Gejazzt, geswingt und improvisiert

Spaß nicht nur am Musikunterricht, sondern vor allem auch am Musizieren selbst zeichnet die Lehrenden der Fritz-Busch-Musikschule Siegen aus, die am Mittwochabend mit „Jazz and Friends“ im Lÿz gastierten. Foto: soph
  • Spaß nicht nur am Musikunterricht, sondern vor allem auch am Musizieren selbst zeichnet die Lehrenden der Fritz-Busch-Musikschule Siegen aus, die am Mittwochabend mit „Jazz and Friends“ im Lÿz gastierten. Foto: soph
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soph Siegen. „Jedem Kind ein Instrument“ ist ein Projekt der Fritz-Busch-Musikschule Siegen. Hinter diesem Motto stehen nicht nur die Schüler, sondern natürlich auch die, die unterrichten. Ein Glück für die Nachwuchsmusiker, dass ihre Lehrer ihr Handwerk nicht nur verstehen, sondern viel Spaß dabei haben. Und den merkt man beim jährlichen Konzert im Schauplatz im Lÿz vom ersten Ton an. Da wird gejazzt und geswingt, improvisiert und variiert.

Die drei Gitarristen Mario Mammone, Peter Autschbach und Werner Hucks erfüllen das Motto „Jazz and Friends“ schon als Trio. Jazz steht bei allen ganz oben, Freunde sind sie durch ihre Musik seit Jahrzehnten. Jeder bereichert das Spiel mit seiner ganz eigenen Art. Während Autschbach virtuos die Saiten zupft und mit Fingerpicks ganz besondere Töne erklingen lässt, sind seine beiden Kollegen für die feineren, aber nicht weniger intensiven Klänge verantwortlich. Mammone begeistert daneben am Kontrabass, Autschbach am Keyboard, und Werner Hucks führt gewohnt humorvoll, manchmal schreiend komisch, durch das Programm.

Bei Stücken wie „The Man I Love“, „Whatever Lola Wants“, „Song For Abdullah“, „Sunrise“ oder „When Sunny Gets Blue“ zeigen alle Musiker ein Zusammenspiel der ganz besonderen Art. Die Bassisten Armin Metschies und Daniel Noriely, die Drummer Marco Bussi und Dirk Seiler, Karl Parchow (Percussion), Trompeter Reinhold Felthaus und die Saxophonisten Friedrich Kullmann und Klaus Panten (nebenbei auch an der Querflöte) kommen auch nach den wildesten Soli wieder auf einen musikalischen Nenner, ohne dass Tempo oder Rhythmus verloren gehen. Da sind eben einfach die auf der Bühne, die es können. Die Sängerinnen Aglaja Camphausen und Constanze Arens haben nicht nur mit ihrer Mimik viel Ausdruck zu bieten. Auch bei entspannten Stücken halten sie die Spannung, so dass die Füße nicht still stehen müssen. Die Atmosphäre bleibt stets locker, keine Spur von Aufregung und Nervosität.

Öfter verschwand ein Musiker kurz von der Bühne, nicht immer war so ganz klar, welches Blatt als Nächstes auf den Notenständer gehört. Kein Problem für die Profis. Nebenbei überraschten einige mit neuer Musikalität. Marco Bussi, Peter Autschbach und Mario Mammone unterstützen Constanze Arens bei „Sunrise“ auch stimmlich, Bussi sorgte für Begeisterung, als er bei einem Stück die Schlegel auf einem Holzstuhl einsetzte.

Die Zugabe, das Thema aus „Die bezaubernde Jeannie“, traf dann die Stimmung ganz genau: ein bezauberndes Konzert, das wieder einmal gezeigt hat, was die Siegener Jazzszene zu bieten hat.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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