SZ

Veterinäramt ruft zur Wachsamkeit auf
Geflügelpest-Virus sehr aggressiv

Das gefährliche „aviäre Influenza-A-Virus“, das die Geflügelpest hervorruft, ist offenbar auf dem Vormarsch.
  • Das gefährliche „aviäre Influenza-A-Virus“, das die Geflügelpest hervorruft, ist offenbar auf dem Vormarsch.
  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

ihm Siegen/Bad Berleburg. Tausende von verendeten Wildvögeln in Norddeutschland, 7000 getötete Puten in Minden-Lübbecke, Befall eines Entenmastbetriebes in Gütersloh und einer Hobbygeflügelzucht in Paderborn – das gefährliche „aviäre Influenza-A-Virus“, das die Geflügelpest hervorruft, ist offenbar auf dem Vormarsch. Das Kreisveterinäramt Siegen-Wittgenstein mahnt zu besonderer Vorsicht.
Die gute Nachricht: Bisher gab es im Kreis noch keine auffälligen Befunde oder Hinweise auf Infektionen. In den letzten 20 Jahren ist die Geflügelpest hierzulande nicht aufgetreten. Sollte es dazu kommen, müsste die betroffene Herde getötet werden.

ihm Siegen/Bad Berleburg. Tausende von verendeten Wildvögeln in Norddeutschland, 7000 getötete Puten in Minden-Lübbecke, Befall eines Entenmastbetriebes in Gütersloh und einer Hobbygeflügelzucht in Paderborn – das gefährliche „aviäre Influenza-A-Virus“, das die Geflügelpest hervorruft, ist offenbar auf dem Vormarsch. Das Kreisveterinäramt Siegen-Wittgenstein mahnt zu besonderer Vorsicht.
Die gute Nachricht: Bisher gab es im Kreis noch keine auffälligen Befunde oder Hinweise auf Infektionen. In den letzten 20 Jahren ist die Geflügelpest hierzulande nicht aufgetreten. Sollte es dazu kommen, müsste die betroffene Herde getötet werden. Um die seuchenrechtlichen, aber auch die Tierschutzbestimmungen einzuhalten, würden damit Spezialfirmen beauftragt, die entsprechende Verträge mit der Tierseuchenkasse NRW haben.

Auch Hobbyhalter sollten Tiere beim Veterinäramt melden

Im NRW-Landswirtschaftsministerium ist unterdessen ein Koordinierungsstab unter Leitung von Staatssekretär Heinrich Bottermann gebildet worden. Hauptsächlich sei der Regierungsbezirk Detmold bisher betroffen. Dort gelte Stallpflicht für Geflügel. Restriktionszonen, in denen Beschränkungen verhängt wurden, reichten inzwischen bis in den Hochsauerland, heißt es aus Düsseldorf. „Auch hier wurden bereits Tiere getötet.“
Möglicherweise gibt es im Kreis Siegen-Wittgenstein Hobbyhalter, die ihre Tiere nicht beim Veterinäramt angemeldet haben. Kreisveterinär Dr. Ludger Belke: „Der ein oder andere Neu-Hobbyhühnerhalter ist sich nicht bewusst, dass er mit der geliebten Legehenne auch ein landwirtschaftliches Nutztier erworben hat und diese Haltung dem zuständigen Veterinäramt und der Tierseuchenkasse NRW zu melden ist. Daher der dringende Aufruf, dass gegebenenfalls noch nicht angemeldetes Geflügel bitte nachzumelden ist.“

Geflügelpest für Menschen nicht gefährlich

Für Menschen ist die Geflügelpest zwar nicht gefährlich, aber sie können sich bei Kontakt mit infizierten Tieren anstecken. Das ist aber bisher nur in Russland nachgewiesen worden, die betroffenen Mitarbeiter einer Geflügelfarm erkrankten an leichten Grippesymptomen. Influenza-A-Viren sind auch für die saisonale Grippe verantwortlich. Geflügelpest ruft der Subtyp H5N8 hervor.
Wer verendete Wasservögel oder Greifvögel findet, sollte sofort mit dem Veterinäramt Kontakt aufnehmen, heißt es von Ministeriumsseite. „Von dort wird das Einsammeln und Beproben der Tiere organisiert. Verendete oder krank erscheinende Tiere sollen nicht berührt, eingesammelt oder selbst vom Fundort verbracht werden.“

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

10 folgen diesem Profil
Themenwelten
Die Siegener Zeitung begrüßt den Lenz mit einem Sonder-Abo: Sparen Sie drei Monate lang mit unserem Frühlings-Abo.

SZ+ informiert schnell und gut
Mit dem Frühlings-Abo drei Monate sparen

Der Frühling hat - kalendarisch- begonnen und die Siegener Zeitung begrüßt den Lenz mit einem Sonder-Abo: Sparen Sie drei Monate lang mit unserem Frühlings-Abo. Verlässliche Informationen trotz unruhiger Corona-LageIn diesem einmal mehr besonderen Jahr sehnen sich viele Menschen noch mehr nach den ersten Frühlingsboten. Ist doch mit den steigenden Temperaturen, den kräftiger werdenden Sonnenstrahlen und dem Aufblühen der Natur im zweiten Jahr der Corona-Pandemie noch mehr Hoffnung verbunden als...

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen