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Immer wieder Badeunfälle
Gefahren werden unterschätzt

Wer ohne Aufsicht schwimmen gehen möchte, sollte sich vorher über sein Badeziel (hier: der Sohlbacher Weiher) erkundigen.
  • Wer ohne Aufsicht schwimmen gehen möchte, sollte sich vorher über sein Badeziel (hier: der Sohlbacher Weiher) erkundigen.
  • Foto: sos (Archiv)
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

ap Siegen. Diesen Sommer verbringen viele Deutsche ihren Urlaub zu Hause. Kein All-Inclusive-Hotelurlaub auf Mallorca, kein weißer Sandstrand und auch kein Schnorcheln im Mittelmeer. Man muss irgendwie das Beste aus der Situation machen – und das fällt dank hochsommerlicher Temperaturen meist gar nicht so schwer. Zahlreiche Freibäder sorgen auch hierzulande für Abkühlung und Schwimmspaß. Wegen strenger Hygieneregeln und begrenzter Besucherzahlen weichen jedoch viele Badegäste auch auf unbewachte Flüsse, Seen und Teiche aus.
Gefahren werden unterschätzt„Die Gefahren werden dabei meist unterschätzt“, mahnt die Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).

ap Siegen. Diesen Sommer verbringen viele Deutsche ihren Urlaub zu Hause. Kein All-Inclusive-Hotelurlaub auf Mallorca, kein weißer Sandstrand und auch kein Schnorcheln im Mittelmeer. Man muss irgendwie das Beste aus der Situation machen – und das fällt dank hochsommerlicher Temperaturen meist gar nicht so schwer. Zahlreiche Freibäder sorgen auch hierzulande für Abkühlung und Schwimmspaß. Wegen strenger Hygieneregeln und begrenzter Besucherzahlen weichen jedoch viele Badegäste auch auf unbewachte Flüsse, Seen und Teiche aus.

Gefahren werden unterschätzt

„Die Gefahren werden dabei meist unterschätzt“, mahnt die Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). So sind in diesem Jahr schon mindestens sieben Menschen in Rheinland-Pfalz durch Badeunfälle ums Leben gekommen, in NRW waren es bis Anfang August sogar 26. Doch wieso ertrinken jährlich so viele Badegäste und wo lauern die lebensbedrohlichen Gefahren?
„Es ist die Kombination aus dem Überschätzen der eigenen Kräfte und dem Unterschätzen beziehungsweise Falsch-Einschätzen der Risiken vor Ort, was das Baden an offenen Gewässern so gefährlich macht“, erklärt Michael Grohe, Pressesprecher der DLRG NRW. „Das ist vor allem bei den eigentlichen Schwimmbadgängern zu beobachten. Diese haben meist Probleme, die Situation richtig einzuschätzen“, so Grohe.

Nicht in Flüssen schwimmen

Wovon der Experte auch grundsätzlich abrät, ist das Schwimmen in Flüssen. „Die Strudel und Strömungen sind unberechenbar. Auch die Fließgeschwindigkeit ändert sich je nach Pegelstand“, warnt er und klärt auf, wie man sich in einer Gefahrensituation am besten verhält. „Ertrinken läuft nicht so ab, wie es in Film und Fernsehen oft dargestellt wird, das muss man wissen.“

Auf Signale achten

Ertrinken sei ein „stiller Vorgang“, Hilfebedürftige meist so erschöpft und kraftlos, dass sie nicht einmal mehr um Hilfe rufen könnten. Gerade das mache es schwierig, die Gefahr zu erkennen. Signale, auf die man aber achten könne, seien unkoordinierte Handbewegungen und ein Absenken des Körpers im Wasser.

Professionelle Hilfe rufen

In einem solchen Fall rät der Fachmann dazu, „auf keinen Fall selbst ins Wasser gehen, um zu helfen“ – damit bringe man sich meist auch selbst in Gefahr. „In einem Verdachtsfall sollte man direkt professionelle Hilfe anfordern. Danach ist es wichtig, dem Ertrinkenden die Panik zu nehmen, indem man einen Ast in seine Nähe wirft oder zumindest auf sich aufmerksam macht und ihm signalisiert, dass man ihn wahrgenommen hat“, so Grohe.

Vorher über Badestellen informieren

Damit es aber erst gar nicht so weit kommt, rät der Experte, sich vorab möglichst genau über das Badeziel zu informieren. Bei expliziten Verboten an bestimmten Stellen sollte man auf keinen Fall ein Risiko eingehen. „Die Anordnungen haben immer einen Grund.“ Und noch einen einfachen Tipp hat Michael Grohe: Nach Möglichkeit einen Badeort nicht alleine aufsuchen.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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