Mehrfach beschädigte Figuren bald im Siegener Schlosspark
Gebrüder Busch ziehen ins Grüne

Die Figuren der Brüder Adolf und Fritz Busch sollen vom Herrengarten in den Schlosspark umziehen – entweder in ein Blumenbeet über den Zuschauerrängen des Musikpavillons (großes Bild) oder vor die sanierte Schlossmauer (kleines Bild/Fotomontagen).
  • Die Figuren der Brüder Adolf und Fritz Busch sollen vom Herrengarten in den Schlosspark umziehen – entweder in ein Blumenbeet über den Zuschauerrängen des Musikpavillons (großes Bild) oder vor die sanierte Schlossmauer (kleines Bild/Fotomontagen).
  • Foto: Stadt Siegen
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

js Siegen. Die Brüder Adolf und Fritz Busch hatten kein leichtes Spiel in ihrer Heimat – und auch die beiden an sie erinnernden überlebensgroßen Betonfiguren, die 2017 geschaffen und am neuen Siegufer vor dem Herrengarten-Komplex aufgestellt wurden, mussten in Siegen bereits mehrfach leiden. Bald, so die Hoffnung der Verwaltung, könnte ein neuer Standort auch den Vandalismus in die Schranken weisen. Pünktlich zur anstehenden Umgestaltung des Herrengartens wird das Brüder-Busch-Denkmal im April seine jetzigen Fundamente verlassen – demnächst soll es in den Schlosspark wandern.

Fritz-Figur 2018 komplett zerstört

Die 2,27 bzw. 2,20 Meter hohen Beton-Männer wurden am Herrengarten mehrfach beschädigt. Im Sommer 2018 wurde die Fritz-Figur sogar komplett zerstört, musste neu hergestellt werden. 11.000 Euro musste die Stadt dafür bezahlen. Anfang April 2019, nur vier Monate, nachdem das Duo wiedervereint war, wurde die Figur des Geigers Adolf Busch vollständig mit einer Silberschicht überzogen. In beiden Fällen wurden die Täter nicht gestellt.
Die Siegener Kultur-Abteilung hat nun das Atelier der Bildhauerin Christel Lechner (Witten) damit beauftragt, die Figur fachgerecht – mit Trockeneisnebel – von der Silberschicht zu befreien und die ursprünglichen Farben zu rekonstruieren. Auch die Figur des Dirigenten Fritz Busch soll in diesem Zuge ausgebessert werden; er selbst weist zahlreiche kleinere Kratzer und Kritzeleien auf. Rund 2800 Euro wird das den Steuerzahler kosten.

Musiker sollen beim Musikpavillon stehen

Dass das Figurenensemble wieder am Herrengarten aufgestellt wird, ist vom Tisch – selbst wenn der wieder in eine schmucke Aufenthaltsfläche verwandelt werden soll. Sie sollen künftig im Schlosspark an die beiden in Siegen geborenen Musiker erinnern, die in der NS-Zeit die Heimat verließen und international Karriere machten. Sie sollen einen Platz in der Nähe des neuen Musikpavillons finden, der im Zuge des Projekts „Rund um den Siegberg“ gebaut wird – und zwar oberhalb der Zuschauerränge.
Über den genauen Standort wird sich in Kürze die Kommunalpolitik verständigen. Infrage kommt ein Standort mitten in einem Blumenbeet oder aber der Grünstreifen vor der sanierten Stadtmauer.
Im Schlosspark sollen die beiden Figuren nicht nur als gestalterisches Element dienen – hier steht auch der Bezug zur Musik deutlicher im Vordergrund. Außerdem ist der Schlosspark für sie sicherer als der Herrengarten – Vandalismusfälle sind hier selten, zumal das Gelände nachts verschlossen ist.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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