Gefahrstoffe illegal gelagert

 Die Kreuztaler Feuerwehr übt regelmäßig den Ernstfall – und dabei auch den Umgang mit gefährlichen Stoffen. Wenn bei der Waga-Tec die Brandmeldeanlage anschlagen sollte, setzt die Kreisleitstelle nun ein größeres Aufgebot an Einsatzkräften in Marsch als bisher, darunter auch die Gefahrgutexperten aus dem Ferndorftal, die so genannte „ABC-Komponente“. Fotos: bjö  Die Kreuztaler Feuerwehr übt regelmäßig den Ernstfall – und dabei auch den Umgang mit gefährlichen Stoffen. Wenn bei der Waga-Tec die Brandmeldeanlage anschlagen sollte, setzt die Kreisleitstelle nun ein größeres Aufgebot an Einsatzkräften in Marsch als bisher, darunter auch die Gefahrgutexperten aus dem Ferndorftal, die so genannte „ABC-Komponente“.
  • Die Kreuztaler Feuerwehr übt regelmäßig den Ernstfall – und dabei auch den Umgang mit gefährlichen Stoffen. Wenn bei der Waga-Tec die Brandmeldeanlage anschlagen sollte, setzt die Kreisleitstelle nun ein größeres Aufgebot an Einsatzkräften in Marsch als bisher, darunter auch die Gefahrgutexperten aus dem Ferndorftal, die so genannte „ABC-Komponente“. Fotos: bjö Die Kreuztaler Feuerwehr übt regelmäßig den Ernstfall – und dabei auch den Umgang mit gefährlichen Stoffen. Wenn bei der Waga-Tec die Brandmeldeanlage anschlagen sollte, setzt die Kreisleitstelle nun ein größeres Aufgebot an Einsatzkräften in Marsch als bisher, darunter auch die Gefahrgutexperten aus dem Ferndorftal, die so genannte „ABC-Komponente“.
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

bjö - Ein anonymer Hinweis hat die Bezirksregierung Arnsberg auf ein illegal betriebenes Lager mit gefährlichen Produktionsabfällen in einer Halle im „Wendenhof“ in Eichen aufmerksam gemacht. Dabei handelt es sich um rund 250 Kubikmeter flüssige wassergefährdende und nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz als gefährlich eingestufte Produktionsabfälle, nämlich zum einen um Spülwässer aus den Galvanikanlagen, die Chrom- und Nickelbelastungen aufweisen, aber auch um verbrauchte Salz- und Salpetersäure.

Sie sind dort in so genannten IBC-Behältern gelagert, die auch – wenn sie nicht jenseits des Verfallsdatums sind – für den Transport von Gefahrgut zugelassen sind. Mieter der Halle, die früher einen Betrieb für Werkzeugbau beherbergte, ist das Unternehmen Waga Galvanotechnik GmbH. „Wir reden da über eine Firma, die nicht mehr produziert“, erklärte Benjamin Hahn, Pressesprecher der Bezirksregierung Arnsberg, im Gespräch mit der Siegener Zeitung. Sie befand sich ebenfalls im „Wendenhof“ schräg gegenüber der brisanten Lagerstätte und damit direkt neben dem ehemaligen Eichener Feuerwehrgerätehaus.

Die Bezirksregierung hat Waga Galvanotechnik angeordnet, das illegale Lager aufzulösen bzw. die dort gelagerten Stoffe ordnungsgemäß bis Ende des Jahres zu entsorgen. 20 Kubikmeter davon hat der Lagerbetreiber bereits durch ein Entsorgungsfachunternehmen eine Woche nach Bekanntwerden des Lagers entsorgen lassen. Die ordnungsbehördliche Maschinerie war bereits im September angelaufen, als die Bezirksregierung durch einen anonymen Hinweis erfuhr, dass in der besagten Halle wassergefährdende Stoffe gelagert sein sollten. Sie bat daraufhin den Kreis Siegen-Wittgenstein (Untere Wasserbehörde) und die Stadt Kreuztal (Bauaufsichtsbehörde, Ordnungsamt und Feuerwehr) zu einem Ortstermin. Dabei entdeckten die Anwesenden die Produktionsabfälle in der Halle, die für eine derartige Lagerung nicht mit den nötigen Schutz- und Vorsorgeeinrichtungen wie beispielsweise eine Auffangmöglichkeit für Flüssigkeiten ausgestattet ist.

Bei den Stoffen soll es sich um Säuren und Spülwasser handeln, die aber nicht detailliert gekennzeichnet und daher nicht auf den ersten Blick identifizierbar sind. Eine Gewässer- und Bodenverunreinigung, so erklärt die Bezirksregierung, könnte im Falle eines Stoffaustritts z. B. durch Brand oder Behälterversagen entstehen. Die Besichtigung der Behörden hatte die sofortige Stilllegung des illegalen Lagers zur Folge. Alle Brandlasten – also Gegenstände, die im Falle eines Feuers dem Brand zusätzliche Nahrung geben – wurden aus der Lagerhalle entfernt. Um Zwischenfällen vorzubeugen, wird die Halle nun sowohl tagsüber als auch nachts engmaschig auf auslaufende Flüssigkeiten, Brandgerüche und sonstige Einwirkungen hin kontrolliert, und zwar bis die Abfälle vollständig entsorgt sind.

Auch die Stadt Kreuztal und die Brandschutzdienststelle des Kreises haben seit Bekanntwerden des illegalen Lagers ihre „Hausaufgaben“ gemacht: Sie erarbeiteten gemeinsam mit der Bezirksregierung und dem Betreiber ein Konzept zur Rückhaltung des im Brandfall anfallenden Löschwassers – die Sandsäcke stehen bereits am Straßenrand des Wendenhof. Sie sollen im Einsatzfall verhindern helfen, dass gefährliche Flüssigkeiten in die Umwelt gelangen können. Die Lagerhalle mit den schädlichen Abfällen befindet sich auf abschüssigem Gelände. Direkt darunter verläuft ein Ableger des Littfebachs, der dem ortsbildprägenden Hammerweiher an der Hagener Straße als Zufluss dient.

Welche Strafe die für die illegale Abfall-Lagerung Verantwortlichen erwartet, wollte die Bezirksregierung nicht weiter kommentieren: „Wegen laufender staatsanwaltlicher Ermittlungen können wir uns zu dieser Frage nicht äußern.“

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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