Geisweider sind skeptisch

 Das Parkhaus an der Geisweider Straße soll einem Lebensmittel-Vollsortimenter weichen. Aber wo sollen dann die künftigen Kunden parken? Das fragten sich die Teilnehmer des Stadtteilrundgangs, den die IG „Gut für Geisweid“ organisiert hatte. Foto: sos
  • Das Parkhaus an der Geisweider Straße soll einem Lebensmittel-Vollsortimenter weichen. Aber wo sollen dann die künftigen Kunden parken? Das fragten sich die Teilnehmer des Stadtteilrundgangs, den die IG „Gut für Geisweid“ organisiert hatte. Foto: sos
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sos Parkplätze sind bei den Geisweider Bürgern offenbar das große Thema, wenn es um den zu erwartenden Neubau des Rewe-Markts geht. Bei einem Stadtteilrundgang durch Geisweid, zu dem die Interessengemeinschaft (IG) „Gut für Geisweid“ eingeladen hatte, ging es dementsprechend wenig um den neuen Laden selbst. Vielmehr wurde der künftige Mangel an Stellplätzen kritisiert. Zumindest fürchteten die Geisweider, dass die geplanten 177 Parkplätze an Rathaus und Vollsortimenter nicht ausreichen würden.

Denn nach mehreren Änderungen der Entwürfe soll jetzt doch das Parkhaus neben dem Rathaus für den Bau des Lebensmittel-Vollsortimenters weichen. Etwa 1800 m² Verkaufsfläche sollen an der Ecke Rijnsburger und Geisweider Straße entstehen. „Wir begrüßen den Rewe grundsätzlich“, erläuterte Ulrich Hoefer von „Gut für Geisweid“. Nur die aktuelle Lösung gefalle ihm und seinen etwa sechs weiteren Mitstreitern – dem „harte Kern“ der IG – nicht. Besser wäre es ihrer Meinung nach gewesen, die Planungsvariante zu wählen, bei der der Rewe auf dem ehemaligen Tankstellenareal gebaut werden sollte („Lösung C“; die SZ berichtete). Aber dort das Baurecht zu schaffen, habe einigen wohl zu lange gedauert.

„So viele Stellplätze, wie wir brauchen, werden wir mit Sicherheit nicht haben. Das wird eng“, betonte Hoefer. Und die meisten der über 50 Geisweider, die an dem Rundgang teilnahmen, sahen das ähnlich. „Sollen wir dann unter der HTS parken und mit dem Einkaufswagen über die Straße gehen“, fragten sie. Der nicht ganz so ernst gemeinte Vorschlag, man könne ja in Siegen parken und mit dem Bus nach Geisweid fahren, brachte immerhin Gelächter bei der Truppe hervor. Unklar war einigen Teilnehmern, warum überhaupt ein Rewe gebaut werden soll. Nur einen Kilometer weiter an der Breitscheidstraße gebe es doch bereits einen. Und daran, dass der neue Rewe die Rathausstraße beleben würde, glaubte niemand so recht. Dafür müsse erst die Rathausstraße selbst attraktiver werden.

Dann stand wieder die Frage nach den Parkplätzen im Mittelpunkt. Wo sollen eigentlich die Rathausmitarbeiter parken? Circa 50 für sie reservierte Stellplätze stehen ihnen zwischen Oranien-Apotheke und Rathaus zur Verfügung. „Aber 108 sollte es für Mitarbeiter und Besucher des Rathauses eigentlich geben“, so Hoefer, der sich dabei auf Berechnungen der Stadt bezog. „Man kann das nicht genau nachvollziehen, wo die alle sein sollen.“ Ulrich Hoefer und seine Kollegen von der IG wollten bei dem Rundgang einen „wertungsfreien“ Einblick in die aktuellen Planungen geben. „Wir wollen das nicht mehr bewerten, bei einigen gelten wir eh schon als die Störenfriede, die alles verhindern wollen“, so Hoefer im SZ-Gespräch. Dass unter den Teilnehmern trotzdem eine kritische Diskussion über die Stellplätze entstand, wunderte ihn nicht. Aus aktuell 260 Stellplätzen werden 177 – „auf Dauer reicht das nicht“. Am Dienstag, 25. Oktober, beraten Bau- und Bezirksausschuss über die Planungen; einen Tag später hat der Rat der Stadt Siegen zu entscheiden.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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