Gemeinde hat Gebäude abzugeben

 Nach dem Umzug des Kindergartens „Senfkorn“ hat die Kirchengemeinde, die seit Sommer im Haushaltsicherungskonzept ist, jetzt eine leerstehende Immobilie in sehr guter Lage. Kein Wunder, dass sich Pfarrerin Claudia Latzel-Binder und das Presbyterium freuen würden, wenn sie das Gebäude verkaufen könnten. Foto: Kirchenkreis
  • Nach dem Umzug des Kindergartens „Senfkorn“ hat die Kirchengemeinde, die seit Sommer im Haushaltsicherungskonzept ist, jetzt eine leerstehende Immobilie in sehr guter Lage. Kein Wunder, dass sich Pfarrerin Claudia Latzel-Binder und das Presbyterium freuen würden, wenn sie das Gebäude verkaufen könnten. Foto: Kirchenkreis
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sz - Wenn am Wochenende die Kindertagesstätte „Senfkorn“ es mit einem Familiengottesdienst in der Stadtkirche und einem Empfang am Sengelsberg feiert, dass sie dort neue Räumlichkeiten bezogen hat, dann hat die evangelische Kirchengemeinde Bad Berleburg eigentlich noch einen zweiten Grund zum Feiern. In finanziell schwieriger werdenden Zeiten ächzen die Gemeinden im Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein unter der Last zu vieler Immobilien – und eine alte, ortsbildprägende Kirche unter Denkmalschutz ist eben auch nicht aus der Portokasse zu unterhalten. So gibt es im Kirchenkreis ab dem kommenden Jahr genau festgelegte Beträge, die zur Bauunterhaltung zurückgelegt werden müssen.

Daher ist es sehr schön für die Berleburger Gemeinde, dass sie einen Investor gefunden hat, der ihr diesen neuen Kindergarten prima gebaut hat. Die Kirchengemeinde hat sich nicht noch eine weitere Immobilie ans Bein gebunden, stattdessen ist sie jetzt nur noch Mieterin in einem nagelneuen, wohl durchdachten Gebäude. Allerdings bedeutet der Kindergarten-Umzug für die Berleburger auch, dass sie ein leerstehendes altes Kindergarten-Gebäude haben.

Noch schöner wäre es für die Gemeinde aus diesem Grund, wenn sie dieses Gebäude verkaufen könnte. Das Gebäude, das in der zweiten Reihe an der Hochstraße liegt, stammt aus dem Jahr 1967 hat eine Nutzfläche von rund 450 Quadratmetern, das Grundstück mit einem schönen Blick auf die Odebornstadt hat gut 2500 Quadratmeter. Im Zuge der notwendigen Einsparungen will sich die Kirchengemeinde, die seit Sommer im Haushaltssicherungskonzept ist, auch vom Olevianhaus trennen, in dem Räume für die Gemeindearbeit waren und zwei Wohnungen sind. Das Gebäude neben der Stadtkirche an der Schloßstraße wurde 1826 gebaut, 1980 umgebaut und umfassend renoviert. Seine Nutzfläche beträgt etwa 480 Quadratmeter.

Schließlich möchte die Kirchengemeinde noch zwei Bauplätze an der Odebornskirche – und damit in schöner Wohngegend – abgeben. Könnte die Bad Berleburger Kirchengemeinde diese Gebäude und Grundstücke veräußern, dann könnte sie sich gedanklich und finanziell deutlich entspannter und mit ganzer Kraft um das kümmern, um das es ihr eigentlich geht: die Menschen vor Ort.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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