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Waldbesucher ignorieren Hinweisschilder
Gefahr durch Baumfällarbeiten wird unterschätzt

Wenn schwere Fichten außer Kontrolle geraten, ist das lebensgefährlich. Die Waldbesitzer bitten daher die Bürger, auf die Hinweisschilder und Absperrungen zu achten.
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  • Wenn schwere Fichten außer Kontrolle geraten, ist das lebensgefährlich. Die Waldbesitzer bitten daher die Bürger, auf die Hinweisschilder und Absperrungen zu achten.
  • Foto: kalle
  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

kalle Eisern. Die Fällarbeiten auf der „Faulen Birke“ laufen rund um die Uhr, an sieben Tagen die Woche. Geräumt werden die fast wertlosen Fichten, die von Borkenkäfern niedergestreckt worden sind. Nachts sind die Bereiche, die abgeholzt werden, von Strahlern hell angeleuchtet. 12 000 bis 15 000 Festmeter Fichten fallen dem Harvester zum Opfer. Dicke Nadelbäume – häufig am Wegesrand zu finden – werden noch per Hand gefällt. Dann verschwindet das Holz in Containern, die per Schiff nach China geschafft werden.Egal ob Sonnenschein oder Flutlicht: Eiserns Waldvorsteher Willi Brandl kann gar nicht hinsehen, wie die Fichtenbestände dem Boden gleich gemacht werden und nur noch kahle Flächen zurückbleiben.

kalle Eisern. Die Fällarbeiten auf der „Faulen Birke“ laufen rund um die Uhr, an sieben Tagen die Woche. Geräumt werden die fast wertlosen Fichten, die von Borkenkäfern niedergestreckt worden sind. Nachts sind die Bereiche, die abgeholzt werden, von Strahlern hell angeleuchtet. 12 000 bis 15 000 Festmeter Fichten fallen dem Harvester zum Opfer. Dicke Nadelbäume – häufig am Wegesrand zu finden – werden noch per Hand gefällt. Dann verschwindet das Holz in Containern, die per Schiff nach China geschafft werden.Egal ob Sonnenschein oder Flutlicht: Eiserns Waldvorsteher Willi Brandl kann gar nicht hinsehen, wie die Fichtenbestände dem Boden gleich gemacht werden und nur noch kahle Flächen zurückbleiben.

Viele sind völlig uneinsichtig

Doch neben dem großen Problem, dass Generationen von Waldbesitzern allein auf dieser Fläche etwa 1,5 Millionen Euro Verlust hinnehmen müssen – also ihr angelegtes Vermögen verlieren –, sorgen sich die Waldgenossen um die Sicherheit der Menschen. Brandl: „Gerade an Wochenenden, wenn sich viele Menschen zu Fuß oder mit dem Rad im Naherholungsgebiet ,Faule Birke’ aufhalten, steigt bei mir der Blutdruck. Es ist sehr, sehr gefährlich, die abgesperrten Waldbereiche aufzusuchen. Und doch erleben wir es Tag für Tag, dass sich die Menschen einfach über die Hinweisschilder und die Absperrungen mit Flatterband hinwegsetzen.“Selbst bei einer persönlichen Ansprache, so Brandl, seien viele völlig uneinsichtig. Die meisten Waldbesucher seien davon überzeugt, die Gefahren selbst einschätzen zu können. „Wir hatten am vergangenen Wochenende zusätzliche Warnhinweise aufgebaut, um die Sicherungsmaßnahmen noch deutlicher zu machen. Am Montag fanden wir die laminierten Schilder ebenso wenig wieder wie unsere Absperrbänder.“ Ob sich Spaziergänger einfach ein Souvenir eingesteckt haben? Willi Brandl zuckt mit den Schultern.
Selbst die Arbeiter, die gerade dabei sind, eine fast 40 Meter hohe Fichte zu fällen, seien zwar gut ausgebildete Forstarbeiter, und doch könne es jederzeit passieren, dass der Baum nicht in die gewünschte Richtung fällt. „So schnell kann man nicht wegrennen“, weiß Brandl aus jahrzehntelanger Erfahrung. „Das sind tonnenschwere Stücke, die unkontrolliert aufschlagen können.“ Seine Bitte an die Freunde des Waldes daher: „Auf die Hinweisschilder achten, sie sind so wichtig.“

Autor:

Karl-Hermann Schlabach (Redakteur) aus Siegen

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