die Gewerkschaft der Lokführer will voller Ernsthaftigkeit agieren, wie der Ortsgruppenchef Köln, Philipp Grams, der SZ am Telefon versichert hat. „Zur RE9 kann ich vor dem Start des Streiks nichts sagen. Ja, wir haben alle unsere Mitglieder zum Streik aufgerufen, alle sind motiviert. Wir Lokführer sind nicht allein, wir sind motiviert, zu uns gehören auch Fahrdienstleiter und andere wichtige Mitarbeiter der DB.“
Der Kölner GDL-Chef macht deutlich, wie die Lage an der Front ist. Eine Schlichtung sei ja schon einmal gescheitert, diese Maßnahme neu zu fordern, das sei nicht zielführend. Es gebe mehrere Knackpunkte bei der Tarifauseinandersetzung. Die Prozentzahl und die Laufzeit seien wichtig, insgesamt gehe es um 56 Einzelpunkte. Grams: „Unterm Strich ein Drittel weniger, das ist nicht hinnehmbar.“

Ganz sensibel sei das Teilthema Betriebsrente. „Definitiv, da wollen wir eine Kürzung oder gar eine Streichung nicht hinnehmen müssen“, so Grams. „Wir sind in Zeiten der Pandemie nicht ins Homeoffice gegangen, konnten wir ja gar nicht. Wir sind immer rausgefahren, teils mit leeren Zügen. Bei Wind und Wetter, mit und ohne Coronavirus.“ Das bitteschön müsse der Arbeitgeber, die Deutsche Bahn, anerkennen. Und auch in Rechnung stellen bei den Lohn- und Gehaltszahlungen an die Mitarbeiter. Grams: „Die Betriebsrente wollen wir auf gar keinen Fall verlieren. Wer weiß denn, ob die normale Rente noch gesichert ist? Und wie lange überhaupt.“

GDL kritisiert "permanente Blockadehaltung der Deutschen Bahn"

Total entschlossen ist auch Benjamin Hauschild, Ortsgruppenchef der GDL im Sektor Finnentrop-Altenhundem: „Die Streikbereitschaft ist riesengroß. Warum? Das ist leicht erklärt. Die permanente Blockadehaltung der Deutschen Bahn, mit der Bundesregierung im Rücken, muss aufhören.“ Hauschild sieht es deshalb als vollkommen legitim an, in diesem Maße zu streiken. Der Arbeitgeber sei scheinbar nicht gewillt, sich zu bewegen, „daher greifen wir zum letzten Mittel, und das ist nun mal der Streik.“

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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