Gedenkveranstaltung in Siegen

3000 Siegener gingen 2008 auf die Straße – um an die Bombardierung zu erinnern und um sich einer rechten Kundgebung entgegenzustellen. Archivbild: kalle
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db - Am 16. Dezember 1944 wurde Siegen durch einen Bombenangriff zu 80 Prozent zerstört, 348 Menschen starben. Schon lange hält die Krönchenstadt an diesem Tag in Gedenken inne. So auch am Dienstag, 16. Dezember, wenn sich das Datum zum 70. Mal jährt.

Auch in diesem Jahr wird der Tag mit einem stillen Gedenken um 15 Uhr am Dicken Turm des Unteren Schlosses beginnen. Dabei wird aber nicht, wie sonst üblich, das Glockenspiel erklingen. Das mutwillig zerstörte Geläut wird durch die Lehrer des Blechbläserensembles des Peter-Paul-Rubens-Gymnasiums ersetzt. Von 15.30 bis 17.15 Uhr gibt es dann insgesamt 15 Stationen der Mitglieder des Bündnisses. Wer möglichst viele sehen möchte, der sollte sich dem Allgemeinen Studierendenausschuss der Uni anschließen, der ab dem Dicken Turm eine Führung anbietet.

Neu dabei ist das Junge Theater im Aktiven Museum Südwestfalen: Es präsentiert eine szenische Ausstellung – ein erster Schritt in Richtung eines ganzen Theaterstückes, das ab Sommer 2015 durch die Schulen touren soll, wie Regisseur Lars Dettmer erklärte. Ausschnitte daraus werden in anderer Form ab 15.45 Uhr präsentiert.

Um 17.30 Uhr findet die gemeinsame Abschlussveranstaltung im Rathaus statt. Daran schließt sich die Verlegung eines Stolpersteins am Brüderweg 141 an. Nächster Programmpunkt ist der ökumenische Gottesdienst in der Nikolaikirche (18 Uhr). Michael Schulze von Glaßer hält um 19.30 Uhr in der Bismarckhalle einen Vortrag zu „Stoppt den Werbefeldzug der Bundeswehr an Schulen und Hochschulen“. Den Gedenktag beschließen wird um 20 Uhr ein Konzert der Kantorei in der Nikolaikirche. Zu Gehör gebracht wird ein Requiem von Rudolf Mauersberger, das er unter dem Eindruck der Zerstörung Dresdens komponierte.

Erstmals gibt es auch eine Broschüre, die die Bürger über die Bedeutung des 16. Dezember aufklären soll. Der Gedenktag selbst ist als Demonstration angemeldet. Auch, um möglichen rechtsgerichteten Gegenveranstaltungen keinen Platz zu bieten. 

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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